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ADHS

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (30. September 2013)

Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) beziehungsweise ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) handelt es sich um eine Aufmerksamkeitsstörung. Ärzte bezeichnen ADHS auch als hyperkinetische Störung (HKS).

Etwa drei bis fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben ADHS – das sind ungefähr 300.000 bis 500.000. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Beschwerden treten vom Vorschul- bis ins Erwachsenenalter auf. Etwa drei Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind von ADHS betroffen. Bei etwa 60 Prozent der Personen, bei denen im Kindes- oder Jugendalter ADHS festgestellt wurde, bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen. Mit der richtigen Behandlung bekommen Betroffene ihre Beschwerden aber meist in den Griff und können ein weitgehend normales Leben führen.

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Ursache für ADHS eine gestörte Signalübermittlung im Gehirn ist. Viele ADHS-Fälle sind wahrscheinlich genetisch bedingt. Das Lebensumfeld, in welchem von ADHS betroffene Kinder aufwachsen, kann diese Anlagen verstärken oder abschwächen; auch Rauchen und Alkohol während der Schwangerschaft haben einen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.

Betroffene mit ADHS können sich nur schwer konzentrieren und reagieren sehr impulsiv. Eine deutliche Überaktivität tritt nicht immer auf – daher die Unterscheidung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms mit Hyperaktivität (ADHS) vom Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Überaktivität (ADS). Einige begleitende Symptome des ADHS beziehungsweise des ADS sind:

Die Diagnose kann der Arzt meist schon durch die Beobachtung und Befragung des Betroffenen stellen; Gewissheit erhält er über Zusatzinformationen wichtiger Vertrauenspersonen wie Eltern, Erzieher und Lehrer, durch eine körperliche Untersuchung und neuropsychologische Tests.

ADHS: Video

Beratungen, Verhaltens- und Psychotherapien sowie Medikamente kommen bei ADHS als Behandlung in Betracht. Manchmal ist eine Therapie nur über wenige Jahre, bei einigen Menschen auch lebenslang erforderlich. Ziel ist es, ein normales Leben mit guten sozialen Kontakten, einer qualifizierten Ausbildung und damit eine gute Lebensqualität zu erreichen.






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