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Herzschrittmacher

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Oktober 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Herzschrittmacher gibt elektrische Impulse ab, die das Herz zum Schlagen bringen. Ärzte setzen Herzschrittmacher ein, wenn das sogenannte Reizleitungssystem des Herzens beeinträchtigt ist – etwa nach einem Herzinfarkt.

Ein Herzschrittmacher wird von einer Batterie betrieben. Das Gerät besteht aus einem kleinen Gehäuse mit der notwendigen Elektronik und einer Batterie. Je nach Gerät stellen eine oder zwei kleine Leitungen – auch Elektroden oder Sonden genannt – die Verbindung zwischen dem Herzschrittmacher und dem Herzmuskel her.

Wissenswertes:

Ein Herzschrittmacher dient dazu, wieder einen normalen und regelmäßigen Herzschlag zu gewährleisten und dadurch die Lebensqualität zu steigern.

Moderne Herzschrittmacher sind gerade einmal so groß wie eine 2-Euro-Münze. Sie werden Ihr Gerät also in der Regel kaum spüren, sobald die Operationswunde verheilt ist. Einen Herzschrittmacher kann der Arzt in der Regel unter örtlicher Betäubung unter den Brustmuskel implantieren.

Manche Menschen benötigen dauerhaft einen Herzschrittmacher – in anderen Fällen ist der Herzschrittmacher nur für eine gewisse Zeit lang nötig. Ein Herzschrittmacher kommt dann nur vorübergehend zum Einsatz. In diesem Fall setzt der Arzt den Herzschrittmacher nicht unter die Haut ein, sondern bringt ihn von außen über dem Herzen auf – zum Beispiel über die Haut oder die Speiseröhre.

Generell sollte die Therapie mit einem Herzschrittmacher so früh wie nötig und so kurz wie möglich erfolgen.

Taktgeber fürs Herz

Wenn das Herz schlägt, zieht sich der Herzmuskel zusammen (Kontraktion). Normalerweise bewirkt eine regelmäßig wiederkehrende elektrische Stimulation der Muskelzellen diese mechanische Kontraktion des Herzmuskels. Verantwortlich dafür ist das Reizleitungssystem des Herzens, das eine elektrische Erregung auslöst. Der "natürliche Herzschrittmacher" innerhalb dieses Reizleitungssystems ist der sogenannte Sinusknoten. Ist das Reizleitungssystem intakt, wird der elektrische Impuls bis in die Herzmuskelzellen der Herzkammern geleitet.

Abweichungen von dieser Erregungsausbreitung lassen sich in Störungen der Reizbildung und der Reizleitung unterteilen. Ist die Reizbildung gestört, kommen die Impulse, die das Herz zum Schlagen bringen, nicht oder nicht ausreichend zustande. Bei einer Störung der Reizleitung werden die entsprechenden Impulse nicht richtig weitergeleitet und kommen so nicht an der Zielzelle – der Herzmuskelzelle – an.

Bei einer Reihe von Störungen der Reizbildung beziehungsweise Reizleitung ist eine Therapie mit einem vorübergehenden oder dauerhaften Herzschrittmacher erforderlich.

Die Implantation eines Herzschrittmachers ist heutzutage ein Routineeingriff und zahlreiche, vor allem ältere Menschen, leben mit diesem Gerät. Je nach Strombedarf hält die Batterie des Herzschrittmachers etwa 5 bis 15 Jahre und muss dann ausgetauscht werden.

Video: Reizleitungssystem des Herzens


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