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Bronchiektasen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Dezember 2013)

Bronchiektasen sind krankhafte Ausweitungen in der Lunge, die sich nicht mehr zurückbilden (irreversibel). In ihnen setzt sich vermehrt Bronchialschleim ab, den die Erkrankten nicht oder nur schwer abhusten können. Im Bronchialsekret können sich Bakterien ansiedeln und gut vermehren – dies macht die Atemwege anfälliger für Infektionen.

Bronchiektasen können angeboren oder erworben sein. Die angeborene Form der Bronchiektasen entsteht, wenn sich die Lunge nicht richtig entwickelt oder wenn angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose (cystische Fibrose) oder ein Alpha-1-Antitrypsinmangel die Lungenfunktion beeinträchtigen.

Häufiger jedoch sind Bronchiektasen Folge häufig wiederkehrender Atemwegsinfekte oder anderer erworbener Ursachen. Da Impfungen und die Antibiotikatherapie Infektionserkrankungen wie Mumps, Masern und Tuberkulose zurückdrängen, treten Bronchiektasen in Deutschland heute seltener auf.

Menschen mit Bronchiektasen haben starken Husten und in ihren Atemwegen sammeln sich große Mengen zähen Sekrets, die nicht abtransportiert werden können.

Um Bronchiektasen festzustellen, befragt der Arzt den Betroffenen zunächst ausführlich nach seinen Beschwerden. Lang andauernder Husten und zäher Auswurf können auf Bronchiektasen hinweisen. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung, bei welcher der Arzt unter anderem die Lunge abhört. Gegebenenfalls schließen sich weitere Untersuchungen an. Das derzeit zuverlässigste Verfahren, um Bronchiektasen nachzuweisen, ist die hochauflösende Computertomographie (HRCT), ein spezielles Röntgenverfahren.

Bronchiektasen: Video

Die Therapie der Bronchiektasen umfasst eine medikamentöse Behandlung und Physiotherapie. Wenn sich die Bronchiektasen nur auf einen Teil der Lunge beschränken, kann der Arzt sie manchmal in einer Operation entfernen. In sehr schweren Fällen ist eine Lungentransplantation notwendig.

Die Prognose von Betroffenen mit Bronchiektasen hängt davon ab, wie die Behandlung anschlägt und ob Komplikationen wie eine Rechtsherzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz) oder ein Lungenkollaps (Pneumothorax) auftreten.

Bronchiektasen lässt sich nicht gezielt vorbeugen. Die rechtzeitige Behandlung von Atemwegsinfekten kann verhindern, dass diese chronisch werden. So können Sie dazu beitragen, dass keine erworbenen Bronchiektasen entstehen. Eine Impfung gegen Influenza-Viren und Pneumokokken beugt mitunter Komplikationen von Bronchiektasen vor.






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