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Blinddarm­entzündung (Appendizitis)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (24. Januar 2014)

Bei einer Blinddarmentzündung ist das Anhängsel des Blinddarms, der Wurmfortsatz (Appendix), entzündet. Der Blinddarm selbst ist nicht betroffen – trotzdem lautet der umgangssprachliche Begriff "Blinddarmentzündung". Ärzte sprechen von einer Appendizitis. Die Blinddarmentzündung ist eine sehr häufige Erkrankung, die oft jüngere Menschen betrifft; meist erfordert sie eine Operation.

Eine Blinddarmentzündung kann vielfältige Ursachen haben, oftmals lässt sich der Auslöser aber nicht ermitteln. Eine Verstopfung des Wurmfortsatzes durch Fremdkörper wie verschluckte Obstkerne (v.a. Kirschkerne) oder Kotsteine stellt eine Möglichkeit dar; ebenso ein Abknicken des Fortsatzes. Aber auch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn können die Ursache für eine solche Entzündung sein.

Symptome, die bei einer Appendizitis auftreten, sind vor allem:

Anhand charakteristischer Druck- und Schmerzpunkte prüft der Arzt in der körperlichen Untersuchung, ob es Hinweise auf eine Blinddarmentzündung gibt.

Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann bei der Diagnose helfen; im Zweifelsfall erfolgt bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung aber eine Bauchspiegelung. Sie kann die Entzündung eindeutig bestätigen und der Arzt kann im Krankenhaus sofort operieren.

Eine Blinddarmentzündung kann verschiedene Stadien durchlaufen, die zeitlich aufeinander folgen. Der Übergang in ein nachfolgendes Stadium bedeutet, dass der Schweregrad der Erkrankung zunimmt. Prinzipiell kann man unterscheiden zwischen:

  • einer einfachen Blinddarmentzündung (Appendizitis simplex) und
  • einer zerstörerischen Blinddarmentzündung (Appendizitis destructiva).

Bei einer Blinddarmentzündung ist meist eine rasche Therapie erforderlich. So lassen sich Komplikationen verhindern, die entstehen können, wenn die Erkrankung weiter fortschreitet. Diese Therapie besteht in erster Linie darin, den entzündeten Wurmfortsatz mithilfe der Schlüssellochchirurgie oder in einer offenen Operation zu entfernen (sog. Appendektomie).

Die Prognose der Blinddarmentzündung ist in der Regel gut, hängt aber auch davon ab, wie schnell die Erkrankung erkannt wird und wie weit sie bei Beginn der Therapie fortgeschritten ist. Der Großteil der Erkrankten erholt sich vollständig.

Einer Appendizitis können Sie nicht generell vorbeugen. Bei Verdacht auf diese Entzündung sollten Sie rasch handeln und den Arzt aufsuchen.

Blinddarmentzündung: Video






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