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Blutzucker messen (Blutzuckermessung)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (09. Juni 2015)

Um herauszufinden, wie hoch der Blutzuckerspiegel ist beziehungsweise wie viel Glukose (Blutzucker) sich gerade im Blut befindet, muss man den Blutzucker messen.

Eine Blutzuckermessung dient zum einen der Diagnose von Erkrankungen, die mit einem zu hohen (z.B. Diabetes mellitus) oder zu niedrigen Blutzuckerspiegel einhergehen. Zum anderen kann sie dabei helfen, den Verlauf solcher Erkrankungen zu kontrollieren und die Einnahme von Medikamenten darauf abzustimmen. Viele Diabetiker nutzen die Blutzuckermessung, um festzustellen, wie viel Insulin sie benötigen.

Die Blutzuckerwerte lassen sich entweder

  • aus dem Blutplasma oder
  • aus dem Vollblut bestimmen.

Mit ihnen lässt sich eine Aussage darüber treffen, ob der Blutzuckerspiegel normal, zu hoch oder zu niedrig ist. Die Ergebnisse der beiden Methoden weichen dabei etwas voneinander ab.

Im Blutplasma sind die Blutzuckerwerte zudem durchschnittlich rund elf Prozent höher als im Vollblut.

Blutzuckermessung aus dem Blutplasma

Für die Diagnose eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bestimmt man die Blutzuckerwerte in der Regel aus dem Blutplasma. Dazu nimmt der Arzt dem Betroffenen etwas Blut ab und schickt die Probe zur Auswertung ins Labor. Der Patient muss zur Blutabnahme nüchtern erscheinen beziehungsweise darf mindestens zwölf Stunden nichts mehr gegessen haben. Ist der Blutzuckerspiegel zu hoch, deutet dies auf einen Diabetes mellitus hin.

Aber auch andere Ursachen kommen für erhöhte Blutzuckerwerte infrage, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel kann unter anderem die Folge einer Leberfunktionsstörung oder aber auch einer unangemessenen Medikamenteneinnahme sein – etwa bei einer Überdosierung von Diabetes-Medikamenten (Antidiabetika).

Blutzuckermessung aus dem Vollblut

Um den Blutzuckerspiegel einschätzen zu können, messen Diabetiker ihren Blutzucker regelmäßig selbst. Dazu nutzen sie ein schnelles Verfahren und messen den Blutzucker aus dem Vollblut. Mit einer speziellen Lanzette (Nadel) beziehungsweise Stechhilfe piekst der Betroffene sich in die Fingerbeere und streift den Blutstropfen auf einen Teststreifen ab, der sich in einem Blutzuckermessgerät befindet. Das Gerät zeigt dann das Ergebnis im Display an. Meist messen Diabetiker ihre Blutzuckerwerte vor dem Essen und kurz bevor Insulin gespritzt wird. (Zur Diagnose eines Diabetes mellitus eignen sich die Blutzuckerwerte aus einer Selbstmessung jedoch nicht.)

Blutzuckerwerte gibt man entweder in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder Millimol pro Liter (mmol/l) an.
HabA1c – das Blutzuckergedächtnis
Für die langfristige Verlaufskontrolle eines Diabetes mellitus nutzen Ärzte außerdem einen besonderen Wert der Blutzuckermessung: den HbA1c-Wert, der als eine Art "Blutzuckergedächtnis" gilt. Denn mithilfe des HbA1c-Wertes lassen sich die mittleren Blutzuckerwerte der letzten acht bis zwölf Wochen ermitteln. Befindet sich zu viel Glukose im Blut, gehen die Glukose-Moleküle zum Teil eine Verbindung mit dem roten Blutfarbstoff (Hämoglobin, Hb) der roten Blutkörperchen ein. Diesen Anteil am Gesamthämoglobin gibt der HbA1c-Wert wieder.

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