Startseite > Krankheiten > Akute Bronchitis
Stand: 25. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die akute Bronchitis ist eine akute Entzündung der unteren Atemwege (wie den Bronchien), die meist durch Viren ausgelöst wird und in der Regel unkompliziert verläuft.
Hauptsymptom der akuten Bronchitis ist ein mitunter quälender Husten, der anfangs normalerweise trocken ist (Reizhusten) und sich wenige Tage später abhusten lässt. Häufig wird eine akute Bronchitis von weiteren Symptomen begleitet, wie etwa Fieber, Gliederschmerzen, brennenden Augen, Schnupfen oder Heiserkeit. In vielen Fällen hatten Betroffene vor der akuten Bronchitis zuerst eine Infektion der oberen Atemwege (z.B. Schnupfen, Rachenentzündung).
Zur Behandlung eines festsitzenden Hustens im Rahmen einer akuten Bronchitis können Sie schleimlösende Mittel einnehmen, gegen den Hustenreiz stehen Hustenstiller zur Verfügung. Achten Sie hierbei jedoch darauf, diese nicht zeitlich zusammen einzunehmen, damit der gelöste Schleim auch abgehustet werden kann. Hustenlöser nehmen Sie deshalb am besten morgens oder mittags ein, den Hustenstiller dann abends beziehungsweise vor dem Schlafengehen. In Ausnahmefällen – wenn Bakterien die Ursache sind – können bei einer akuten Bronchitis auch Antibiotika notwendig sein. Da die akute Bronchitis meist infolge einer Virusinfektion auftritt, ist eine Antibiotika-Therapie aber oft nicht notwendig.
Komplikationen können bei einer akuten Bronchitis entstehen, wenn die Atemwegserkrankung in eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder chronische Bronchitis übergeht.
Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten Erkrankungen: Pro Woche erkranken von 100.000 Menschen etwa 80 an dieser Atemwegserkrankung – und gut doppelt so viele in der kalten Jahreszeit.
Die Erreger einer akuten Bronchitis werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt, beim Husten, Niesen oder Naseputzen lösen sich winzige Tröpfchen aus den Atemwegen, welche Krankheitserreger enthalten und durch die Luft fliegen. Auf diese Weise können sich andere Menschen anstecken. Wer beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hält, schützt andere Menschen jedoch nur bedingt vor einer Ansteckung: Denn über die Hände können die Erreger auch auf andere Gegenstände (z.B. Türklinken, Haltestangen im Bus) oder andere Menschen (z.B. beim Händegeben) übertragen werden und so andere anstecken. Besser ist es deshalb, in den Ärmel zu husten oder zu niesen und sich dabei von den anwesenden Personen abzuwenden. Waschen Sie sich außerdem regelmäßig die Hände – spätestens, wenn Sie doch einmal in die Hände gehustet haben.
Weiterlesen: Akute Bronchitis: Definition
Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Atemwegserkrankungen von A-Z. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.