Blutdruck: Welche Werte sind zu hoch?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Januar 2018)

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Zur Bestimmung des Blutdrucks werden der systolische und der diastolische Blutdruck ermittelt. Ein Blutdruck von 120 zu 80 gilt bei Erwachsenen als optimal. Die Blutdruck-Tabelle gibt an, ab welchen Werten der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist – abhängig vom Alter. 

Der Blutdruck wird in der Regel in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen und besteht aus zwei Werten, dem systolischen (ersten) und dem diastolischen (zweiten) Wert.

Kurzüberblick zu normalen Werten und Bluthochdruck

  1. Normale Blutdruckwerte bei Erwachsenen liegen ungefähr bei 120/80 mmHg ("120 zu 80"). Niedrigere Werte sind optimal.
  2. Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man ab 140/90 mmHg ("140 zu 90").
  3. Liegen die Werte unter 105 zu 65 mmHG, liegt ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) vor.

Ein Netzwerk aus Nerven, Hormonen und Gehirnstrukturen regelt den Blutdruck. Es ist völlig normal, dass die Werte kurzfristig schwanken, etwa durch:

  • körperliche Belastung,
  • seelische Erregung,
  • Kaffeekonsum oder andere Faktoren.

Anhaltende Blutdruckschwankungen, insbesondere anhaltenden Bluthochdruck, sollte man unbedingt von einem Arzt abklären lassen, da sie auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen können. Zudem können sie schwerwiegende Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall nach sich ziehen.

Blutdruckwerte und Blutdrucktabelle: Wann sind sie zu hoch?

An einer Blutdrucktabelle lässt sich ablesen, ob die Werte zu hoch sind oder im Rahmen liegen. Am gängigsten ist es, den Blutdruck am Oberarm oder am Handgelenk zu messen

Ob der Blutdruck in den Gefäßen erhöht ist, lässt sich anhand der Blutdruckwerte gut beurteilen. Diese Tabelle gibt einen Überblick über die Grenzwerte:

Blutdrucktabelle: Grenzwerte

Kategorie systolisch (mmHg) diastolisch (mmHg)
optimal kleiner als 120 kleiner als 80
normal 120-129 80-84
hoch-normal 130-139 85-89
Grad 1 Hypertonie (leicht) 140-159 90-99
Grad 2 Hypertonie (mittelschwer) 160-179 100-109
Grad 3 Hypertonie (schwer) größer oder gleich 180 größer oder gleich 110
isolierte systolische Hypertonie größer oder gleich 140 kleiner als 90

Zwischen den einzelnen Schweregraden bestehen fließende Übergänge.

Blutdruck-Normalwerte

Die Blutdruckwerte können kurzfristig schwanken. Dennoch ist es möglich, für verschiedene Altersgruppen dem Blutdruck mittlere Normalwerte zuzuordnen.

Blutdrucktabelle: Altersabhängige Blutdruck-Normalwerte

Alter systolisch diastolisch
Kinder und Jugendliche unterhalb der 90. Perzentile unterhalb der 90. Perzentile
Erwachsene 120-129 mmHg 80-84 mmHg

Bluthochdruck besteht, wenn die Werte mindestens 140 zu 90 mmHg betragen.

Bitte beachten: Die Einteilung darf nicht als starres Prinzip betrachtet werden. Vielmehr kann ein hoch-normaler Blutdruck bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben (z.B. bei Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen), schon als Bluthochdruck angesehen werden, der eine Therapie erfordert. Hingegen sind vergleichbare Blutdruckwerte bei Patienten mit einem geringen Risiko hinnehmbar, sodass regelmäßige Kontrollen und eine Änderung des Lebensstils (mehr Bewegung, gesunde Ernährung, weniger Stress) ausreichen können.

Blutdruck im Alter

Im Alter ist der Blutdruck in der Regel etwas höher als in jüngeren Lebensjahren, da die Elastizität der Gefäße abnimmt. Die Blutdruck-Normalwerte liegen dann über den Werten im mittleren Erwachsenenalter. Das bedeutet aber nicht, dass ein hoher Blutdruck im Alter harmlos ist. Auch bei Senioren sollte der Blutdruck nicht zu hoch sein. Ab einer gewissen Höhe und bei eventuell bestehenden anderen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sollte man versuchen, den Blutdruck zu senken.

