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Parkinson-Krankheit

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Morbus Parkinson; Parkinson-Syndrom; Schüttellähmung

Die Parkinson-Krankheit ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der vor allem Bewegungsabläufe - willkürliche und unwillkürliche - gestört sind. Sie betrifft überwiegend ältere Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr; Frauen und Männer etwa gleich häufig. Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit dem Lebensalter zu.

Eine Parkinson-Erkrankung schreitet meist langsam voran. Ihr Verlauf ist individuell verschieden. Auch die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Selten treten die drei Leitsymptome Akinese, Rigor und Tremor schon zu Beginn der Krankheit auf.

Etwa 80% bis 90% der Parkinson-Patienten leiden bereits Jahre vor dem eigentlichen Krankheitsausbruch schon an typischen Schlafstörungen( mit den Armen rudern, schlagen, sprechen).

Die Anfangsbeschwerden können sehr unspezifisch sein. Dazu gehören beispielsweise Muskelverspannungen der Schulter-Arm-Region, eine allgemeine Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, vermehrte Schweißbildung, Verstopfung sowie eine innere Unruhe. Allmählich fällt es den Patienten schwerer, feinmotorische Handgriffe wie das Schreiben, Kämmen, Zähneputzen oder Zuknöpfen einer Hose zu bewältigen. Die gleichzeitige Koordination mehrerer Bewegungen ist beeinträchtigt. Die Handschrift wird frühzeitig kleiner und schlecht lesbar. Das Gangverhalten ändert sich: Es fällt der kleinschrittige, vornüber gebeugte Gang auf, die Arme schwingen beim Gehen weniger mit. Zeitweilig zittern die Hände (in Ruhe), zunehmend erstarrt die Gesichtsmimik, die Stimme kann etwas leiser werden.

Im fortgeschrittenen Stadium findet sich neben der typischen Bewegungsverlangsamung meist ein ausgeprägter Rigor. Subjektiv wird dies als Gefühl von "Steifigkeit" bemerkt. Schnelle Bewegungen sind nicht mehr möglich. Parkinson-Patienten fällt es schwer, schnell loszugehen oder abzubremsen. Insbesondere in engen Räumen sind sie in ihrer Bewegung plötzlich gehemmt. Der Patient scheint mit den Füßen am Boden zu kleben. Seine Körperhaltung wird instabil, so dass er beim Anstoßen zu fallen droht. Der Speichelfluss nimmt zu. Bei entspannt liegendem oder hängendem Arm und bei Konzentration kommt das Zittern der Hände, der so genannte Ruhetremor, zum Vorschein. Später entwickelt er sich zum permanenten Symptom.

Weitere Beschwerden im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf können sein: Blasenschwäche, Erektionsstörungen, Seh-, Geruchs- und Schluckstörungen. Psychische Begleitsymptome sind häufig. Zwischen 30% und 70% aller Parkinson-Kranken leiden unter Depressionen. Bis zu 40% entwickeln Angststörungen, teils mit Panikattacken. Gedächtnisstörungen bemerkt etwa jeder Fünfte. Sie können Vorbote einer Demenz sein.

Im Spätstadium kann es sehr selten zu einer "akinetischen Krise" kommen, ein lebensgefährlicher Notfall, der eine sofortige Klinikeinweisung erfordert. Der Patient wird plötzlich oder innerhalb weniger Tage vollkommen bewegungsunfähig, kann zuletzt weder sprechen noch schlucken. Ausgelöst wird dieser kritische Zustand durch ein abruptes Absetzen oder Reduzieren der Parkinson-Medikamente. Auch plötzliche, schwere Erkrankungen (fieberhafte Infekte), operative Eingriffe und Flüssigkeitsmangel können die Ursache sein.

Ein anderes in diesem Zusammenhang relevantes Anwendungsgebiet:

Wann zum Arzt?

Bei den bereits genannten Symptomen wie beispielsweise Zittern, plötzliche Bewegungsschwierigkeiten, Starre der Gliedmaßen sollte der Arzt aufgesucht werden. Diese Beschwerden müssen unbedingt abgeklärt werden.

Doch auch bei anhaltenden Schlafstörungen und Schwermut ist der Hausarzt Ansprechpartner. Sie können Zeichen einer Depression sein oder auch Symptome einer beginnenden Parkinson-Krankheit. Blasenentleerungsstörungen, Verstopfung, Muskelverspannungen, vermehrte Schweißneigung und Speichelfluss können richtungweisend für die Diagnose sein und sollten dem Arzt mitgeteilt werden.







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