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Antibiotika

Wirkstoffgruppe || Quellen (Stand: 23. September 2012)

auch bezeichnet als:
antibakterielle Mittel; Antiinfektiva; bakterientötende Mittel

Folgende Wirkstoffe sind der Wirkstoffgruppe "Antibiotika" zugeordnet

Anwendungsgebiete dieser Wirkstoffgruppe

Der Name "Antibiotika" leitet sich von "anti" = griechisch für "gegen" und "bios" = griechisch für "Leben" ab. Die Gruppe der Antibiotika umfasst Wirkstoffe, welche hauptsächlich zur Bekämpfung von Infektionen mit Kleinstlebewesen wie beispielsweise Bakterien eingesetzt werden. Pilze gehören strenggenommen ebenfalls zu diesen Kleinstlebewesen. Gegen sie werden spezielle Antibiotika, so genannte Antimykotika (von "mycos" = griechisch "Pilz") eingesetzt, die in der Wirkstoffgruppe der Mittel gegen Pilzerkrankungen zusammengefasst sind.

Die klassischen Antibiotika werden nach ihrer Wirkungsweise oder chemischen Gestalt in folgende gebräuchliche Wirkstoffgruppen eingeteilt:Es gibt auch Wirkstoffgruppen von Antibiotika, die seltener eingesetzt oder als Reserve-Antibiotika genutzt werden, falls andere Wirkstoffe versagen. Zu diesen gehören:Völlig neue Antibiotika-Gruppen sind:
  • die Ketolide mit Telithromycin
  • Streptogramine wie Dalfopristin und Quinupristin.
Die zu bekämpfenden Krankheitserreger sind von überwältigender Vielfalt und sie entwickeln ständig neue Abwehr-Strategien gegen die Antibiotika (Resistenzen). Daher ist es wichtig, möglichst viele Gruppen von Antibiotika mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zur Verfügung zu haben und immer nach neuen zu forschen.

Die weitaus meisten Antibiotika werden eingenommen, gespritzt oder in einer Infusion gegeben und wirken so auf den ganzen Körper. Allerdings sind manche Antibiotika auch zur äußerlichen Behandlung oberflächlicher Infektionen der Haut und Schleimhaut zu gebrauchen oder ganz auf diesen Anwendungsbereich beschränkt. Solche Antibiotika bilden die Wirkstoffgruppe der Lokalantibiotika und -kombinationen.

So wirken Antibiotika

Antibiotika sind Wirkstoffe, die für spezielle lebende Zellen schädlich sind, indem sie deren lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge oder die Vermehrung blockieren. Die Wirkung der meisten Antibiotika zielt auf die Zellen von Bakterien und anderen Krankheitserregern ab. Sie werden für die Bekämpfung von Infektionen verwendet.

Einige Antibiotika sind aber auch für krebsartig veränderte körpereigene menschliche Zellen schädlich und kommen aus diesem Grund bei der Tumorbehandlung zum Einsatz. Für die Bekämpfung von Infektionen haben diese Antibiotika meist zu viele Nebenwirkungen. Zur Krebsbehandlung werden beispielsweise Dactinomycin, Daunorubicin, Doxorubicin, Idarubicin, Epirubicin, Bleomycin, Mitoxantron und Amsacrin eingesetzt.


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