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Allergie: Medikamente gegen Allergie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (10. Februar 2016)

Neben der Hyposensibilisierung steht außerdem eine Vielzahl von Medikamenten gegen Allergien zur Verfügung, die aber nur die Symptome und nicht die Ursachen einer Allergie beseitigen können. Eingesetzt werden diese Medikamente in den unterschiedlichsten Formen: Inhaliersprays, Augentropfen, Nasensprays, Salben oder Gele für lokale und Tabletten, Zäpfchen oder Spritzen für allgemeine Beschwerden.

Zur Behandlung haben sich Wirkstoffe bewährt, die den Ausbruch einer allergischen Reaktion verhindern (z.B. Antihistaminika, Cromoglicinsäure) oder die bereits ausgebrochene Reaktion mildern (z.B. Kortison).

Antihistaminika

Antihistaminika wirken dem Botenstoff der allergischen Reaktionen, dem Histamin, entgegen. Auf diese Weise lindern sie die Symptome einer Allergie. Die Wirkung der Antihistaminika tritt sehr schnell ein, je nach Darreichungsform bereits nach Minuten. In seltenen Fällen kann sich bei der örtlichen Anwendung von Antihistaminika ein Hautausschlag entwickeln. Außerdem können Antihistaminika Müdigkeit verursachen. Selten kommt es zu Beschwerden wie:

Viele Antihistaminika können Sie ohne Rezept in der Apotheke erwerben.

Hilfe bei Allergiebeschwerden

Kortikosteroide

Kortikosteroide enthalten Kortison. Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das entzündungshemmend wirkt und die Symptome einer Allergie effektiv bekämpfen kann. Es zählt zur Wirkstoffgruppe der natürlichen Kortikoide und kommt ebenso wie bestimmte synthetische Kortikoide (z.B. Fluticason-Furoat, Dexamethason) bei der Behandlung von lokalen und allgemeinen Beschwerden zum Einsatz, so etwa in Form von Nasensprays, Salben, Tabletten, Zäpfchen oder als Injektion. Bei der kurzzeitigen örtlichen Anwendung treten nur selten Nebenwirkungen auf. Durch das Einatmen (Inhalation) von Kortison kann eine Pilzinfektion im Rachenraum entstehen. Kortisonhaltige Präparate sind verschreibungspflichtig. Sie werden häufig verabreicht, wenn Antihistaminika nicht die gewünschte Wirkung erzielt haben. 

Zur Behandlung von allergischen Symptomen am Auge sollte Kortison nur im Ausnahmefall und unter strenger ärztlicher Kontrolle zum Einsatz kommen. Nimmt man Wirkstoffe aus der Gruppe der Kortikoide über Monate oder sogar Jahre hinweg in hoher Dosierung ein, kann dies das Immunsystem schwächen – Infektionen treten dadurch unter Umständen häufiger auf.

Weitere mögliche Folgen bei längerer Anwendung des Wirkstoffs sind:


Mastzellstabilisatoren

Mastzellstabilisatoren führen dazu, dass die Mastzellen Histamin und andere Botenstoffe in geringerer Menge als normal ausschütten.

Mastzellstabilisatoren sind insbesondere zur Vorbeugung von allergischen Symptomen geeignet – hat der Körper bereits Histamin ausgeschüttet, können die Substanzen eine entsprechende allergische Reaktion nicht verhindern. Daher sollte man Mastzellstabilisatoren beispielsweise im Fall von Heuschnupfen am besten schon vorbeugend regelmäßig anwenden, wenn sich Pollen ankündigen, und erst dann absetzen, wenn die Belastung nicht mehr vorhanden ist.

Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure oder Nedocromil kommen zum Beispiel in Form von Nasensprays, Augentropfen oder Dosieraerosolen zum Einsatz.

Zu möglichen Nebenwirkungen zählen etwa Reizungen in der Nase, Husten oder Nasenbluten. Zudem können Überempfindlichkeitsreaktionen entstehen, die sich zum Beispiel in Form von

  • Hautreaktionen,
  • Gelenkschmerzen oder
  • Schwellungen der Bindehaut durch Wassereinlagerungen
äußern.
Das Bild zeigt eine Frau, die Pillen in der Hand hält. © Banana Stock Ltd.

Medikamente können die allergischen Beschwerden lindern.



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