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Aktinische Keratose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Juni 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die aktinische Keratose ist eine Hautverhornung, die entsteht, wenn sich bestimmte Hautzellen – die Keratinozyten – aufgrund wiederholter, intensiver UV-Strahlung krankhaft verändern und vermehren.

Entsprechend bezeichnet man die aktinische Keratose auch als solare Keratose. Da die Hautveränderung oft im höheren Lebensalter (ab 50 Jahren) auftritt, ist sie außerdem als senile Keratose bekannt. Mittlerweile sind zunehmend auch jüngere Menschen ab dem 30. Lebensjahr von diesen Hautveränderungen betroffen. Als verantwortlich hierfür gelten veränderte Freizeitgewohnheiten wie häufiges Sonnenbaden und Besuche in Solarien.

Ein besonders hohes Risiko für die aktinische Keratose haben zum Beispiel Menschen mit heller Haut, die in Ländern mit hoher UV-Strahlung (z.B. Australien) leben, Beruf oder Freizeitaktivitäten überwiegend im Freien ausüben und in der Kindheit schwere Sonnenbrände hatten.

Die aktinische Keratose gilt als Krebsvorstufe (Präkanzerose) beziehungsweise sogar als Frühstadium (Carcinoma in situ) einer bestimmten Form von weißem Hautkrebs – dem Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom.

Jede zehnte aktinische Keratose geht in ein Spinaliom über. Unter bestimmten Umständen ist das Risiko für einen solchen Übergang noch höher – zum Beispiel:

Das Bild zeigt eine aktinische Keratose der Kopfhaut. © Okapia

Aktinische Keratose der Kopfhaut (© Neufried/OKAPIA)

Daher ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass eine aktinische Keratose gar nicht erst entsteht. Das bedeutet vor allem, zu viel UV-Bestrahlung zu vermeiden – dies gilt für natürliches Sonnenlicht ebenso wie für künstliches UV-Licht (Solarium).

Wenn sich eine aktinische Keratose bildet, ist eine schnelle Behandlung ratsam, um zu verhindern, dass sie in ein Spinaliom übergeht. Es stehen mehrere wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung: Man kann aktinische Keratosen

  • herausschneiden (Exzision) oder herausschaben (Kürettage),
  • durch Kältetherapie (Kryotherapie),
  • Lasertherapie oder
  • photodynamische Therapie und
  • auch durch verschiedene örtlich angewendete Wirkstoffe (wie Diclofenac, Fluorouracil oder Imiquimod)

erfolgreich behandeln.



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