Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Borderline-Syndrom

Borderline-Syndrom

Stand: 31. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Das Borderline-Syndrom wird auch als Borderline-Störung bezeichnet und ist eine Persönlichkeitsstörung. Die Borderline-Störung zeichnet sich durch ein fortlaufendes Muster von Instabilität in sozialen Beziehungen, im Selbstbild und der Stimmung aus.

Menschen mit Borderline-Syndrom haben Probleme damit, ihre Gefühle zu regulieren und reagieren oft impulsiv. Ihre Gefühlslage ist sehr wechselhaft: Bei meist gedrückter Stimmung können Phasen starker Erregung, Angst, Verzweiflung oder auch Wut auftreten, die die Betroffenen kaum kontrollieren können. Zugleich berichten Menschen mit Borderline-Syndrom über ein Gefühl innerer Leere. Mediziner bezeichnen Borderline daher auch als emotional-instabile Persönlichkeitsstörung.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung zeigt sich zum Beispiel in einer Abfolge intensiver, aber häufig wechselnder Beziehungen. Zunächst wird der Partner oft idealisiert und für sich eingenommen, dann jedoch rasch abgewertet, wenn er die Erwartungen nicht erfüllen kann. Häufig zeigen Menschen mit Borderline-Syndrom ein selbstgefährdendes Verhalten. Manche konsumieren beispielsweise Drogen, fahren zu schnell Auto oder verspielen ihr Geld. Aber auch direkte Selbstschädigungen treten im Rahmen der Borderline-Störung auf: Die Betroffenen fügen sich Schnittverletzungen oder Brandwunden zu oder drohen mit Selbstmord. Hintergrund ist oft, ein "Verlassenwerden" zu vermeiden, aber auch, sich selbst zu bestrafen oder zu spüren.

In der Lebensgeschichte der Betroffenen finden sich häufig massive Missbrauchserfahrungen oder andere traumatische Erlebnisse wie etwa körperliche Gewalt. Wahrscheinlich spielen auch genetische Faktoren eine Rolle, wenn Personen einen Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickeln.

Die Therapie des Borderline-Syndroms erweist sich als schwierig: Da der Betroffene mit Borderline-Persönlichkeitsstörung emotional instabil ist, kann auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Betroffenem darunter leiden. Im Vordergrund der Therapie steht, die Person im Alltag zu stabilisieren. Anschließend können die traumatischen Erfahrungen, die als Ursache für die Borderline-Störung angesehen werden, bearbeitet werden.

Der Begriff Borderline entstand aus der Annahme, dass sich die Erkrankten im Grenzbereich (engl. borderline) zwischen Neurose und Psychose bewegen.

Oft nimmt die Intensität der Borderline-Persönlichkeitsstörung ab, wenn die Betroffenen älter werden. Im Erwachsenenalter sind viele sowohl im privaten wie im beruflichen Bereich psychisch stabiler.

Weiterlesen: Borderline-Syndrom: Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema psychische Erkrankungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.