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Akute Bronchitis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2014)

Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege, vor allem der Bronchien. Meist lösen Viren die akute Bronchitis aus. Die gute Nachricht: In der Regel verläuft eine akute Bronchitis harmlos und heilt ohne Behandlung ab – nur in seltenen Fällen kann die akute Bronchitis in eine Lungenentzündung oder chronische Bronchitis übergehen.

Hauptsymptom der akuten Bronchitis ist ein mitunter quälender Husten, der anfangs meist noch trocken ist (Reizhusten). Wenige Tage später löst sich der Husten und die Betroffenen können Schleim abhusten. Häufig wird eine akute Bronchitis von weiteren Symptomen begleitet, wie etwa:

Wer an einer akuten Bronchitis erkrankt ist, hat oftmals zuvor eine Infektion der oberen Atemwege (z.B. Schnupfen, Rachenentzündung) gehabt. Diese Infektion kann sich auf die unteren Atemwege ausgebreiten – so entsteht eine akute Bronchitis.

Um einen festsitzenden Husten im Rahmen einer akuten Bronchitis zu behandeln, können Sie schleimlösende Mittel einnehmen. Gegen einen trockenen Reizhusten stehen Hustenstiller zur Verfügung. Achten Sie hierbei jedoch darauf, diese Wirkstoffe nicht zeitlich zusammen einzunehmen, damit der gelöste Schleim auch abgehustet werden kann.

Daher sollten Sie Hustenlöser am besten morgens oder mittags einnehmen, den Hustenstiller möglichst abends beziehungsweise vor dem Schlafengehen.

Wissenswertes

Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten Erkrankungen: Pro Woche erkranken von 100.000 Menschen etwa 80 an dieser Atemwegserkrankung – und gut doppelt so viele in der kalten Jahreszeit.

Da eine akute Bronchitis in vielen Fällen einen unkomplizierten Verlauf hat, empfehlen Experten jedoch nicht generell den Einsatz von schleimlösenden oder hustenstillenden Medikamenten. Ob Schleimlöser einen Effekt bei akuter Bronchitis haben, ist bislang nicht ausreichend belegt. Hustenstillende Medikamente können in Ausnahmefällen eingenommen werden und können zu einem verbesserten Nachtschlaf des Erkrankten beitragen.

In Ausnahmefällen – wenn die akute Bronchitis durch Bakterien ausgelöst wurde – können auch Antibiotika notwendig sein. Meist lösen jedoch Viren eine akute Bronchitis aus, wie etwa Rhinoviren, Adenoviren oder Influenzaviren – daher lässt sich eine akute Bronchitis mit Antibiotika nur selten behandeln.

Eine akute Bronchitis geht nur selten mit Komplikationen einher und heilt meistens ohne Behandlung ab. Bei älteren oder immungeschwächten Personen kann es jedoch vorkommen, dass die unbehandelte, akute Bronchitis in eine chronische Bronchitis oder in eine Lungenentzündung (Pneumonie) übergeht.

So schützen Sie sich und andere

Die Erreger einer akuten Bronchitis werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt, beim Husten, Niesen oder Naseputzen lösen sich aus den Atemwegen winzige Tröpfchen, welche Krankheitserreger enthalten. Die Tröpfchen fliegen durch die Luft und transportieren dabei die Keime. Auf diese Weise können sich andere Menschen anstecken.

Wer beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hält, schützt andere Menschen jedoch nur bedingt vor einer Ansteckung: Denn über die Hände können die Erreger auch auf andere Gegenstände (z.B. Türklinken, Haltestangen im Bus) oder andere Menschen (z.B. beim Händeschütteln) übertragen werden und so andere anstecken.

Besser ist es deshalb, in den Ärmel zu husten oder zu niesen und sich dabei von den anwesenden Personen abzuwenden. Waschen Sie sich außerdem regelmäßig die Hände – spätestens, wenn Sie doch einmal in die Hände gehustet haben.






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