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Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. November 2014)

© Jupiterimages/Comstock Images

Menschen mit Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung) haben Gedächtnisstörungen und Schwierigkeiten, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren und sich Dinge zu merken.

Es ist normal, dass die Gehirnleistung eines Menschen mit zunehmendem Alter nachlässt. Bei der Altersvergesslichkeit geschieht dies allerdings über dieses "typische", sprich: altersentsprechende Maß hinaus.

Wichtig ist jedoch: Altersvergesslichkeit ist nicht gleichbedeutend mit Demenz.

Bei einer Demenz ist die Gehirnleistung der Betroffenen noch weitaus stärker eingeschränkt – und nimmt zudem mit dem Verlauf der Krankheit immer weiter ab. Bei der Altersvergesslichkeit hingegen schreiten die kognitive Störung und ihre Symptome in der Regel ab einem bestimmten Punkt nicht mehr fort.

Dennoch beeinträchtigt Altersvergesslichkeit das Leben der Betroffenen häufig stark: Menschen mit dieser leichten kognitiven Störung ziehen sich häufig aus ihrem sozialen Umfeld zurück und gehen hektischen, stressigen Situationen aus dem Weg, in denen eine rasche Informationsverarbeitung notwendig ist. Ihr Sprachvermögen und ihr Wortschatz sind jedoch in der Regel nicht von der eingeschränkten Gehirnleistung betroffen.

Der Arzt stellt eine Altersvergesslichkeit vor allem fest, indem er den Betroffenen und seine Umgebung – also zum Beispiel Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn – befragt. Zusätzlich gibt es spezielle Verfahren, mit denen die geistige Leistungsfähigkeit getestet werden kann. Auch diese sind zur Diagnose der Altersvergesslichkeit geeignet.

Mittels verschiedener bildgebender Untersuchungsmethoden und der Untersuchung von Nervenflüssigkeit (Liquorpunktion) kann der Arzt schwerwiegende Erkrankungen wie eine Demenz als Ursache der Gedächtnisstörungen ausschließen. Da die Altersvergesslichkeit jedoch in manchen Fällen eine Vorstufe von Demenz ist, ist es wichtig, die Veränderungen der Gedächtnisleistung rechtzeitig zu erkennen und weiter zu beobachten.

Die genauen Ursachen für eine Altersvergesslichkeit sind bislang nicht bekannt, der normale Alterungsprozess spielt aber eine wichtige Rolle. Der Übergang von einer normalen altersbedingten Abnahme der Gedächtnisleistung zur Altersvergesslichkeit ist daher fließend und oft nicht leicht abzugrenzen.

Eine Therapie, welche die Gehirnleistung bei Altersvergesslichkeit dauerhaft verbessert, gibt es nicht. Verschiedene Medikamente oder spezielle Trainingsmethoden können die Gedächtnisleistung aber zumindest vorübergehend wieder erhöhen.

Um einer Altersvergesslichkeit vorzubeugen, sind ausreichende Bewegung, eine gesunde Ernährung und ein gezieltes Training des Gehirns wichtig.



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