Startseite > Krankheiten > Blinddarmentzündung (Appendizitis)
Stand: 29. November 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Appendizitis ist das Anhängsel des Blinddarms (Wurmfortsatz) entzündet. Umgangssprachlich wird die Appendizitis fälschlicherweise auch als Blinddarmentzündung bezeichnet. Die Blinddarmentzündung ist eine sehr häufige Erkrankung – oft betrifft sie jüngere Menschen.
Eine Blinddarmentzündung kann vielfältige Ursachen haben, so zum Beispiel eine Verstopfung des Wurmfortsatzes durch Fremdkörper wie verschluckte Obstkerne. Aber auch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn können die Ursache für eine solche Entzündung sein. Oftmals lässt sich die Ursache nicht genau nachvollziehen.
Symptome, die bei einer Appendizitis auftreten, sind vor allem Schmerzen im Unterbauch und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit weiteren Anzeichen wie Übelkeit und Erbrechen.
Anhand charakteristischer Druck- und Schmerzpunkte sucht der Arzt in der körperlichen Untersuchung nach Hinweisen auf eine Blinddarmentzündung.
Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann bei der Diagnose helfen, im Zweifelsfall erfolgt bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung aber eine Bauchspiegelung. Sie kann die Entzündung eindeutig bestätigen und der Arzt kann sofort operieren.
Eine Blinddarmentzündung kann verschiedene Stadien durchlaufen, die zeitlich aufeinander folgen. Der Übergang in ein nächstfolgendes Stadium bedeutet, dass der Schweregrad der Erkrankung zunimmt. Prinzipiell kann man zwischen einer einfachen Blinddarmentzündung (Appendizitis simplex) und einer zerstörerischen Blinddarmentzündung (Appendizitis destructiva) unterscheiden.
Besteht eine Blinddarmentzündung, ist meist eine rasche Therapie erforderlich, um zum einen Komplikationen zu verhindern und zum anderen abzuwenden, dass die Erkrankung weiter fortschreitet. Diese Therapie besteht in erster Linie in der operativen Entfernung des entzündeten Wurmfortsatzes.
Die Prognose der Blinddarmentzündung ist in der Regel gut, hängt aber auch davon ab, wie schnell die Erkrankung erkannt wird und wie weit sie bei Beginn der Therapie fortgeschritten ist. Der Großteil der Erkrankten erholt sich vollständig.
Einer Appendizitis können Sie nicht generell vorbeugen. Bei Verdacht auf diese Entzündung sollten Sie rasch handeln und den Arzt aufsuchen.
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