Blutdruck bei Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen sind die Blutdruckwerte  genauso wie das Gewicht  noch stärker als bei Erwachsenen vom Alter und von der Größe abhängig. Daher werden die gemessenen Werte bei Kindern und Jugendlichen je nach Größe und Gewicht mit sogenannten Perzentilenkurven verglichen. Liegt ein Wert beispielsweise auf der 90. Perzentile, haben neun von zehn Kindern den gleichen oder einen niedrigeren Wert.

Die Grenzwerte für normalen oder zu hohen Blutdruck befinden sich ständig im Wandel und werden aktuell von Experten diskutiert. Prinzipiell lässt sich jedoch festhalten, dass auch Kinder und Jugendliche einen erhöhten Blutdruck haben, wenn bei gleichen Werten ein Erwachsener einen erhöhten Blutdruck aufweist.

Aktuelle Diskussion um Grenzwerte

Bislang galten in den USA die gleichen Grenzwerte für Bluthochdruck wie in Deutschland: Ab Werten von 140 zu 90 mmHg war der Blutdruck zu hoch. Doch in der im November 2017 veröffentlichten neuen US-Leitlinie hat sich das geändert: Die neuen Grenzwerte liegen deutlich niedriger, nämlich bei 130 zu 80 mmHg. Den Autoren der Leitlinie zufolge ließe sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (kardiovaskuläre Erkrankungen) wie Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich senken, wenn die Blutdruckwerte unterhalb dieser neuen Grenze liegen.

Die neuen Grenzwerte haben jedoch weitreichende Auswirkungen: War vorher nur etwa ein Drittel der US-Amerikaner von Bluthochdruck betroffen, ist jetzt fast jeder zweite ein potenzieller Bluthochdruckpatient. Die Zahl der Betroffenen wächst damit um gut 30 Millionen an.

Die deutschen Fachgesellschaften werden sich diesen neuen Grenzwerten vermutlich nicht anschließen. Auf der Basis der aktuellen Daten "empfehlen wir jedoch weiterhin einen generellen Zielwert von unter 135 zu 85 mmHg bei einer Selbstmessung", sagt Prof. Peter Trenkwalder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga (DHL) und Mitglied der Task Force Wissenschaftliche Stellungnahmen und Leitlinien der DHL.

Blutdruck messen: Systolischer und diastolischer Blutdruck

Vor allem viele ältere Menschen kennen ihre Blutdruckwerte sehr gut – sei es, weil sie von Bluthochdruck betroffen sind und die Wirksamkeit ihrer Therapie überprüfen müssen oder weil sie regelmäßig vorbeugend ihren Blutdruck messen. Auch während einer Schwangerschaft gehört das Messen der Blutdruckwerte zur Standardvorsorge.

Der Begriff Blutdruck oder Gefäßdruck bezeichnet den Druck, der durch den Herzschlag und den damit verbundenen Transport des Bluts in den Gefäßen entsteht. Er wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) oder auch in kPa (Kilopascal, 1 mmHg = 133,322 Pa) gemessen.

Die Höhe des Blutdrucks hängt vor allem von drei Faktoren ab:

  • von der aktiven Spannung der Gefäße (Gefäßtonus),
  • von der Elastizität der Gefäßwand und
  • vom Herzminutenvolumen.

Das Herzminutenvolumen (auch Herzzeitvolumen, HZV) bezeichnet die Menge Blut, die die linke Hauptkammer des Herzens in einer Minute auswirft.

Bei Erwachsenen liegt das Herzzeitvolumen in Ruhe bei etwa vier bis fünf Litern pro Minute.

