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Allergie

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 10. November 2013)

Menschen, die unter einer Allergie leiden, reagieren überempfindlich auf Substanzen, die normalerweise harmlos sind.

Das heißt, ihr Immunsystem versucht, die vermeintlichen Krankheitserreger abzuwehren. Stoffe, die diese Wirkung verursachen, werden als Allergene bezeichnet. Sie befinden sich in Nahrungsmitteln, beispielsweise in Nüssen oder Zitrusfrüchten, aber auch in Blütenpollen. Für den Menschen im Normalfall nicht schädliche Insektengifte, wie das der Wespe oder Biene, können für einen Allergiker eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Dazu kommen noch viele chemische Verbindungen, die als Allergene wirken. Die Allergie gegen Sonnenlicht, die sogenannte Licht- oder Photoallergie, ist ein besonderer Fall der Erkrankung.

Allergene gelangen über die Haut, die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt in den Körper. Reagiert das Immunsystem darauf überempfindlich, so bildet es beim Erstkontakt Antikörper, um die Allergene zu bekämpfen. Bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen kommt es dann zu den typischen allergischen Reaktionen. Diese können sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen:
  • Reagiert der Körper beim Kontakt mit Pollen, Sporen von Schimmelpilzen oder Gasen (zum Beispiel Autoabgasen) überempfindlich, treten vielfältige Krankheitszeichen auf, die an Erkältungen erinnern. Die Augen tränen, die Nase läuft und die Nasenschleimhäute schwellen an. Es kann sogar zu Asthma-Anfällen kommen. Der Heuschnupfen ist eine typische allergische Erkrankung dieser Gruppe.
  • Bei Nahrungs- und Arzneimittelallergien kommt es häufig zu Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötung, Ausschlag oder großen juckenden Quaddeln (Nesselsucht). Besonders schwere Hautreaktionen sind das Lyell-Syndrom sowie das Stevens-Johnson-Syndrom.
  • Reagiert der Körper überempfindlich auf Nahrungsmittel, treten möglicherweise Übelkeit und Erbrechen und/oder Durchfall auf.
  • Der allergische oder anaphylaktische Schock ist ein medizinischer Notfall und erfordert den schnellstmöglichen Einsatz eines Notarztes. Nach Kontakt des Organismus mit der Substanz, welche die Allergie auslöst, schwillt der Nasen-Rachen-Raum an. Der Patient leidet unter akuter Atemnot und es besteht Erstickungsgefahr. Weiterhin kommt es zum Zusammenbruch des Kreislauf-Systems. Wird in solch einer Situation rechtzeitig medizinisch gehandelt und besonnen reagiert, erholt sich der Patient verhältnismäßig schnell von einem derartigen Zwischenfall.
Manche Allergiker reagieren nicht nur auf eine Substanz überempfindlich. Bei ihnen lösen chemisch oder biologisch verwandte Allergene eine sogenannte Kreuzallergie aus. Dies ist der Fall, wenn die vom Immunsystem gegen ein bestimmtes Allergen gebildeten Antikörper auch Stoffe angreifen, die dem Allergen ähnlich sind.

Eine bekannte Kreuzallergie ist die gleichzeitige Überempfindlichkeit gegen Kuhmilch und Rindfleisch. Bei einer Hühnereiweißallergie kann auch der Verzehr einer Ente Allergiesymptome hervorrufen.
Häufig ist eine Kreuzallergie auch bei Frühblühern: Wer auf Birke, Erle und Hasel reagiert, verträgt hauptsächlich Nüsse und einige rohe Obstsorten aus der Familie der Rosengewächse, wie Apfel, Birne, Pfirsich, Pflaume, Kirsche und Mandel nicht. Bei diesen Menschen kann bereits der Genuss eines Apfels oder weniger Kirschen zu dramatischen allergischen Reaktionen führen.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Die allergische Reaktion in Form des anaphylaktischen Schocks ist ein medizinischer Notfall: Er erfordert das sofortige Eingreifen durch einen Notarzt.

Menschen mit Heuschnupfen der leichteren Form können mittels geeigneter Selbstmedikation und - wenn möglich - Meiden des Allergieauslösers die allergischen Symptome lindern. Ein Arztbesuch ist trotzdem erforderlich, denn Patienten mit Heuschnupfen haben ein erhöhtes Risiko, zusätzlich an Asthma zu erkranken. Dies passiert, wenn die Überempfindlichkeit von der Nasen- auf die Bronchialschleimhaut übergeht. In diesem Fall reagieren auch die Bronchien auf allergieauslösende Substanzen. Dieser Vorgang wird als "Etagenwechsel" bezeichnet.

Da Nahrungsmittelallergien mit Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall einhergehen und diese Anzeichen ebenso zu vielen anderen Erkrankungen passen, empfiehlt sich hier ein Arztbesuch.

Allergische Reaktionen nach Arzneimitteleinnahme sind in jedem Fall dem Arzt zu melden, denn dann ist eine Umstellung der Behandlung auf andere Medikamente erforderlich.

Berufsbedingte Allergien müssen auf jeden Fall ärztlich untersucht werden. Besonders häufig betroffen sind beispielsweise Bäcker oder Frisöre. Eine solche Allergie kann so heftig sein, dass sie zu einem Berufswechsel zwingt.

Leiden Sie an allergischen Symptomen und wissen nicht, auf welche Stoffe Sie reagieren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann mittels eines Allergietests feststellen, auf welche Allergene Sie reagieren und dann geeignete Maßnahmen einleiten.


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