Avastin 25 mg/ml Infusionslösungskonzentrat

Medikament || Quellen (Stand: 23. Februar 2012)

Hersteller: Roche Pharma AG
Wirkstoff: Bevacizumab
Darreichungsform: Infusionslösungs­konzentrat

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Avastin 25 mg/ml Infusionslösungskonzentrat enthält den Wirkstoff Bevacizumab.

Bevacizumab wird vor allem zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt.

Bei Dickdarm- und Enddarmkrebs, der schon Tochtergeschwülste (Metastasten) gebildet hat, kommt der Wirkstoff ausschließlich in Kombination mit einer Chemotherapie (Zytostatika des Fluoropyrimidin-Typs) zum Einsatz.

Zur Erstbehandlung von Brustkrebs-Patientinnen mit Tochtergeschwülsten wird Bevacizumab in Kombination mit dem Zytostatikum Paclitaxel verwendet. Auch zusammen mit Capecitabin kann Bevacizumab bei Brustkrebs mit Metastasen eingesetzt werden, wenn mit Taxanen oder Anthrazyklin-Zytostatika kein Therapieerfolg zu erzielen ist.

Zur Erstbehandlung von Bronchialkrebs dient Bevacizumab zusätzlich zu einer Chemotherapie mit Platin-haltigen Zytostatika (beispielsweise Cisplatin). Allerdings ist die Behandlung auf nicht operierbare und fortgeschrittene, Tochtergeschwülste bildende oder wieder aufgetretene Formen beschränkt. Der Krebs darf nicht kleinzellig sein, außer er geht von den Zellen des Plattenepithels aus, einer Zellschicht, die die Bronchien innen auskleidet.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem und/oder Tochtergeschwülste bildendem Nierenzellkrebs wird Bevacizumab auch in Kombination mit Interferon alfa-2a zur Erstbehandlung angewendet.

In Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel wird Bavcizumab auch zur Erstbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenen bösartigen Krebsformen an den Eierstöcken, den Eileitern oder dem Bauchfell (epitheliales Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom, primäres Peritonealkarzinom) angewendet.

Seit kurzem wird Bevacizumab experimentell auch bei störenden Gefäßneubildungen unter der Netzhaut des Auges, also bei der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) sowie bei Wasseransammlungen am Punkt des schärfsten Sehens in der Netzhaut (Makulaödem) an diversen größeren Krankenhäusern in den Glaskörper des Auges gespritzt. Dies führt zum Wachstumsstopp der zusätzlich gewachsenen Gefäße unter der Netzhaut und teilweise sogar zu deren Zurückbildung. Dass Bevacizumab auch gefäßabdichtend wirkt, führt zusätzlich zur Rückbildung eines Makulaödems. Für den augenärztlichen Einsatz ist der Wirkstoff zwar nicht zugelassen, wird dazu jedoch auf breiter Front im so genannten Off-Label-Use angewendet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Bevacizumab sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Immunstärkende und -schwächende Mittel, Zytostatika, Monoklonale Antikörper, zu welcher der Wirkstoff Bevacizumab gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Dickdarm- und Enddarmkrebs mit Tochtergeschwülsten, in Kombination mit Fluoropyrimidin-Zytostatika
  • Erstbehandlung von Brustkrebs mit Tochtergeschwülsten, in Kombination mit Paclitaxel oder mit Capecitabin (letzteres, wenn eine Behandlung beispielsweise mit Taxanen oder Anthracyclinen als nicht geeignet angesehen wird)
  • nicht operierbarer fortgeschrittener oder wiedergekehrter nicht-kleinzelliger Bronchialkrebs, zur Erstbehandlung zusammen mit einem Platin-haltigen Zytostatikum
  • fortgeschrittener oder schon Tochtergeschwülste bildender Nierenzellkrebs, Erstbehandlung in Kombination mit Interferon alfa-2a
  • Erstbehandlung von fortgeschrittenem Krebs der Eierstöcke oder des Eileiters sowie des Bauchfells - in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel

Dosierung

Die Anwendung des Medikaments erfolgt als Infusion in die Vene und stets unter Aufsicht eines in der Anwendung von Krebsmitteln erfahrenen Arztes.

Es gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
Darmkrebs mit Tochtergeschwülsten
Die empfohlene Dosis beträgt entweder fünf oder zehn Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einmal alle zwei Wochen oder 7,5 beziehungsweise 15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einmal alle drei Wochen. Auch wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die Dosis nicht vermindert werden. Besser ist es, der Arzt setzt die Behandlung entweder dauerhaft oder zeitweilig aus.

Brustkrebs mit Tochtergeschwülsten
Die empfohlene Dosis beträgt 10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einmal alle zwei oder 15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einmal alle drei Wochen.

Nicht kleinzelliger Bronchialkrebs
Das Medikament wird über sechs Behandlungsperioden zusätzlich zu einem Zytostatikum wie beispielsweise Cisplatin und in der Folge bis zum Fortschreiten der Erkrankung als Einzeltherapie angewendet. Die empfohlene Dosis beträgt 7,5 beziehungsweise 15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einmal alle drei Wochen.

Fortgeschrittener und/oder Tochtergeschwulst-bildender Nierenzellkrebs
Die empfohlene Dosis beträgt zehn Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einmal alle zwei Wochen.

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei der Behanldung von Patienten mit Störungen der Nieren- oder Leberfunktion ist ärztliche Vorsicht angebracht, da es keine Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments bei diesen Patienten gibt.

Es wird empfohlen, die Behandlung bis zum Fortschreiten der Grunderkrankung fortzuführen.

Zu Anfang der Behandlung sollte die erste Dosis über einen Zeitraum von 90 Minuten als Infusion in die Vene gegeben werden. Wenn die erste Infusion gut vertragen wird, kann die zweite Infusion über 60 Minuten erfolgen. Wenn auch die 60-Minuten-Infusion gut vertragen wird, können alle folgenden Infusionen über 30 Minuten erfolgen. Allerdings ist keine Gabe unter Druck oder schnell und in hoher Dosis (Bolus) erlaubt.

Infusionslösungen des Medikaments dürfen nicht mit Glukoselösungen gemischt oder zusammen verabreicht werden.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Avastin 25 mg/ml Infusionslösungskonzentrat. In folgender Angebotsform ist Avastin 25 mg/ml Infusionslösungskonzentrat erhältlich:
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Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Natriumphosphat
  • Polysorbat 20
  • Trehalose-Dihydrat
  • Wasser für Injektionszwecke



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