Systolischer und diastolischer Blutdruck

Wenn sich das Herz zusammenzieht und dabei Blut aus der linken Hauptkammer (Ventrikel) in den Körper presst, überträgt sich der entstehende Druck auf die Hauptschlagader (Aorta) und weiter auf die nachfolgenden Blutgefäße, die Arterien und Arteriolen. Dieser Druck heißt systolischer Blutdruck. Die Phase der Herzaktion heißt Systole.

Der systolische Blutdruck wird durch den ersten Wert in der Blutdruckmessung bezeichnet. Wenn der Arzt zum Beispiel sagt: "Ihr Blutdruck ist 125 zu 85", steht 125 für den systolischen Wert.

Nach der Systole erschlafft das Herz wieder, der Druck in den Gefäßen lässt nach. Der zu diesem Zeitpunkt der Herzaktion gemessene Wert heißt diastolischer Blutdruck. Er spiegelt sich im zweiten Wert der Blutdruckmessung (z.B. 125 zu 85).

Den Mittelwert aus systolischem und diastolischem Druck bezeichnet man als Mitteldruck. Der Mitteldruck ist ein Maß für die Qualität der Organdurchblutung: Er sagt etwas darüber aus, wie gut das Blut vom Herzen zu den Organen gelangt. Denn das Herz muss einen gewissen Druck aufbauen, um die Organe ausreichend mit Blut durchströmen zu können.

Während der Systole dehnen sich die großen Arterien. Diese Dehnung setzt sich wellenförmig durch die nachfolgenden Gefäße fort und nimmt mit zunehmendem Abstand zum Herzen ab. In den herznahen Abschnitten der Arterien ist der Blutdruck am höchsten – am niedrigsten ist er im sogenannten venösen System, genauer gesagt dort, wo die untere und obere Hohlvene ins rechte Herz münden.

Beim Blutdruck unterscheidet man den diastolischen und den systolischen Wert. © iStock

Beim Blutdruck unterscheidet man den diastolischen und den systolischen Wert.

Wie häufig man den Blutdruck messen sollte

Um den Verlauf und die Höhe des Blutdrucks über mehrere Tage zu beurteilen, kann man die Blutdruckwerte aufschreiben. Auch hier spricht man von einer Blutdrucktabelle. Ergänzend sollte man die Uhrzeit notieren und angeben, ob vor oder während der Messung etwas Besonderes vorlag, etwa körperliche Anstrengung, eine Mahlzeit oder psychische Erregung. Solche Faktoren können den Blutdruck kurzzeitig verändern – meist erhöhen sie ihn.

Durch eine einzige Blutdruckmessung lässt sich Bluthochdruck nicht feststellen. Dazu sind mindestens drei Blutdruckmessungen an zwei verschiedenen Tagen notwendig. Interessant können hierfür auch Werte sein, die der Patient zu Hause selbst gemessen hat.

Um den Befund zu sichern, kann eine 24-Stunden-Blutdruckmessung mit einem tragbaren Gerät Sinn machen. Alle Werte zusammen zeigen dem Arzt, ob ein Patient Bluthochdruck hat und wie schwer die Krankheit ausgeprägt ist.

Video: Blutdruck – was er aussagt und wie man ihn misst

Warum der Blutdruck schwankt

Der Blutdruck hängt von mehreren Faktoren ab, wie:

Übergewicht stellt ein Risiko für Bluthochdruck dar, die Einnahme bestimmter Medikamente oder lange Bettlägerigkeit hingegen können einen niedrigen Blutdruck begünstigen. Auch alltägliche Situationen, wie körperliche Belastung, psychische Erregung oder Kaffeekonsum, können zu Blutdruckschwankungen führen. Diese natürlichen Schwankungen lassen nach einiger Zeit selbstständig wieder nach und sind kein Grund zur Besorgnis, da sie lediglich eine Anpassung des Körpers an die Anforderungen darstellen.

Sind die Blutdruckwerte über längere Zeit zu niedrig oder erhöht, sollte man dies ärztlich abklären lassen. So kann ein niedriger Blutdruck etwa Zeichen einer Kreislaufschwäche sein. Niedriger Blutdruck ist im Gegensatz zu Bluthochdruck jedoch kein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und im Regelfall auch nicht behandlungsbedürftig.

