Amalgam (Amalgamfüllung): Historie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Februar 2014)

Bereits 659 v. Chr. wurde in China eine Paste beschrieben, die aus Quecksilber, Silber und Zinn bestand. Im 16. Jahrhundert finden sich erste Hinweise, dass auch europäische Ärzte die Amalgamfüllung anwendeten. In den USA wurde Amalgam 1833 eingeführt und löste sogleich den ersten bekannten "Amalgam-Krieg" aus. 1845 wurde das Material aufgrund des Quecksilbergehalts allerdings verboten. Die Fürsprecher bewirkten rund 14 Jahre später jedoch eine Wiederzulassung von Amalgam auf dem Markt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird Amalgam systematisch erforscht. Auch heute noch gibt es Verfechter und Gegner dieser Füllungsmethode.

Forschungsergebnisse haben bis heute keine stichhaltigen, anerkannten Ergebnisse erzielt, die das weiterentwickelte Amalgam vom Markt verbannen konnten. Richtlinien bezüglich der Zusammensetzung, Verarbeitung, Lagerung etc. von Amalgam wurden durch internationale Organisationen wie die American Dental Association (ADA) 1931 und FDI World Dental Federation 1957 festgeschrieben und überarbeitet. Zurzeit ist Amalgam weltweit von der wissenschaftlichen Seite her klinisch, technisch und ökonomisch anerkannt.


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