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Elektrolyte

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. September 2014)

Allgemeines

Elektrolyte sind Stoffe, die positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen) verschiedener chemischer Elemente enthalten: Ein Beispiel hierfür ist Kochsalz (= Natriumchlorid) aus dem positiv geladenen Natriumion (Na+) und dem negativ geladenen Chloridion (Cl-).

Elektrolyte zählen zu den Mineralstoffen und erfüllen im menschlichen Körper wichtige Aufgaben für viele Funktionen der Körperzellen.

Mineralstoffe unterteilt man in sogenannte Mengenelemente und Spurenelemente – je nachdem, ob im Körper der jeweilige Mineralstoff in größeren Mengen oder nur in geringen Spuren nötig ist. Die drei folgenden Ionen verschiedener Elektrolyte bilden den Hauptanteil am gesamten Mineralgehalt des menschlichen Körpers:

Aber auch die in geringeren Mengen vertretenen Elektrolyte sind lebensnotwendig.

Elektrolyte besitzen zahlreiche Funktionen: Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts und sind an der elektrischen Aktivität der Muskel- und Nervenzellen beteiligt. Dabei ist jedes Elektrolyt-Ion unterschiedlich im Körper verteilt:

  • Einige Elektrolyt-Ionen lagern sich überwiegend in den Zellen (d.h. intrazellulär) ab,
  • andere zirkulieren hauptsächlich im Blutkreislauf, befinden sich also außerhalb der Zellen (d.h. extrazellulär).

Der Mensch nimmt Elektrolyte hauptsächlich über Getränke und mit Nahrung auf und scheidet sie größtenteils über die Nieren aus, aber auch über das Verdauungssystem und die Haut.

In Deutschland liegt die aufgenommene Menge Elektrolyte in der Regel im Normalbereich – mit Ausnahme von Calcium, dessen Zufuhr oft als zu gering gilt. Wer entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, bei dem ist die Calciumzufuhr allerdings eher normal bis zu hoch.

Wenn der Körper zu viele Elektrolyte aufnimmt oder ausscheidet, kommt es zu einer Elektrolytstörung (in Form von einem Elektrolytmangel oder Elektrolytüberschuss): Ist der Elektrolythaushalt des Körpers gestört, ist er ins Ungleichgewicht geraten. Häufig sind zu viele oder zu wenige Elektrolyte im Körper bei Durchfall, Erbrechen oder Nierenschäden vorhanden. Auch Verteilungsstörungen zwischen den innerhalb und außerhalb der Zellen liegenden Elektrolyten führen zu einer geänderten Elektrolytkonzentration – mit krankhaften Folgen.

Entsprechend den verschiedenen Funktionen der Elektrolyte haben Elektrolytstörungen unterschiedliche Auswirkungen: Sie können von einer Überwässerung über Verwirrtheit wegen Veränderungen der Nervenaktivität bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Koma reichen.

Häufig weisen die Symptome nicht eindeutig auf Elektrolytveränderungen hin. Darum lässt sich die Störung oft nur feststellen, indem man die Elektrolyte in einer Blutuntersuchung bestimmt – eventuell auch durch ein Elektrokardiogramm (EKG).

Wenn Elektrolyte leicht vom Normalwert abweichen (was recht häufig passiert), besteht aber in den meisten Fällen kein Grund zur Besorgnis. Anders verhält es sich, wenn bereits Beschwerden auftreten beziehungsweise die Elektrolytwerte deutlich erhöht sind.

Die für Elektrolyte geltenden Normwerte im Blut lauten ungefähr:

Normwerte Elektrolyte

ElektrolyteNormalbereich
Natrium (Na+)135–145 mmol/l
Chlorid (Cl-)96–110 mmol/l
Kalium (K+)3,8–5,2 mmol/l
Calcium (Ca2+)2,0–2,6 mmol/l
Phosphat (PO43-)0,84–1,45 mmol/l
Magnesium (Mg2+)0,73–1,06 mmol/l





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