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Blindheit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Februar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Blindheit ist die schwerwiegendste Sehbehinderung: Obwohl viele Hilfsmittel für blinde Menschen im Alltag für Erleichterung sorgen, bedeutet blind zu sein einen Verlust an Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, eine Erblindung durch Erkrankungen (z.B. der Netzhaut) – hierzulande die häufigste Ursache für Sehverlust – nach Möglichkeit zu vermeiden.

Blindheit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein: Wenn ein Auge überhaupt kein Licht wahrnimmt, gilt es als völlig blind – diesen Zustand bezeichnet man als Amaurose oder Amaurosis. In Deutschland gelten Menschen jedoch nicht nur bei vollständiger Erblindung als blind, sondern auch bei einer Sehschärfe, die auf dem besseren Auge nicht mehr als zwei Prozent der Norm beträgt.

Blindheit kann unterschiedliche Ursachen haben und angeboren sein oder erst im Lauf des Lebens entstehen. Mögliche Gründe für eine angeborene Blindheit oder erblich bedingte frühe Erblindung sind zum Beispiel:

  • vorgeburtliche Fehlbildungen am optischen System (z.B. fehlende Ausbildung der Netzhaut)
  • erbliche Netzhauterkrankungen (z.B. Retinopathia pigmentosa)
  • eine als lebersche kongenitale Amaurose bezeichnete Erbkrankheit, die mit einem beidseitigen Schwund des Sehnervs einhergeht

In Deutschland kommt es jedoch überwiegend später zur Erblindung – verantwortlich sind verschiedene Erkrankungen, bei denen sich das Sehvermögen allmählich verschlechtert. Zu den möglichen Ursachen für eine erworbene Blindheit zählen:

Eine plötzliche Blindheit hat meist andere Ursachen und betrifft überwiegend nur ein Auge. Dass jemand plötzlich auf beiden Augen blind ist, kommt eher selten vor. Verantwortlich für eine plötzliche Erblindung ist oft ein Prozess im Hirnbereich (z.B. Blutungen, Ödeme, Gefäßverschlüsse oder schwere Verletzungen). Mögliche Auslöser für eine schlagartige Verschlechterung des Sehvermögens eines Auges sind:

  • ein Gefäßverschluss, der ein zentrales Blutgefäß der Netzhaut oder ein versorgendes Gefäß des Sehnervs betrifft,
  • Blutungen unter die Netzhaut oder in den Glaskörper
  • Netzhautablösung

Ob eine Chance besteht, Blindheit zu heilen, hängt von deren Ursache ab. Bei einigen unvermittelt auftretenden Geschehen, wie dem Verschluss eines Netzhautgefäßes im Auge, kann man die Sehschärfe im frühen Stadium der Erblindung unter Umständen verbessern. Bei akuten Beschwerden ist es daher dringend zu empfehlen, sofort zum Augenarzt zu gehen. In der Regel sind die Behandlungsmöglichkeiten jedoch begrenzt.



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