Dauerhaft erhöhter Blutdruck kann sowohl ein Symptom bestehender Erkrankungen sein (z.B. Nierenerkrankungen, Arteriosklerose) als auch ein Risikofaktor für Folgeerkrankungen wie Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche), Schlaganfall oder Herzinfarkt. Bluthochdruck sollte daher immer ärztlich untersucht und bei Bedarf behandelt werden.

Bluthochdruck und Hypotonie erkennen

Oft wissen Betroffene jedoch gar nichts von ihrem zu hohen Blutdruck. Denn Bluthochdruck bereitet meist über lange Zeit keine Beschwerden. Man fühlt sich nicht krank, sondern mitunter sogar aktiv und besonders leistungsfähig. Das Gefährliche daran: Der erhöhte Druck kann bereits zu bleibenden Schäden an den Blutgefäßen führen, bevor die Diagnose Hypertonie überhaupt bekannt ist und somit behandelt werden kann.

Der Blutdruck kann auch zu niedrig sein (Hypotonie). Dies merken Betroffene meist eher als bei Hypertonie: Sie fühlen sich teilweise müde und wenig leistungsfähig. Zudem wird ihnen schnell schwindelig, zum Beispiel wenn sie nach längerem Sitzen oder Liegen aufstehen. Im Gegensatz zu hohem Blutdruck geht von zu niedrigen Werten aber in aller Regel kein gesundheitliches Risiko aus und eine Behandlung ist deshalb selten nötig – es sei denn, der Hypotonie liegt eine Erkrankung zugrunde, die das Herz schwächt (z.B. Herzinsuffizienz).

Blutdruckregulation: Wie der Körper den Blutdruck regelt

Der Körper reguliert den Blutdruck über Blutdruckzentren im Zwischenhirn, in einem Teil des Hirnstamms (Medulla oblongata) und im Rückenmark. Zahlreiche Hormone haben Einfluss auf diese Blutdruckzentren, so etwa:

Störungen im Hormonhaushalt, wie zum Beispiel bei einer SchilddrüsenunterfunktionSchilddrüsenüberfunktion oder einem Cushing-Syndrom (Überschuss an Kortisol, Hyperkortisolismus), können daher auch den Blutdruck beeinflussen.

Ebenso wirkt sich der Salzhaushalt auf den Blutdruck aus: Salz bindet Wasser. Daher erhöht eine hohe Salzkonzentration im Blut das Blutvolumen und somit den Druck auf die Gefäßwand. Das erhöhte Blutvolumen führt außerdem dazu, dass das Herz mehr Volumen befördern muss und kräftiger schlägt. Dauerhaft vermehrter Konsum von Kochsalz kann daher bei Menschen, die empfindlich darauf reagieren, zu einem anhaltend erhöhten Blutdruck führen.

Menschen mit Bluthochdruck sollten ihren Salzkonsum möglichst einschränken, um ihre Werte zu senken (nicht mehr als 6 Gramm Kochsalz pro Tag).

Blutdruck senken: Medikamente und Lebensstiländerung

Wenn Sie dauerhaft unter hohem Blutdruck leiden, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, um ihn zu senken. Nur so können Sie Folgeerkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Wie stark man den Blutdruck senken muss, richtet sich zum einen nach der Höhe der Blutdruckwerte, zum anderen nach dem gesundheitlichen Zustand. Es spielt also eine Rolle, wie alt die Person ist und ob weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen – zum Beispiel Diabetes mellitus oder zu hohe Blutfettwerte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Blutdruck zu senken:

  • ohne Medikamente, d.h. durch eine Änderung des Lebensstils, indem man sich mehr bewegt, Gewicht reduziert, sich gesund ernährt und Stress abbaut
  • mit Medikamenten (Blutdrucksenkern) – immer kombiniert mit einem gesunden Lebensstil
  • unter Umständen durch Behandlung anderer Krankheiten, die dem Bluthochdruck zugrunde liegen

