Schwarzer Hautkrebs: Früherkennung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. August 2015)

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Schwarzer Hautkrebs (Melanom) und seine Vorstufen lassen sich frühzeitig erkennen und ertasten. Deshalb ist es sinnvoll, den eigenen Körper regelmäßig selbst zu untersuchen und ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Hautkrebs-Früherkennung (Hautkrebs-Screening) beim Arzt in Anspruch zu nehmen.

Ist ein dunkles Mal dazu gekommen? Oder hat sich ein Leberfleck verändert? Beim Thema Hautkrebs-Früherkennung spielt Ihr eigener "Body-Check" eine wichtige Rolle. Sie können diese Selbstuntersuchung ganz einfach in regelmäßigen Abständen mit der täglichen Körperpflege verbinden: Schauen Sie sich dabei Ihre Haut komplett an – etwa bevor Sie unter die Dusche oder in ein Wannenbad steigen. Achten Sie dabei auf eine gute Beleuchtung und lassen Sie bei der Eigenuntersuchung keine Körperregionen aus, denn Hautkrebs kann im Prinzip überall entstehen – selbst auf den Fußsohlen oder der Kopfhaut. Behelfen Sie sich mit einem Spiegel, um zum Beispiel Rücken oder Po besser anschauen zu können. Bei Körperstellen, die Sie auch mit Spiegel nur schwer allein beurteilen können, sollten sie sich nicht davor scheuen, jemanden um Unterstützung zu bitten (z.B. Partner oder Partnerin). Nutzen Sie bei der Selbstuntersuchung nicht nur Ihre Augen sondern auch Ihre Fingerspitzen: Durch Abtasten können Sie leichter feststellen, ob ein Muttermal knotig in die Höhe gewachsen ist.

Ist Ihnen bei der Eigenuntersuchung etwas aufgefallen, sollten Sie den Befund ärztlich abklären lassen. Der Hautarzt kann mit geübtem Blick und Vergrößerungsglas oder Aufsichtmikroskop (Dermatoskop) rasch erkennen, ob es sich um eine harmlose Hautveränderung handelt oder weitere Diagnostik und spezielle Therapie nötig sind.

Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre den Anspruch auf eine kostenloses Hautkrebs-Screening durch einen Hautarzt. Der Arzt überprüft dann den gesamten Körper gründlich und sucht nach krebsverdächtigen Hautstellen und Hautkrebs-Vorstufen. Damit erhöhen sich die Chancen auf eine rechtzeitige Therapie und vollständige Heilung eines möglicherweise vorhandenen Melanoms.