Amalgam (Amalgamfüllung): Amalgam entfernen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Februar 2014)

Wenn bereits gelegte, technisch einwandfreie Amalgamfüllungen weder beschädigt sind noch der gefüllte Zahn verfärbt ist, gibt es aus schulmedizinischer Sicht keinen Grund, das Amalgam zu entfernen. Möchte ein Patient dennoch das Amalgam entfernen lassen, so muss der Zahnarzt dieses akkurat beseitigen und das Quecksilber ausleiten. Heute stehen genügend Materialien als Ersatz zu Amalgam zur Verfügung. Da aber ein Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Amalgam bislang nicht erwiesen ist, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen den Austausch nicht, es sei denn, dieser ist medizinisch notwendig.

Da Amalgam Quecksilber enthält, können beim Entfernen der Füllung erhöhte Quecksilberbelastungen auftreten. Um dies so gut wie möglich zu vermeiden, arbeitet der Zahnarzt beim Herausbohren mit viel Wasser, einer Absaugtechnik und manchmal einem Schutzgummi (Kofferdam). Wegen der kurzfristig erhöhten Quecksilberkonzentration ist es nicht ratsam, Amalgam während der Schwangerschaft und Stillzeit entfernen zu lassen.

Informieren Sie sich bei Ihrem Zahnarzt genau darüber, welche Eigenschaften das Füllungsmaterial hat, das als Amalgamersatz infrage kommt. Mit den neuen Materialien besteht zum Teil noch nicht so viel Erfahrung wie mit dem traditionellen Werkstoff Amalgam hinsichtlich Haltbarkeit, allergieauslösenden Eigenschaften und Verträglichkeit.


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