Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode): Voraussetzungen und Sicherheit

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (16. Mai 2012)

Voraussetzungen für die Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode) als Verhütungsmethode sind:

  • Die Menstruationszyklen treten sehr regelmäßig auf.
  • Die Frau führt ihren Menstruationskalender sehr sorgfältig.
  • Die Frau und auch der Partner sind sehr diszipliniert und verhüten in den fruchtbaren Tagen mit anderen Methoden (z.B. mit Kondomen).

Die Knaus-Ogino-Methode gilt als sehr unsicher, denn es gibt vielfältige Gründe für Zyklusschwankungen – und diese erschweren eine Vorhersage der fruchtbaren Tage. Mögliche Ursachen für Zyklusschwankungen sind zum Beispiel:

  • Stress (körperlich oder psychisch)
  • Ortsveränderungen
  • umweltbedingte Faktoren
  • fieberhafte Erkrankungen
  • Operationen
  • Diäten
  • Medikamente
  • Zeitverschiebungen bei Langstreckenflügen
  • unregelmäßiger Tagesrhythmus (z.B. Schichtarbeit)
  • Pille erst vor Kurzem abgesetzt
  • zeitnah zurückliegende Geburt

Die Kalendermethode empfiehlt sich daher weniger zur Empfängnisverhütung – sie lässt sich aber zur Errechnung des optimalen Empfängniszeitraums im Falle eines Kinderwunschs nutzen (natürliche Familienplanung).

Der Pearl-Index der Knaus-Ogino-Methode beträgt (je nach Literaturquelle) 9 bis 30 und ist damit als sehr unsicher einzustufen.

Wer mit der Knaus-Ogino-Methode verhüten möchte, sollte diese mit anderen natürlichen Verhütungsmethoden kombinieren, wie zum Beispiel mit der Temperaturmess-Methode und der Billings-Methode. Das kann den Pearl-Index deutlich verbessern.

Nach einer Geburt lässt sich die Knaus-Ogino-Methode nicht sofort wieder anwenden, da man erst nach Ablauf einiger Zyklen die sicheren (unfruchtbaren) Tage neu berechnen kann.


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