Perimetrie (Gesichtsfeldmessung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. November 2012)

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Perimetrie (Gesichtsfeldmessung) ist die Überprüfung des Gesichtsfelds – also des Bereichs, den man optisch wahrnehmen kann, ohne das Auge zu bewegen. Hierbei unterscheiden sich das Gesichtsfeld eines Auges (monokulares Gesichtsfeld) und das beider Augen (binokulares Gesichtsfeld).

Beim Blick geradeaus, reicht das Gesichtsfeld zur Seite bis zu einem Winkel von über 90 Grad. Nach unten sind es bis zu 70 Grad und nach oben sowie zur Nase hin bis 60 Grad. Für Farben ist das Gesichtsfeld kleiner als für weißes Licht. Gegenstände am Rande des Felds, werden deshalb nicht farbig wahrgenommen. Außerdem ist das Gesichtsfeld abhängig von der Gewöhnung (Adaptiaton), der Größe und der Helligkeit eines betrachteten Objekts.

Im Alter nimmt die Größe des Gesichtsfelds aufgrund normaler Alterungsprozesse ab. Auch verschiedene Erkrankungen des Auges oder des Gehirns, wie beispielsweise Grüner Star oder Makuladegeneration) können das Gesichtsfeld beeinträchtigen. Ausfälle im Gesichtsfeld werden mit der Gesichtsfeldmessung (Perimetrie, Perimetermessung) bestimmt. Diese erfasst das gesamte Sehfeld vom Zentrum bis zum äußersten Rand.

Die Gesichtsfeldgrenzen kann der Arzt recht rasch und ohne weitere Hilfsmittel abschätzen. Diese sogenannte Fingerperimetrie ist vielen Menschen bekannt, denn sie ist Bestandteil einer gründlichen klinischen Untersuchung, die zum Beispiel oft im Rahmen von Eignungstests durchgeführt wird. Dabei stehen sich Arzt und Patient im Abstand von circa einem Meter gegenüber und der Arzt breitet die Arme in entgegengesetzte Richtungen aus. Der Patient muss dabei das Gesicht des Arztes fixieren. Er darf während der Perimetrie-Untersuchung seine Blickrichtung auch nicht ändern. Bewegt der Arzt nun die Finger einer Hand, kann der Patient dies im sprichwörtlichen "Augenwinkel" erkennen. Leidet er jedoch an einem Gesichtsfeldausfall in genau dem Bereich, in dem sich die Hand des Arztes befindet, fällt ihm die Fingerbewegung nicht auf. Der Arzt bringt seine Arme während der Untersuchung nacheinander in unterschiedliche Positionen – ähnlich wie die Flügel einer Windmühle. Bei jedem Positionswechsel bewegt er erneut die Finger einer Hand und der Patient muss wieder sagen, wo er die Bewegung wahrnimmt. Neben dieser schnellen, aber auch etwas gröberen Methode gibt es noch weitere Verfahren zur Gesichtsfeldmessung. Teilweise sind dazu auch spezielle Apparturen notwendig.