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Hüft-TEP (künstliches Hüftgelenk): häufiges Ersatzteil

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. September 2015)

© iStock

Wenn das Hüftgelenk stark abgenutzt ist, schmerzt und sich sein Zustand durch nicht-operative Behandlungen nicht bessert, kann es nötig sein, eine sogenannte Hüft-TEP einsetzen zu lassen – also ein künstliches Hüftgelenk: Hüft-TEP steht für Hüfttotalendoprothese (griech. endo = innen, Prothese = künstlicher Ersatz eines Körperteil).

Der Hüftgelenkersatz durch eine Hüft-TEP zählt in Deutschland zu den häufigsten Operationen: Jedes Jahr setzen Ärzte in Deutschland über 200.000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk ein. Oft besteht bei ihnen vorher eine Hüftarthrose (bzw. Coxarthrose).

Auch an anderen Stellen lassen sich bei Bedarf künstliche Gelenke einsetzen – zum Beispiel am Kniegelenk, Schultergelenk, Ellenbogengelenk, Handgelenk und an den Fingergelenken. Die Hüft-TEP ist allerdings die am häufigsten eingesetzte Endoprothese. Die Kosten für ein verordnetes künstliches Hüftgelenk zahlen die Krankenkassen.

Hüftgelenk

Hüft-TEP (künstliches Hüftgelenk)

Der Aufbau der Hüft-TEP ist dem natürlichen Hüftgelenk nachempfunden: Dessen Gelenkpfanne bildet der Beckenknochen, während Gelenkkopf und Gelenkschaft Teile des Oberschenkelknochens sind. Ein künstliches Hüftgelenk setzt sich ebenfalls aus einer Gelenkpfanne, dem Gelenkkopf und dem Gelenkschaft zusammen. Einen Sonderfall der Hüftgelenkprothese stellt die Hüft-Teilprothese dar, mit der man lediglich den Gelenkkopf ersetzt.

Die Hüft-TEP soll ein Leben ohne Schmerzen ermöglichen. Außerdem soll ein neues künstliches Hüftgelenk nach seinem Einsetzen ungestört und dauerhaft funktionieren. Um dies zu erreichen, müssen die Materialien, aus denen die künstliche Hüfte besteht, hohe Anforderungen erfüllen:

  • Die Materialien für die Hüftprothese müssen korrosionsbeständig sein (d.h., sie dürfen sich im Körper nicht zersetzen),
  • dürfen keine Unverträglichkeitsreaktionen auslösen,
  • müssen den im Körper auftretenden Druck- und Biegebelastungen widerstehen und
  • es darf beim Aneinanderreiben der Gelenkpartner kein Abrieb entstehen.

Daher verwenden die Hersteller für eine Hüft-TEP bestimmte Metalllegierungen (u.a. mit Titan), Keramik und Spezialkunststoffe.

In unserem Video zum künstlichen Hüftgelenk erfahren Sie mehr über das Hüftgelenk und wie die Operation verläuft!

Damit ein künstliches Hüftgelenk seinen Zweck erfüllt, muss es mit dem körpereigenen Knochen verbunden sein. Bei dem Eingriff kann der Operateur die Hüft-TEP im Knochen auf unterschiedliche Art und Weise verankern. Je nach Art der Verankerung unterscheidet man drei Typen von Hüftprothesen:

  • die zementfreie Hüftprothese,
  • die zementierte Hüft-TEP und
  • die Hybridprothese.

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