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Schlaganfall

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
apoplektischer Insult; Apoplex; Hirnschlag; Insult; Insult, apoplektischer

Mit dem Begriff Schlaganfall wird der plötzliche Ausfall eines umschriebenen Gebietes im Gehirn bezeichnet. Dieser Ausfall entsteht sehr häufig durch den Verschluss einer versorgenden Arterie oder durch eine Blutung im Gehirn. Die Nervenzellen in den entsprechenden Gebieten werden deshalb nicht mehr ausreichend versorgt und die Nervenzellen werden beschädigt oder sterben ab. Je nachdem wo das Gehirn geschädigt ist, fallen bestimmte neurologische Funktionen aus. Leicht beschädigte Zellen können sich teilweise wieder erneuern, die Beschwerden nach einem Schlaganfall können sich also nach einiger Zeit verändern.

Gefäßverschlüsse in den Arterien, die für die Durchblutung des Gehirns verantwortlich sind, entstehen ausgesprochen häufig im Rahmen einer arteriellen Durchblutungsstörung. Durch die langsame Verengung eines Gefäßes kann ein Schlaganfall in verschiedenen Stadien auftreten. Dazu gehören:
  • Gefäßverengung ohne Beschwerden:
    Wird im Rahmen einer Kontrolluntersuchung auch eine hirnversorgende Arterie, beispielsweise die Halsschlagader, untersucht, kann man Gefäßverengungen sehen. Es sind aber bisher keinerlei Beschwerden durch diese Gefäßverengung aufgetreten.
  • TIA (transitorische ischämische Attacke):
    Bei einer TIA kommt es zu kurzfristigen neurologischen Ausfällen, die sich innerhalb von Minuten bis höchstens 24 Stunden zurückbilden.
  • PRIND (prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit):
    Bei einem PRIND halten die auftretenden neurologischen Störungen länger als 24 Stunden an, bilden sich danach aber auch wieder zurück. Dieser Begriff wird aktuell kaum noch verwendet.
  • Akuter Schlaganfall:
    Die neurologischen Ausfälle bleiben bestehen. Die auftretenden Beschwerden sind je nach betroffener Stelle im Gehirn sehr unterschiedlich. Auftreten können:
    • einseitige Sehstörungen (Amaurosis fugax)
    • sensible Störungen auf einer Seite des Körpers,
    • motorische Störungen ein- oder beidseits (Lähmungserscheinungen),
    • Sprach- oder Bewusstseinsstörungen,
    • Schwindel und Verwirrtheit,
    • plötzliche Stürze mit kurzem Bewusstseinsverlust
    • depressive Verstimmungen.
  • Erholungsphase (Remission):
    Im Rahmen der Erholungsphase bildet sich ein Teil der neurologischen Ausfälle wieder zurück. Diese Phase entsteht durch die Erholung von nur teilweise geschädigten Gehirnzellen. Sie wird durch eine schnelle Therapie und konsequente Nachbehandlung unterstützt.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Arm, Bein oder im Gesicht sollte der Arzt gerufen werden. Lähmungen einer ganzen Körperhälfte, dann oft auch verbunden mit herabhängendem Mundwinkel oder herabhängendem Augenlid erfordern den Notarzt.

Sehstörungen wie Doppelbildersehen und kurzzeitige Erblindung auf einem Auge müssen vom Arzt abgeklärt werden.

Sprechstörungen wie undeutliche Aussprache, plötzliches Unvermögen zu sprechen oder eine verwaschene Sprache sind dringend von einem Arzt untersuchen zu lassen.

Schluckstörungen, plötzlich eintretende, starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel sowie Bewusstseinsstörungen erfordern eine ärztliche Untersuchung.

Je früher ein Schlaganfall behandelt wird, desto eher lassen sich Spätfolgen verringern. Die sofortige notärztliche Versorgung ist daher dringend erforderlich, wenn der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht.








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