Anzeige

Anzeige

Pneumokokken-Impfung

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (27. September 2016)

© Banana Stock/Family Health

Die Pneumokokken-Impfung schützt vor Erkrankungen, die durch Pneumokokken ausgelöst werden. Insbesondere bei Babys, Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem ist eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll, da eine Infektion bei ihnen einen schweren Verlauf nehmen kann.

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind Bakterien, die zur Gruppe der Streptokokken gehören. Besonders in Kindergärten oder anderen Einrichtungen, in denen Menschen auf engem Raum zusammentreffen, verbreiten sich Pneumokokken leicht. Sie übertragen sich durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch, so zum Beispiel durch Husten oder Niesen.

Pneumokokken siedeln sich bevorzugt im Nasen-Rachen-Raum an und können ins Blut, in die Lunge sowie in die Hirnhäute eindringen. Im Körper können sie verschiedene Krankheiten auslösen – insbesondere dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Zu solchen Krankheiten gehören unter anderem:

Eine Pneumokokken-Impfung bietet vor allem Personen einen Schutz vor derartigen Erkrankungen, deren Immunsystem die Bakterien nur schlecht abwehren kann. So sollten sich etwa Säuglinge, Erwachsene mit bestimmten Vorerkrankungen oder Personen, die beruflich einem höheren Risiko ausgesetzt sind, impfen lassen.

Die Pneumokokken-Impfung zählt zu den sogenannten Standardimpfungen. Jeder Säugling sollte nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission eine Pneumokokken-Impfung erhalten.

Viele Pneumokokken sind von einer Hülle (Kapsel) umgeben, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen kann. Die Art der Hülle entscheidet darüber, um welchen Pneumokokken-Typ es sich handelt. Mediziner unterteilen die Bakterien in über 90 Pneumokokken-Typen – die Pneumokokken-Impfung schützt gegen eine bestimmte Auswahl dieser Typen.

Pneumokokken können Menschen, Ratten, Affen und Meerschweinchen besiedeln. Bei 4 bis 7 von 10 gesunden Menschen sind Pneumokokken in der Rachenschleimhaut vorhanden, führen jedoch nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen zu einer Erkrankung.


Anzeige