Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Autogenes Training

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. November 2014)

Allgemeines

Autogenes Training (d.h. wörtlich: "aus dem Selbst entstehendes Üben") ist eine Selbstentspannungsmethode, bei der Autosuggestion eine große Rolle spielt: Das bedeutet, die eigenen Vorstellungen, das Denken und Handeln selbst (= griech. autós) seelisch zu beeinflussen. Die Wirkung der Suggestion (lat. suggestio = Eingebung) ist seit langem bekannt: Sie ist eine der ältesten und am häufigsten verwendeten Heilmittel in der Medizin.

Autogenes Training ist eine Art Selbst-Hypnose, die ein Gleichmaß zwischen Spannung und Entspannung herstellen soll. Wer die Methode beherrscht, kann bestimmte unwillkürliche Körperfunktionen (z.B. Herz-Kreislauf-, Atmungs- und Verdauungsreaktionen) selbst beeinflussen. Der Zweck der Übungen besteht darin,

  • die Muskulatur zu entspannen,
  • Schmerzen zu lindern oder auszuschalten,
  • zu beruhigen und
  • die allgemeine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.

Darüber hinaus ermöglicht autogenes Training über die Versenkung eine intensive Selbstwahrnehmung (sog. Selbstschau) und kann so Möglichkeiten zur Selbstkontrolle und Selbstkritik aufzeigen. Damit dies gelingt, ist allerdings regelmäßiges Üben wichtig.

Anfangs besteht autogenes Training aus sechs Übungen:

  1. der Schwereübung zur Entspannung der Muskeln,
  2. der Wärmeübung zur Entspannung der Blutgefäße in den Armen und Beinen,
  3. der Herzübung zur bewussten Wahrnehmung der Herztätigkeit (v.a. des Herzrhythmus),
  4. der Atemübung zur bewussten, aber passiven Wahrnehmung der Atmung,
  5. der Bauch- oder Sonnengeflechtsübung zur Durchblutungssteigerung (bzw. Wärmeempfindung) im Bauch- und Unterleibsbereich sowie
  6. der Stirnkühleübung zur Regulation der Durchblutung.

Autogenes Training kann für Kinder ebenso wie für Erwachsene in verschiedenen Lebenssituationen vorteilhaft sein – vorausgesetzt, die Entspannungsübungen sind für sie geeignet. Darum übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen zumindest einen Teil der Kosten für Kurse, in denen man autogenes Training lernen kann.

Wer autogenes Training unter Anleitung eines medizinisch erfahrenen Trainers oder Therapeuten gelernt hat, kann mithilfe der Methode gesundheitlichen Störungen vorbeugen: Besonders gegen Störungen, die durch Stress und anhaltende Spannungszustände entstehen, ist die Entspannungsmethode hilfreich.






Anzeige