Regelschmerzen

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Dysmenorrhö; Menstruationsschmerzen

Unter Regelschmerzen versteht man die Schmerzen, die mit der Monatsblutung einhergehen. Sie sind eine besondere Form von Zyklusstörungen und -beschwerden. Krampfartige Schmerzen im Unterleib, Kopfschmerzen oder auch nur ein Gefühl des Unwohlseins sind die häufigsten Symptome der monatlichen Regel. Vor allem junge sowie sehr schlanke Mädchen und Frauen leiden unter der so genannten "primären Dysmenorrhoe". Diese Schmerzen entstehen ausschließlich durch die Menstruation, ohne dass eine andere Erkrankung der Geschlechtsorgane vorhanden ist. Sie treten während der Pubertät beziehungsweise vor der ersten Schwangerschaft auf. Dabei sind die Blutungen von Anfang an schmerzhaft und mit krampfartigen Beschwerden verbunden.

Von der primären ist die "sekundäre Dysmenorrhoe" zu unterscheiden. Diese Schmerzen sind auf organisch-bedingte Erkrankungen zurückzuführen. Sie können die Folge mechanischer Verhütungsmittel im Bereich des Gebärmutterhalses sein (zum Beispiel einer Spirale) oder auch durch gynäkologische Erkrankungen wie Endometriose, Entzündungen oder Myome der Gebärmutter ausgelöst werden. Auch seelische Belastungen wie ein unerfüllter Kinderwunsch sowie private oder berufliche Enttäuschungen können Auslöser sein. Bei der sekundären Dysmenorrhoe muss zusätzlich die Grunderkrankung vom Arzt behandelt werden.

Neben den krampfartigen Schmerzen im Unterleib leiden einige Frauen während ihrer Monatsblutung auch unter Kopf-­ und Rückenschmerzen, Völlegefühl und Übelkeit bis hin zu Erbrechen oder Durchfall. Die Leistungsfähigkeit ist insgesamt eingeschränkt. Bei fast 10 Prozent aller Betroffenen sind die Beschwerden so stark, dass sie zeitweise arbeitsunfähig sind und im Bett bleiben müssen.

Zwar stellen die meisten Regelschmerzen keine Gefahr dar, doch bringen sie unter Umständen einen bedeutenden Verlust an Lebensqualität mit sich. Deshalb sollten Frauen, die durch Regelschmerzen in ihrer Lebensführung beeinträchtigt werden, mit ihrem Arzt darüber sprechen.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Spätestens wenn die Schmerzen so stark sind, dass sie die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen, ist ein Arztbesuch angeraten.




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