Anlagestörungen der Brust: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Februar 2016)

Anlagestörungen der Brust sind zwar angeboren, die Symptome sind jedoch nicht immer schon bei der Geburt zu sehen. Der Grund: Die Drüsengänge bilden sich erst in der Pubertät aus. Daher zeigt sich die Brustfehlbildung bei manchen fehlerhaften Anlagen erst zwischen dem 8. und 14. Lebensjahr.

Sofort zu erkennen ist, wenn ein Baby wegen einer Brustanlagestörung zum Beispiel keine Brustwarzen (Athelie) oder überzählige Brustwarzen (Polythelie) hat. Zu den Anlagestörungen der Brust, deren Symptome hingegen erst in der Pubertät auftreten oder sich dann noch verändern, gehören:

  • zusätzliche Brüste (Polymastie)
  • zu große Brüste (Makromastie)
  • zu kleine Brüste (Mikromastie)
  • unterschiedlich große Brüste (Anisomastie)

Anlagestörungen der Brust können einseitig oder beidseitig auftreten: Unterentwickelte oder fehlende Brüste beispielsweise sind ein- und beidseitig möglich. Überzählige Brustanlagen hingegen entwickeln sich meist einseitig entlang der embryonalen Milchleiste. Dabei unterliegt diese Fehlbildung der Brust den gleichen hormonellen Einflüssen wie die normale Brust: Die überzählige Brust kann daher in der Pubertät wachsen, vor jeder Menstruation anschwellen und während der Stillzeit Milch bilden.

Alle Anlagestörungen der Brust sind gutartig!

In der Regel bedeuten Anlagestörungen der Brust also kein oder nur ein geringes gesundheitliches Risiko. Allerdings können manche Brustfehlbildungen (wie ein über 50-prozentiger Größenunterschied zwischen den Brüsten oder beidseitig zu große Brüste) zu Beschwerden wie Rückenschmerzen und Nackenschmerzen, Migräneattacken und Kopfschmerzen führen. Manche Betroffene entwickeln auch eine Körperfehlhaltung. Bleibt die Brustfehlbildung bestehen, können sich die Symptome verschlimmern, wenn es zum Verschleiß im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule kommt. Darüber hinaus kommt es bei großen Brüsten in der Unterbrustfalte häufig zu Infektionen der Haut.


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