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Chlamydien

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Januar 2014)

Chlamydien sind Bakterien, die ganz verschiedene Erkrankungen hervorrufen können. Die meisten denken bei "Chlamydien-Infektion" vor allem an die Infektion der Harnwege und Geschlechtsorgane durch Chlamydia trachomatis – eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Für den Menschen sind vor allem drei Chlamydien-Arten von Bedeutung:

  • Chlamydia trachomatis
  • Chlamydophila pneumoniae
  • Chlamydophila psittaci

Von Chlamydia trachomatis gibt es drei Untergruppen, sogenannte Serotypen. Der Serotyp D-K ist die Ursache für eine der weltweit (auch in Deutschland) häufigsten Geschlechtskrankheiten und ruft bei Männern und Frauen eine Infektion der Harnwege und Geschlechtsorgane hervor.

Ein Paar im Bett beim Sex.

Chlamydien zählen zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Kondome schützen!

Häufig sind anfängliche Beschwerden, wie Ausfluss oder Brennen und Jucken beim Wasserlassen, so schwach ausgeprägt, dass sie man sie kaum bemerkt. Viele Betroffene wissen deshalb oft gar nicht, dass sie infiziert sind und verbreiten die Chlamydien unbemerkt weiter. Durch Chlamydien kann es jedoch zu Komplikationen wie Unfruchtbarkeit oder einer reaktiven Arthritis kommen – eine Infektion sollte deshalb behandelt werden.

Abhängig von den sexuellen Gewohnheiten können die Chlamydien auch zu Entzündungen im Anal- oder Rachenbereich sowie zu Bindehautentzündungen (z.B. durch Übertragung der Erreger im Badewasser) führen. Die Übertragung der Chlamydien erfolgt dabei über ungeschützten Geschlechtsverkehr und über Schmierinfektionen.

Eine Chlamydien-Infektion lässt sich im Allgemeinen mit Antibiotika gut behandeln. Bei einer durch Chlamydien verursachten Geschlechtskrankheit sollten sich unbedingt auch den oder die Sexualpartner mitbehandeln lassen, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.

Der Serotyp A-C von Chlamydia trachomatis führt vor allem in Ägypten, China und Indien zu chronischen Binde- und Hornhautentzündungen des Auges und ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Erblindungen. Zu einer Übertragung der Chlamydien kommt es durch Schmierinfektionen (Hand/Auge).

Der Serotyp L1-L3 von Chlamydia trachomatis ruft ebenfalls eine Geschlechtskrankheit vor – das sog. Lymphogranuloma venereum. Diese Erkrankung kommt vor allem in Afrika und Asien vor und äußert sich u.a. durch geschwürige Veränderungen im Genitalbereich und schmerzhaft geschwollene Lymphknoten. Zu einer Ansteckung kommt es auch bei dieser Geschlechtskrankheit über ungeschützten Geschlechtsverkehr. Je nach sexuellen Praktiken können die Erreger auch zu Symptomen im Anal- oder Rachenbereich führen.

Die Chlamydien-Art Chlamydophila pneumoniae führt dagegen zu einer Atemwegsinfektion und geht zum Beispiel oft mit Reizhusten einher. Eine Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion, also über Niesen, Husten oder Küssen. Atemwegsinfekte durch Chlamydophila pneumoniae sind weltweit verbreitet.

Chlamydophila psittaci ruft grippeähnlichen Beschwerden hervor. Durch diese Chlamydien-Art erkranken zwar vor allem Vögel, manchmal stecken sich jedoch auch Menschen bei infizierten Vögeln an. Die Betroffenen haben meist beruflich oder privat viel mit Vogelhaltung zu tun. Die Erreger findet man im Vogelkot, in den Federn und auch in den Atemwegen (Tröpfcheninfektion) der infizierten Tiere. Insgesamt sind Erkrankungen durch Chlamydophila psittaci in Deutschland jedoch eher selten.






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