Periduralanästhesie (PDA): Hinweise für Patienten

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Februar 2014)

Vor dem Eingriff

Folgende Hinweise sollten Sie vor einer Periduralanästhesie (PDA) beachten:

  • Mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff sollte man keine feste Nahrung zu sich nehmen, in manchen Fällen (bitte mit dem Arzt besprechen) gilt eine längere Nahrungskarenz.
  • Klare Flüssigkeiten wie Wasser (keine Milch!) darf man in gewissen Mengen bis 2 Stunden vor dem Eingriff zu sich nehmen.
  • Raucher sollten das Rauchen spätestens am Vorabend des Eingriffs einstellen.
  • Entfernen Sie sämtlichen Schmuck (auch Piercings), künstliche Haarteile, Kontaktlinsen und herausnehmbare Zahnprothesen.
  • Verzichten Sie auf Make-up oder Nagellack.

Nach dem Eingriff

Tritt eines der folgenden Symptome auf, sollte ein Arzt verständigt werden:

Nach einem ambulanten Eingriff muss der Patient unbedingt von einer Begleitperson nach Hause gebracht werden. Er darf in den folgenden 24 Stunden kein Auto fahren, nicht an laufenden Maschinen arbeiten und keinen Alkohol trinken.

PDA unter der Geburt

Bei der PDA unter der normalen Geburt handelt es sich um einen Sonderfall. Hier geht es nur darum, den Schmerz auszuschalten, die Muskeln werden nicht gelähmt (keine sog. motorische Blockade). Die Schwangere kann sich mit der PDA vor der Geburt frei im Kreisssaal bewegen.

Dank des Katheters lässt sich das Medikament über die PDA im Verlauf der Geburt bei Bedarf erneut einleiten. Häufig bekommt die Gebärende die Möglichkeit, das Medikament selber zu verabreichen – um eine Überdosierung zu vermeiden, ist dies nur in bestimmten Zeitabständen möglich (technisch begrenzt).

Außerdem lässt sich die Dosierung der PDA erhöhen, wenn ungeplant statt einer normalen Geburt ein Kaiserschnitt (Sectio) durchgeführt werden muss. Dann ist keine weitere Narkose nötig, sofern es Mutter und Kind gut genug geht und keine Zeitnot besteht. Für einen sogenannten Notfall-Kaiserschnitt ("Notfall-Sectio"), bei dem das Leben des Kindes oder der Mutter bedroht ist, erfolgt statt einer PDA oder Spinalanästhesie eine Vollnarkose. Sie wirkt direkt und erlaubt somit eine möglichst schnelle Entbindung.

Eine PDA für eine Kaiserschnitt-Geburt zu wählen, hat gegenüber einer Vollnarkose folgende Vorteile:

  • Die Frau ist wach, sie atmet selbstständig und ihre Schutzreflexe (z.B. im Mund-Rachen-Raum) bleiben erhalten.
  • Sie bekommt die Geburt mit.
  • Das Kind wird nicht mit Narkosemedikamenten belastet.