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Stand: 21. März 2013Veröffentlicht von: Wiebke RaueMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Neben der Hyposensibilisierung steht außerdem eine Vielzahl von Medikamenten gegen Allergien zur Verfügung, die aber nur die Symptome und nicht die Ursachen einer Allergie beseitigen können. Eingesetzt werden diese Medikamente in den unterschiedlichsten Formen: Inhaliersprays, Augentropfen, Nasensprays, Salben oder Gele für lokale und Tabletten, Zäpfchen oder Spritzen für allgemeine Beschwerden.
Zur Behandlung haben sich Wirkstoffe bewährt, die den Ausbruch einer allergischen Reaktion verhindern beziehungsweise in seiner Stärke abschwächen (z.B. Antihistaminika, Cromoglicinsäure) oder die bereits ausgebrochene Reaktion mildern (z.B. Kortison).
Antihistaminika wirken dem Botenstoff der allergischen Reaktionen, dem Histamin, entgegen. Auf diese Weise lindern sie die Symptome einer Allergie. Die Wirkung der Antihistaminika tritt sehr schnell ein, je nach Darreichungsform bereits nach Minuten. In seltenen Fällen kann sich bei der örtlichen Anwendung von Antihistaminika ein Hautausschlag entwickeln. Außerdem können Antihistaminika Müdigkeit verursachen, selten kommt es zu:
Der Wirkstoff Cromoglicinsäure (auch Dinatriumcromoglycat oder kurz DNCG genannt) verhindert, dass der Körper Histamin freisetzt, indem es die Membranen der Mastzellen stabilisiert. Cromoglicinsäure wirkt nur vorbeugend und nicht, wenn bereits Beschwerden bestehen. Aus diesem Grund muss der Allergiker es regelmäßig, das heißt bis zu viermal täglich, und am besten vor Beginn der allergischen Symptome einnehmen. Cromoglicinsäure entfaltet ihr volles Wirkungsspektrum in der Regel erst nach zwei bis vier Wochen, eine rechtzeitige Einnahme ist daher sinnvoll. Mögliche Nebenwirkungen sind Hautausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen. DNCG wird nur selten eingesetzt, da ihr Erfolg als eher gering einzuschätzen ist.
Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das entzündungshemmend wirkt und die Symptome einer Allergie effektiv bekämpfen kann. Es zählt zur Wirkstoffgruppe der natürlichen Kortikoide und kommt ebenso wie bestimmte synthetische Kortikoide (z.B. Fluticason-Furoat, Dexamethason) bei der Behandlung von lokalen Beschwerden in Form von Nasensprays oder Salben und bei allgemeinen Beschwerden in Form von Tabletten, Zäpfchen oder als Injektion zum Einsatz. Bei der kurzzeitigen örtlichen Anwendung treten nur selten Nebenwirkungen auf. Durch das Einatmen (Inhalation) von Kortison kann im Rachenraum eine Pilzinfektion entstehen. Zur Behandlung von allergischen Symptomen am Auge sollte Kortison nur im Ausnahmefall und unter strenger ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. Nimmt man Wirkstoffe aus der Gruppe der Kortikoide über Monate oder sogar Jahre hinweg in hoher Dosierung ein, kann dies das Immunsystem schwächen – Infektionen treten dadurch unter Umständen häufiger auf. Weitere mögliche Folgen des Wirkstoffs sind:
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