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Arthrose (Gelenkverschleiß)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. September 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Arthrose (Gelenkverschleiß) entwickelt sich schleichend – und trifft nicht nur ältere Menschen. Typisch für eine beginnende Arthrose sind Gelenkschmerzen, die vor allem nach Ruhephasen auftreten: ein scharfer, plötzlicher Schmerz, der schließlich bei weiterer Bewegung nachlässt.

Bei Arthrose kommt es zu einem Schaden am Gelenkknorpel – Ursachen sind häufig eine übermäßige oder falsche Belastung des Gelenks, aber auch Bewegungsmangel. Ebenso können Verletzungen oder angeborene Knorpeldefekte einen vermehrten Gelenkverschleiß bewirken.

 

Oft betrifft die Arthrose das Hüftgelenk (sog. Coxarthrose) oder das Kniegelenk (sog. Gonarthrose)

Eine Arthrose beginnt damit, dass sich der Gelenkknorpel langsam, aber fortlaufend abbaut. Hinzu kommen Umbauprozesse im angrenzenden Knochen. Unbehandelt führt die Erkrankung im Spätstadium zu einer beschädigten oder zerstörten Gelenkfläche.

Durch den Gelenkverschleiß kommt es zu Gelenkschmerzen. Zudem können sich die Gelenke im weiteren Verlauf versteifen und verformen. Unter bestimmten Bedingungen verstärken sich die Schmerzen oft, etwa bei kühlem und feuchtem Wetter sowie bei bestimmten körperlichen Belastungen (z.B. bei stoßartigen Bewegungen wie beim Hinabsteigen einer Treppe).

Typisch für eine Arthrose ist auch der sogenannte Anlaufschmerz: Er tritt auf, wenn sich der Betroffene nach einer längeren Ruhephase wieder bewegt. Im Laufe der Bewegung lässt der Schmerz aber recht rasch wieder nach. Auch typisch bei Arthrose: Die Gelenke fühlen sich in der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen oft steif an.

Man sieht die Entwicklung einer Arthrose als grafische Darstellung.

Eine Arthrose beginnt damit, dass der Gelenkknorpel nach und nach verschleißt. Im weiteren Verlauf wird der Gelenkspalt immer enger, bis die Knochenenden irgendwann direkt aufeinander reiben. Dann nehmen auch die umliegenden Knochen und Bänder im Gelenk Schaden.

Um eine Arthrose festzustellen, benötigt der Arzt vom Betroffenen nähere Informationen zu den Beschwerden:

  • Wo tut es genau weh?
  • In welchen Situationen kommt es zu den Schmerzen?
  • Wann sind die Beschwerden erstmals aufgetreten?

Bei einer anschließenden körperlichen Untersuchung kann der Arzt dann unter anderem feststellen, ob das betroffene Gelenk sich normal und schmerzfrei bewegen lässt.

Außerdem wichtig: Mithilfe eines Röntgenbildes lässt sich das Ausmaß des Gelenkverschleißes gut beurteilen. Das Röntgen zählt daher zu den Standarduntersuchungen bei Verdacht auf eine Arthrose.

Wie funktioniert ein Gelenk und wann entsteht dort eine Arthrose (Gelenkverschleiß)? Unser Arthrose-Video veranschaulicht es Ihnen!

Erfolgt früh genug eine geeignete Behandlung, kann das Schmerzen lindern und verhindern – oder zumindest hinauszögern, dass sich das Gelenk versteift. Bleiben die Schmerzen trotz nicht-operativer Maßnahmen (wie Medikamenten, Physiotherapie und / oder veränderten Lebensgewohnheiten) bestehen, oder ist das Gelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, kann eine Operation nötig sein. Einer der häufigsten Eingriffe ist dabei der operative Gelenkersatz. Solche Operationen zählen zu den Routineeingriffen der Orthopädie und Unfallchirurgie. Typische Beispiele sind das künstliches Kniegelenk oder das künstliches Hüftgelenk, meist in Form einer sogenannten Totalendoprothese (TEP), bei der der Operateur das gesamte Gelenk durch ein künstliches ersetzt.

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