Startseite > Krankheiten > ADHS
Stand: 18. Juli 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) beziehungsweise ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) handelt es sich um eine besonders starke Aufmerksamkeitsstörung. Ärzte bezeichnen ADHS auch als hyperkinetische Störung (HKS).
Etwa drei bis fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben ADHS – das sind etwa 300.000 bis 500.000. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Beschwerden treten vom Vorschul- bis ins Erwachsenenalter auf. Etwa drei Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind von ADHS betroffen. Bei etwa der Hälfte der Personen, bei denen im Kindes- oder Jugendalter ADHS festgestellt wurde, bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen. Mit der richtigen Behandlung bekommen Betroffene ihre Beschwerden aber in den Griff und können ein weitgehend normales Leben führen.
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Wissenschaftliche Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Ursache für ADHS eine gestörte Signalübermittlung im Gehirn ist. Viele ADHS-Fälle sind wahrscheinlich genetisch bedingt. Das Lebensumfeld, in welchem von ADHS betroffene Kinder aufwachsen, kann diese Anlagen verstärken oder abschwächen; auch Rauchenund Alkohol während der Schwangerschaft haben einen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.
Betroffene mit ADHS können sich nur schwer konzentrieren und reagieren sehr impulsiv. Eine deutliche Überaktivität tritt nicht immer auf – daher die Unterscheidung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms mit Hyperaktivität (ADHS) vom Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Überaktivität (ADS).Einige begleitende Symptome des ADHS beziehungsweise des ADS sind eine gesteigerte Reizbarkeit, Misslaunigkeit beziehungsweise Depression, Vergesslichkeit und Angst, etc.
Die Diagnose kann der Arzt meist schon durch die Beobachtung und Befragung des Betroffenen stellen; Gewissheit erhält er über Zusatzinformationen wichtiger Vertrauenspersonen wie Eltern, Erzieher und Lehrer, durch eine körperliche Untersuchung und neuropsychologische Tests.
Beratungen, Verhaltens- und Psychotherapien sowie Medikamente kommen bei ADHS als Behandlung in Betracht. Manchmal ist eine Therapie nur über wenige Jahre, bei einigen Menschen auch lebenslang erforderlich. Ziel ist es, ein normales Leben mit guten sozialen Kontakten, einer qualifizierten Ausbildung und damit eine gute Lebensqualität zu erreichen.
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