Rachitis

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Englische Krankheit; Glisson-Krankheit; Knochenerweichung

Rachitis ist eine Stoffwechselstörung vor allem bei Kindern, die unter anderem durch Vitaminmangel hervorgerufen wird. Rachitis führt zu einer Verkrümmung der Knochen, besonders im Rückgrat. Weitere Folgen sind eine schwache Muskulatur und schlechte Zahnbildung sowie eine verminderte Immunabwehr. Weitere Symptome sind Tetanien (Übererregbarkeit und Krampfbereitschaft der Muskulatur) und Krampfanfälle.

Rachitis war während der Industriellen Revolution die "Standardkrankheit" von Kindern, die in den englischen Bergwerken arbeiten mussten und kaum an das Tageslicht kamen. Man nannte sie deshalb auch "englische Krankheit". Durch die Einführung der Vitamin-D-Prophylaxe in den ersten Lebensjahren, ist die klassische Vitamin-D-Mangel-Rachitis in Deutschland heute eine Seltenheit geworden.

Man unterscheidet zwei Formen der Rachitis. Die häufigere Vitamin-D-Mangel-Rachitis ist klassischerweise auf ein Fehlen des Vitamin D zurückzuführen. Die seltenere Vitamin-D-resistente Rachitis bildet sich trotz eines ausreichenden Angebots an Vitamin D durch verschiedene Gendefekte aus.

Im Erwachsenenalter führt ein Vitamin-D-Mangel zur Knochenerweichung (Osteomalazie).

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Leiden Kinder unter Muskelschwäche, auffälligen O- oder X-Beinen und/oder zusätzlichen Gangstörungen, ist eine ärztliche Untersuchung angeraten. Auch Krämpfe sind in jedem Fall ärztlich abzuklären. Ebenso können Störungen in der Zahnentwicklung auf einen Vitamin D-Mangel hinweisen. Schlaffe Bauchdecken (so genannter Froschbauch) und anhaltende Verstopfung erfordern ebenfalls einen Arztbesuch.




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