Startseite > Krankheiten > Akute Bronchitis
Stand: 27. März 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege, vor allem der Bronchien. Meist lösen Viren die akute Bronchitis aus. Die Erkrankung verläuft in der Regel ohne Komplikationen.
Hauptsymptom der akuten Bronchitis ist ein mitunter quälender Husten, der anfangs normalerweise trocken ist (Reizhusten). Wenige Tage später löst sich der Husten und die Betroffenen können Schleim abhusten. Häufig wird eine akute Bronchitis von weiteren Symptomen begleitet, wie etwa:
Wer an einer akuten Bronchitis erkrankt ist, hat oftmals zuvor eine Infektion der oberen Atemwege (z.B. Schnupfen, Rachenentzündung) gehabt, die sich dann auf die unteren Atemwege ausgebreitet hat.
Zur Behandlung eines festsitzenden Hustens im Rahmen einer akuten Bronchitis können Sie schleimlösende Mittel einnehmen. Gegen den Hustenreiz stehen Hustenstiller zur Verfügung. Achten Sie hierbei jedoch darauf, diese Wirkstoffe nicht zeitlich zusammen einzunehmen, damit der gelöste Schleim auch abgehustet werden kann. Hustenlöser nehmen Sie deshalb am besten morgens oder mittags ein, den Hustenstiller dann abends beziehungsweise vor dem Schlafengehen.
In Ausnahmefällen – wenn Bakterien die Ursache sind – können bei einer akuten Bronchitis auch Antibiotika notwendig sein. Da die akute Bronchitis meist infolge einer Virusinfektion auftritt, ist eine Antibiotika-Therapie aber oft nicht notwendig.
Komplikationen können bei einer akuten Bronchitis entstehen, wenn die Atemwegserkrankung in eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder chronische Bronchitis übergeht.
Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten Erkrankungen: Pro Woche erkranken von 100.000 Menschen etwa 80 an dieser Atemwegserkrankung – und gut doppelt so viele in der kalten Jahreszeit.
Die Erreger einer akuten Bronchitis werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt, beim Husten, Niesen oder Naseputzen lösen sich aus den Atemwegen winzige Tröpfchen , welche Krankheitserreger enthalten. Die Tröpfchen fliegen durch die Luft und transportieren dabei die Keime. Auf diese Weise können sich andere Menschen anstecken. Wer beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hält, schützt andere Menschen jedoch nur bedingt vor einer Ansteckung: Denn über die Hände können die Erreger auch auf andere Gegenstände (z.B. Türklinken, Haltestangen im Bus) oder andere Menschen (z.B. beim Händeschütteln) übertragen werden und so andere anstecken. Besser ist es deshalb, in den Ärmel zu husten oder zu niesen und sich dabei von den anwesenden Personen abzuwenden. Waschen Sie sich außerdem regelmäßig die Hände – spätestens, wenn Sie doch einmal in die Hände gehustet haben.
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