Wer es nicht schafft, seinen Blutdruck ohne Medikamente zu senken, sollte von seinem Arzt mit Blutdrucksenkern so eingestellt werden, dass seine Werte außerhalb des kritischen Bereichs liegen. Beispiele für blutdrucksenkende Wirkstoffgruppen und Wirkstoffe sind:

Wer seinen Blutdruck ohne Medikamente senken will, muss meist einiges in seinem Leben umstellen. Der Erfolg gibt der Anpassung des Lebensstils allerdings Recht: Bei drei von vier Patienten mit leichtem Bluthochdruck führt bereits allein die Lebensstiländerung zu einer Normalisierung der Blutdruckwerte. Ob es tatsächlich gelingt, die Werte in ausreichendem Maße zu reduzieren, kann der Arzt durch eine regelmäßige Messung des Blutdrucks kontrollieren.

Puls: Wann ist der Ruhepuls zu hoch?

Als Puls bezeichnet man die Druckschwankungen in den Gefäßen, die während der Systole entstehen, also während der Phase, in der sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße drückt. Die Puls-Messung stellt neben der Blutdruckmessung eine wichtige Methode dar, um die Funktionsfähigkeit des Herz-Kreislaufs-Systems zu beurteilen – auch in Notfallsituationen wie zum Beispiel einer Bewusstlosigkeit.

Wie Sie den Puls richtig messen:

  1. Den Puls können Sie mit der Kuppe des Zeige-, Mittel- oder Ringfingers auf der Innenseite des Handgelenks oder an der Halsschlagader tasten.
  2. Zählen Sie genau 15 Sekunden lang die Pulsschläge und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 4. So errechnen Sie die Zahl Ihrer Herzschläge pro Minute und damit Ihren Ruhepuls.
  3. Der Puls wird in Schlägen pro Minute angegeben. Ein Puls von 70 bedeutet, dass das Herz 70-mal pro Minute schlägt.

Lesen Sie hier: Ruhepuls – wann ist er zu hoch?

Den Puls kann man ganz einfach mit den Fingern ertasten. © iStock

Den Puls kann man ganz einfach mit den Fingern ertasten.

Anhand des Pulses kann der Arzt verschiedene Körperfunktionen feststellen, etwa:

  • wie schnell das Herz schlägt,
  • wie gut die Gefäße mit Blut gefüllt sind (anhaltsweise),
  • ob das Herz rhythmisch, also gleichmäßig, schlägt oder
  • ob eine Herzrhythmusstörung (z.B. bei Vorhofflimmern) besteht.

Sportler messen ihren Puls, um ihren Trainingszustand zu überprüfen. Nach einer Trainingseinheit können sie anhand des Pulswertes beurteilen, wie ihr Kreislauf auf die Belastung reagiert.

Puls-Normalwerte

Puls-Normalwerte in Ruhe unterscheiden sich je nach Lebensalter und Trainingsstand des Körpers. Der Ruhepuls eines Spitzensportlers liegt unter dem eines untrainierten Erwachsenen.

Dennoch ist es möglich, für verschiedene Altersgruppen Durchschnittswerte für den Pulswert (Pulsfrequenz) anzugeben.

Tabelle: Puls-Normalwerte

Altersgruppe Ruhepuls
Neugeborene 120-140/min
Säuglinge 120-130/min
1-3 Jahre 110/min
3-7 Jahre 100/min
7-12 Jahre 90/min
Erwachsene 60-80/min
Senioren 80-85/min

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 16.1.2018)

Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2018

Online-Informationen der Deutschen Hochdruckliga e.V.: www.hochdruckliga.de (Abrufdatum: 16.1.2018)

Patientenleitfaden Bluthochdruck: www.hochdruckliga.de (Stand: Juni 2017)

Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Referenzperzentile für anthropometrische Maßzahlen und Blutdruck aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS): www.rki.de (Stand: 2013)

Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie: Arterielle Hypertonie im Kindes- und Jugendalter. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 023/040 (Stand: August 2013)

Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie: Management der arteriellen Hypertonie: www.hochdruckliga.de (Stand: 2013)

Aktualisiert am: 16. Januar 2018