Anzeige

Anzeige

Prostatakrebs-Früherkennung für gute Heilungschancen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Da Prostatakrebs oft erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden bereitet und die Symptome auch auf andere Krankheiten zurückgeführt werden können, wird die Diagnose häufig erst bei älteren Männern gestellt. Dank der Prostatakrebs-Früherkennung ist es mittlerweile aber möglich, Prostatakrebs schon in frühen, gut behandelbaren Stadien zu erkennen.

Deshalb haben alle Männer ab dem 45. Lebensjahr in Deutschland jährlich Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen zur Prostatakrebs-Früherkennung. Der Arzt beginnt mit einer rektalen Untersuchung – auf diese Weise kann er Tumoren im hinteren Teil der Prostata ertasten. Ist ein Prostatakarzinom bereits tastbar, hat es allerdings häufig schon Tochtergeschwulste (Metastasen) an entfernt liegenden Stellen gebildet oder ist über die Prostata hinausgewachsen.

Mit einem anschließenden transrektalen Ultraschall (TRUS) kann der Arzt Größe und Form der Prostata ermitteln und die Drüse nach krebsverdächtigen Bereichen absuchen. Mithilfe des sogenannten PSA-Test kann er die Menge eines ausschließlich im Prostatagewebe gebildeten Eiweißes (Protein) bestimmen. Bei Prostatakrebs kann der PSA-Wert erhöht sein. Aber auch andere Erkrankungen (z.B. eine Prostataentzündung oder Prostatitis) können dazu führen, dass sich der PSA-Wert erhöht.

Der PSA-Test gehört nicht zur gesetzlichen Prostatakrebs-Früherkennung und sein Nutzen zur Prostatakrebs-Früherkennung ist umstritten, weil nicht alle betroffenen Männer davon profitieren – es werden unter Umständen auch sehr langsam wachsende Tumoren aufgedeckt, die bei den betroffenen Männern weder Symptome noch eine verkürzte Lebenserwartung zur Folge gehabt hätten. Diese Männer leiden dann eher unter der Gewissheit "ich habe Krebs" und den damit verbundenen Diagnose- und Therapieverfahren, ohne einen Vorteil vom PSA-Testergebnis zu haben.

Haben vorangehende Untersuchungen den Verdacht auf Prostatakrebs ergeben, kann eine Biopsie der Prostata mit hoher Wahrscheinlichkeit die Diagnose bestätigen oder ausschließen.

Erfahren Sie im Video, wie Prostatakrebs entsteht.

In der Regel gibt es keine Frühzeichen für Prostatakrebs in Form von körperlichen Beschwerden, sodass die Erkrankung nur über regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen entdeckt werden kann. Solange der Tumor klein und auf die Prostata beschränkt ist, sind die Heilungsaussichten sehr gut. Wenn Schmerzen auf die Erkrankung hinweisen, kann das Prostatakarzinom bereits so weit fortgeschritten sein, dass eine komplette Heilung nicht mehr möglich ist. Die gesetzliche Prostatakrebs-Früherkennung stellt deshalb die beste Möglichkeit dar, Prostatakrebs frühzeitig zu entdecken und erfolgreich zu behandeln.


Anzeige