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ADHS

Veröffentlicht von: Till von Bracht (26. November 2014)

Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) beziehungsweise ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) handelt es sich um eine Aufmerksamkeitsstörung. Ärzte bezeichnen ADHS auch als hyperkinetische Störung (HKS).

Etwa drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben ADHS – das sind über 500.000. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Beschwerden können vom Vorschul- bis ins Erwachsenenalter auftreten. Etwa drei von hundert Erwachsenen in Deutschland haben ADHS.

Bei etwa 60 Prozent der Personen, bei denen im Kindes- oder Jugendalter ADHS festgestellt wurde, bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen. Mit der richtigen Behandlung bekommen Betroffene ihre Beschwerden aber meist in den Griff und können ein weitgehend normales Leben führen.

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse legen nahe, dass ADHS mit einer gestörten Signalübermittlung im Gehirn einhergeht. Viele ADHS-Fälle sind wahrscheinlich genetisch bedingt. Das Lebensumfeld, in welchem von ADHS betroffene Kinder aufwachsen, kann die genetische Veranlagung verstärken oder abschwächen; auch Rauchen und Alkohol während der Schwangerschaft haben einen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.

Menschen mit ADHS können sich nur schwer konzentrieren, sind einfach abzulenken und reagieren sehr impulsiv. Eine deutliche Überaktivität tritt nicht immer auf – daher unterscheiden Medizinier zwischen dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität (ADHS) und dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Überaktivität (ADS). Einige begleitende Symptome von ADHS beziehungsweise von ADS sind

Die Diagnose ADHS kann der Arzt meist schon durch die Beobachtung und Befragung des Betroffenen stellen; Gewissheit erhält er über Zusatzinformationen wichtiger Vertrauenspersonen wie Eltern, Erzieher und Lehrer, durch eine körperliche Untersuchung und neuropsychologische Tests.

ADHS: Video

Zur Behandlung von ADHS können Beratungen, Verhaltens- und Psychotherapien sowie Medikamente zum Einsatz kommen. Manchmal ist eine Therapie nur über wenige Jahre, bei einigen Menschen auch lebenslang erforderlich. Ziel ist es, ein normales Leben mit guten sozialen Kontakten und einer qualifizierten Ausbildung erreichen und so die Lebensqualität zu erhöhen.






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