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Anlagestörungen der Brust

Anlagestörungen der Brust: Definition

Stand: 27. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Anlagestörungen der Brust sind angeborene Fehlbildungen der Brust. Teilweise bilden sich diese Brustfehlbildungen aber erst mit der Pubertät aus beziehungsweise werden erst dann offenkundig. Brustanlagestörungen stellen kein oder nur ein geringes gesundheitliches Risiko dar. Je nachdem, wie stark eine Anlagestörung ausgeprägt ist, kann sie jedoch kosmetisch sehr störend sein und einen erheblichen Leidensdruck bei den Betroffenen hervorrufen.

Zu den Anlagestörungen der Brust gehören:

Anisomastie
Die Anisomastie zählt zu den häufigsten Anlagestörungen der Brust. Hierbei sind die beiden Brüste unterschiedlich groß. In der Pubertät entwickeln sich Brüste häufig nicht gleich schnell. Ein deutlicher Größenunterschied kann sich jedoch im Verlauf der Brustentwicklung noch etwas angleichen.

Polythelie
Als Polythelie bezeichnet man überzählige Brustwarzen. Diese treten entlang der sogenannten Milchleiste auf. Die Milchleiste ist ein Überbleibsel aus der embryonalen Entwicklung. Sie ist als imaginäre Linie vorstellbar, die beidseitig von der Achselhöhle zu den großen Schamlippen der gleichen Seite zieht. Diese Brustfehlbildung kann auch bei Männern auftreten.

Polymastie
Bei einer Polymastie treten zusätzliche Brüste auf. Diese bezeichnet man als akzessorische Mammae. Sie treten, wie die überzähligen Brustwarzen, entlang der embryonalen Milchleiste auf. Eine Sonderform der Polymastie ist die sogenannte aberrierende Mamma. Bei dieser Fehlbildung der Brust handelt es sich ebenfalls um eine zusätzliche Brustdrüse, die sich in Richtung Achselhöhle verlagert entwickelt hat. Die zusätzlichen Brüste entwickeln sich, genau wie die normalen Brüste, in der Pubertät. Überzählige Brustanlagen treten mit einer Häufigkeit von einem bis fünf Prozent auf.

Amastie und Athelie
Ebenso wie zusätzliche Brüste oder Brustwarzen auftreten, können Brüste und Brustwarzen auch fehlen. Die fehlende Brust bezeichnet man als Amastie, die fehlende Brustwarze als Athelie.

Makromastie und Mikromastie
Eine sogenannte Makromastie liegt vor, wenn die Größe der Brust in einem Maß zunimmt, das nicht dem Alter der Betroffenen entspricht. Das genaue Gegenteil, nämlich eine zu kleine Brust, heißt Mikromastie.

Mastoptose
Die sogenannte Mastoptose bezeichnet Hängebrüste, die als Ausdruck einer allgemeinen Bindegewebsschwäche sowohl bei übergewichtigen als auch bei älteren Frauen auftreten können.

Weiterlesen: Anlagestörungen der Brust: Ursachen

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