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Bauchspeicheldrüsen­krebs (Pankreaskarzinom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Juli 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist relativ selten – er macht in Deutschland etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Gleichzeitig ist er aber die vierthäufigste Krebstodesursache. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Bauchspeicheldrüsenkrebs möglichst früh zu erkennen: Wenn dies gelingt, sind die Überlebenschancen deutlich besser.

Im Anfangsstadium verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs jedoch meist keine oder kaum Symptome. Wenn in fortgeschrittenerem Stadium Beschwerden auftreten, sind diese wenig charakteristisch und können auch bei anderen Erkrankungen vorkommen. Mögliche Anzeichen für ein Pankreaskarzinom sind:

Wenn die Funktion der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) durch den Bauchspeicheldrüsenkrebs stark beeinträchtigt ist, kann zudem ein Diabetes mellitus entstehen: Denn normalerweise bildet die Bauchspeicheldrüse nicht nur Verdauungssäfte, sondern setzt auch das Hormon Insulin frei, das maßgeblich die Zuckerverwertung im Körper regelt. Ist die Insulinbildung gestört, entsteht ein Insulinmangel, wodurch sich wiederum der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht.

Gelbsucht und Oberbauchschmerzen gelten als die klassischen Symptome für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Manche bei Bauchspeicheldrüsenkrebs auftretenden Symptome sind dadurch bedingt, dass sich der Krebs auf benachbarte Organe wie Magen, Leber oder Darm ausgebreitet hat. Unter Umständen kann sich das Pankreaskarzinom auch weiter ausdehnen und in andere Körperregionen streuen. Die so entstandenen Tochtergeschwulste (Metastasen) betreffen vor allem folgende Organe:

In 15 Prozent der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs klappt die Diagnose rechtzeitig, sodass die Ärzte versuchen können, den Tumor in einer Operation zu entfernen. In den anderen Fällen bleibt das Pankreaskarzinom zu lange unerkannt, sodass eine Operation nicht mehr möglich ist. Stattdessen kommen dann vor allem Medikamente (Chemotherapie und sog. zielgerichtete Therapie) und eventuell auch eine Bestrahlung zum Einsatz Eine solche Behandlung zielt darauf ab, den Krankheitsverlauf zu mildern und die Lebensqualität zu verbessern – heilbar ist die Krebserkrankung im fortgeschrittenen Stadium jedoch nicht mehr.



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