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Geschlechts­krankheiten

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juni 2015)

© Jupiterimages/Comstock Images

Zu den Geschlechtskrankheiten zählen alle Infektionskrankheiten, die hauptsächlich über sexuelle Kontakte übertragen werden. Weitere Bezeichnungen sind sexuell übertragbare Krankheiten oder auch STD (sexually transmitted diseases, offizielle WHO-Bezeichnung) sowie venerische Erkrankungen.

Auch wenn man sich vor Geschlechtskrankheiten sehr gut schützen kann, sind sie immer noch weit verbreitet: So erkrankten beispielsweise im Jahr 2013 über 5.000 Menschen in Deutschland an Syphilis (Lues), 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu den klassischen Geschlechtskrankheiten zählen zum Beispiel:

Weitere durch Geschlechtsverkehr übertragbare Erkrankungen sind:

Für einige der genannten Krankheiten kommen aber auch andere Übertragungswege infrage, so kann eine Infektion der Scheide durch den Hefepilz Candida albicans auch ganz ohne vorherigen Sexualkontakt vorkommen. In vielen Fällen erfolgt eine Infektion mit Hepatitis A Viren durch mit Fäkalien verunreinigte Nahrung. Bestimmte Sexpraktiken, bei denen der Mund direkt mit dem Anus in Kontakt kommt, spielen für die Übertragung der Hepatitis A jedoch eine zunehmende Rolle.

Mit Geschlechtskrankheiten können Sie sich beim Sex durch den Austausch von Körperflüssigkeiten oder über den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen anstecken.

Man kann sexuell übertragbaren Krankheiten jedoch vorbeugen: Wer beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet und auf Hygiene achtet, kann das Ansteckungsrisiko nahezu auf null senken. Gegen einige Erkrankungen wie zum Beispiel Hepatitis A, B und HPV kann man sich auch impfen lassen.

Dabei sind Geschlechtskrankheiten in den meisten Fällen heilbar, solange man sie rechtzeitig erkennt und behandelt. Infektionen wie HIV können zwar bislang nicht geheilt werden, doch auch hier ist die frühzeitige Diagnose wichtig. Je früher man eine HIV-Infektion erkennt, desto eher können zukünftige Sexualpartner geschützt werden und desto eher kann eine angemessene medikamentöse Therapie erfolgen.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen, wenn der Verdacht besteht, dass Sie oder Ihr Partner sich mit einer Geschlechtskrankheit infiziert haben!



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