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Borderline-Syndrom

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (28. Februar 2014)

Das Borderline-Syndrom, auch als Borderline-Störung bezeichnet, ist eine Persönlichkeitsstörung. Die Borderline-Störung zeichnet sich durch ein fortlaufendes Muster von Instabilität in sozialen Beziehungen, im Selbstbild und der Stimmung aus.

Menschen mit Borderline-Syndrom haben Probleme damit, ihre Gefühle zu regulieren und reagieren oft impulsiv. Ihre Gefühlslage ist sehr wechselhaft: Bei meist gedrückter Stimmung können Phasen starker Erregung, Angst, Verzweiflung oder auch Wut auftreten, welche die Betroffenen kaum kontrollieren können. Zugleich berichten Menschen mit Borderline-Syndrom über ein Gefühl innerer Leere. Mediziner bezeichnen Borderline auch als emotional-instabile Persönlichkeitsstörung.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung beeinflusst häufig die Beziehung des Betroffenen zu anderen Menschen. Ein Borderline-Syndrom zeigt sich zum Beispiel in einer Abfolge intensiver, aber häufig wechselnder Partnerschaften. Zunächst idealisiert der Borderline-Patient seine Beziehung – wertet seinen Partner jedoch rasch ab, wenn er die Erwartungen nicht erfüllen kann.

Häufig zeigen Menschen mit Borderline-Syndrom ein selbstgefährdendes Verhalten. Manche konsumieren beispielsweise Drogen, fahren zu schnell Auto oder verspielen ihr Geld. Aber auch direkte Selbstschädigungen treten im Rahmen der Borderline-Störung auf: Die Betroffenen fügen sich Schnittverletzungen oder Brandwunden zu oder drohen mit Selbstmord. Hintergrund ist oft, ein "Verlassenwerden" zu vermeiden, aber auch, sich selbst zu bestrafen oder zu spüren.

In der Lebensgeschichte der Menschen mit Borderline-Syndrom finden sich häufig massive Missbrauchserfahrungen oder andere traumatische Erlebnisse wie etwa körperliche Gewalt. Wahrscheinlich spielen auch genetische Faktoren eine Rolle, wenn Personen eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickeln.

Die Therapie beim Borderline-Syndrom erweist sich als schwierig: Da der Betroffene mit Borderline-Persönlichkeitsstörung emotional instabil ist, kann auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Betroffenen darunter leiden. Im Vordergrund der Borderline-Therapie steht, die Person im Alltag zu stabilisieren. Anschließend können die traumatischen Erfahrungen, die als Ursache für die Borderline-Störung gelten, bearbeitet werden.

Der Begriff Borderline entstand aus der Annahme, dass sich die Erkrankten im Grenzbereich (engl. borderline) zwischen Neurose und Psychose bewegen.

Oft nimmt die Intensität der Borderline-Persönlichkeitsstörung ab, wenn die Betroffenen älter werden. Im Erwachsenenalter sind viele Menschen sowohl im privaten wie auch im beruflichen Bereich psychisch stabiler.






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