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Zahnprophylaxe

Letzte Änderung:
Verfasst von Dr. rer. nat. Geraldine Nagel • Medizinredakteurin

Unter dem Begriff "Zahnprophylaxe" versteht man Maßnahmen, mit denen man die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleischs erhalten beziehungsweise Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorbeugen kann. Mit der richtigen Pflege bleiben Zähne bis ins hohe Alter gesund und schön.

Überblick

Ist ein Zahn einmal geschädigt, kann man ihn zwar reparieren oder durch künstliche Materialien ersetzen, aber er wird nie mehr richtig gesund. Und Zahnersatz kann niemals ein gleichwertiger Ersatz für den eigenen natürlichen Zahn sein. Werden Sie daher in puncto Zahnprophylaxe selbst aktiv und beugen Sie so der Entstehung von Zahnschäden vor – anstatt erst dann einzugreifen, wenn bereits Schäden entstanden sind.

Die beiden wichtigsten Arten der Zahnschädigung, denen es vorzubeugen gilt, sind Parodontitis und Karies. Beide werden durch Bakterien verursacht, die sich natürlicherweise in der Mundhöhle des Menschen befinden. Einige dieser Bakterien produzieren Säure aus kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln (also süßen Speisen, aber auch Snacks wie Kartoffelchips) , die als Speisereste an den Zähnen haften bleiben. Diese Säure wiederum löst Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus. Je häufiger solche Säureattacken stattfinden und je länger sie dauern, desto schneller entsteht als Folge das gefürchtete "Loch im Zahn", die Karies.

Eine Entzündung des Zahnfleischs (Gingivitis) oder des Zahnbettes und Zahnhalteapparates (Parodontitis) entsteht durch Bakterienbeläge (Plaque) auf den Zähnen sowie deren Verkalkungsprodukt, dem Zahnstein. Plaque und Zahnstein können beim umliegenden Zahnfleisch zu einer Entzündung führen. Breitet sich diese aus, kann es zu Beschwerden wie Zahnfleischbluten kommen, aber auch zum Rückgang des Zahnfleischs. Das kann auf Dauer den Sitz der Zähne lockern und im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen.

Mit der richtigen Zahnprophylaxe können Sie frühzeitig auf Faktoren einwirken, die eine Entstehung von Karies, Zahnfleischentzündung und Parodontitis begünstigen.

Vier Dinge sind für die Zahnprophylaxe wichtig:

  1. eine regelmäßige Zahnpflege und Mundhygiene
  2. eine Fluoridierung der Zähne
  3. eine zahngesunde Ernährung
  4. regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt

Tipps für die Zahnprophylaxe

Folgende Tipps unterstützen die Zahnprophylaxe:

Weitere Informationen

Linktipps:

  • www.zahnmaennchen.de Die Aktion zahnfreundlich e.V. will über die Zusammenhänge zwischen Zahngesundheit und Ernährung aufklären.

Quellen:

Vorsorge. Online-Informationen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung: www.kzbv.de (Abrufdatum: 11.3.2014)

Prophylaxe / Zahnerhaltung: Online-Informationen der Bundeszahnärztekammer: www.bzaek.de (Abrufdatum: 11.3.2014)

Häusliche Prophylaxe. Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde: www.dgzmk.de (Abrufdatum: 11.3.2014)

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde: Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 083/001 (Stand: 23.1.2013)

Reitemeier, B. et al.: Einführung in die Zahnmedizin. Thieme, Stuttgart 2006

Letzte inhaltliche Prüfung: 12.03.2014
Letzte Änderung: 16.07.2019