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Akupunktur

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

© Jupiterimages/Goodshoot

Akupunktur (von lat. acus = Nadel, pungere = stechen) ist eine Methode der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Mithilfe von dünnen Nadeln, die er in bestimmte Hautpunkte einsticht, versucht der Akupunktur-Therapeut, Krankheiten zu heilen, Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. Abwandlungen der Methode sind die Elektro- und Laserakupunktur.

Die Einstichpunkte – auch als Akupunkturpunkte bezeichnet – liegen bei der Akupunktur über den gesamten Körper verteilt auf sogenannten Energiebahnen ("Meridianen"). Nach Ansicht der traditionellen chinesischen Medizin fließt in diesen Meridianen die körpereigene Energie, das Qi (sprich: "tschi").  Die einzelnen Akupunkturpunkte sind das Ergebnis jahrtausendelanger Akupunktur-Erfahrung und haben auch heute noch Bestand in der TCM.

Der genaue Wirkmechanismus der Akupunktur ist bislang nicht vollständig geklärt. Mediziner vermuten jedoch, dass der Reiz, der von der eingestochenen Nadel ausgeht, bestimmte Reaktionen von Nerven- und Gewebezellen bewirkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Jahr 2002 eine Liste mit Beschwerdebildern veröffentlicht, die sich für Akupunkturbehandlungen eignen sollen. Westliche Schulmediziner setzen die Akupunktur vor allem in der Schmerzbehandlung (Rücken, Knie, Kopfschmerzen) ein.

Für die verschiedenen Anwendungen gibt es unterschiedliche Arten von Akupunkturnadeln aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Dicken und Längen. In der Regel nutzt man Nadeln aus dünnem Edelstahl als Einwegnadeln. Silber- oder Goldnadeln werden vor allem bei der Ohrakupunktur verwendet. Die Länge der Nadeln variiert je nach Einsatzbereich:

  • Kürzere Nadeln von wenigen Zentimetern kommen vor allem im Gesichtsbereich,
  • längere Nadeln über zehn Zentimeter bei der Behandlung tiefer liegender Muskelstränge zum Einsatz.

Die moderne Akupunktur setzt neben Nadelakupunktur auch Laserakupunktur oder Elektroakupunktur ein; hierbei stimuliert der Therapeut die Akupunkturpunkte nicht mit Nadeln, sondern durch andere physikalische Reize:

  • bei der Elektroakupunktur mithilfe von elektrischem Strom,
  • bei der Laserakupunktur durch elektromagnetische Wellen, den Laserstrahlen.

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