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Achillessehnen­riss (Achillessehnenruptur)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Mai 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) ist meist deutlich zu hören: Die Achillessehne ist die dickste und kräftigste Sehne des Menschen – wenn sie reißt, kann das wie ein Peitschenknall klingen.

Die Achillessehne setzt am Fuß an der Ferse an und verbindet den Wadenmuskel mit dem Fersenbein. Bei einem Achillessehnenriss ist die Sehne vollständig durchtrennt. Ist die Achillessehne nicht völlig gerissen, sondern nur angerissen, bezeichnet man dies als partielle Achillessehnenruptur.

WISSENSWERTES

Überwiegend ziehen sich Menschen zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr einen Riss der Achillessehne zu – Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Hinter einem Achillessehnenriss steckt meist eine Überbeanspruchung der Sehne, insbesondere durch Sport: Bis zu 8 von 10 Achillessehnenrisse entstehen während des Sports – die meisten davon bei Ballsportarten.

Bei einer Achillessehnenruptur kommt es neben dem charakteristischen Knall im Bereich der Achillessehne kurz zu heftigen, stechenden Schmerzen – als würde jemand gegen die Sehne treten. Darüber hinaus können nach einem Achillessehnenriss folgende Symptome auftreten:

  • Dellen im Verlauf der Sehne
  • Blutungen
  • Schwellungen (oft nur eine geringe Schwellung über der Ferse)

Da die Achillessehne für das Gehen und Laufen unverzichtbar ist, ist nach einem Achillessehnenriss unbedingt eine schnelle, fachgerechte Therapie zu empfehlen. Ob es möglich ist, die Achillessehnenruptur konservativ zu behandeln, oder ob eine Operation ratsam ist, hängt vom Einzelfall ab. In jedem Fall ist bei einer Achillessehnenruptur eine funktionelle Nachbehandlung mit intensiver Physiotherapie sehr wichtig, um die volle Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit der Achillessehne wiederherzustellen.

Achillessehnenriss im Video: Wenn es knallt wie eine Peitsche

Die Heilung dauert nach einem Achillessehnenriss mehrere Wochen – die Dauer der Nachbehandlung ist entsprechend mindestens ebenso lang.

Ob es im Verlauf der Nachbehandlung zu Komplikationen kommt, hängt auch von der jeweiligen Therapie ab: Kommt beim Achillessehnenriss eine Operation zum Einsatz, können beispielsweise Wundheilungsstörungen oder Infektionen der Wunde die Folge sein.

Sobald der Achillessehnenriss vollständig verheilt ist, können die meisten Betroffenen erwarten, ihre alte Leistungsfähigkeit fast vollständig wiederzuerlangen. Bei Spitzensportlern jedoch kann ein Achillessehnenriss trotz sorgsamer Behandlung zu bedeutenden Leistungseinbußen führen.



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