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Stand: 16. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) beziehungsweise ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) handelt es sich um eine besonders starke Aufmerksamkeitsstörung. Ärzte bezeichnen ADHS auch als Hyperkinetische Störung (HKS).
Etwa 2 bis 7 Prozent der 4- bis 17-jährigen Kinder in Deutschlandhaben ADHS. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Beschwerden treten vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter auf. Etwa 3,1 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind von ADHS betroffen. Bei mehr als der Hälfte der Personen, bei denen im Kindes- oder Jugendalter ADHS festgestellt wurde, bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen. Mit der richtigen Behandlung bekommen Betroffene ihre Beschwerden aber in den Griff und können ein weitgehend normales Leben führen.

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Wissenschaftliche Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Ursache für ADHS eine gestörte Signalübermittlung im Gehirn ist. Viele ADHS-Fälle sind wahrscheinlich genetisch bedingt. Das Lebensumfeld, in welchem von ADHS betroffene Kinder aufwachsen, kann diese Anlagen verstärken oder abschwächen; auch Rauchenund Alkohol während der Schwangerschaft haben einen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.
Typische Symptome von ADHS sind eine Konzentrationsschwäche und Impulsivität – mit oder ohne deutliche Überaktivität – sowie einige begleitende Symptome (gesteigerte Reizbarkeit, Misslaunigkeit beziehungsweise Depression, Vergesslichkeit, Angst, etc.). Meist kann eine Diagnose schon durch die Beobachtung und Befragung des Betroffenen gestellt werden; Gewissheit erhält der Arzt über Zusatzinformationen wichtiger Vertrauenspersonen wie Eltern, Erzieher und Lehrer, durch eine körperliche Untersuchung und neuropsychologische Tests.
Beratungen, Verhaltens- und Psychotherapien sowie Medikamente kommen bei ADHS als Behandlung in Betracht. Manchmal ist eine Therapie nur über wenige Jahre, bei einigen Menschen auch lebenslang erforderlich. Ziel ist es, ein normales Leben mit guten sozialen Kontakten, einer qualifizierten Ausbildung und damit eine gute Lebensqualität zu erreichen.
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