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Pollenallergie: Zum Arzt oder in die Apotheke?

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Allergien sind auf dem Vormarsch und rauben uns ein Stück weit die Lebensqualität. Jeder Fünfte hat bei uns Heuschnupfen, europaweit leiden sogar 30 Prozent an einer allergischen Erkrankung. Vielen Betroffenen kann durch neue medizinische Erkenntnisse und Therapien geholfen werden.

Für Pollenallergiker ist die schönste Zeit des Jahres die reinste Plage: Im Frühling leiden sie unter juckenden Augen und triefenden Nasen, nachts rauben Hustenreiz und Atemnot den Schlaf. Ob es sich bei einer Pollenallergie um Blütenstaub von Bäumen und Sträuchern, Gräsern, Getreide oder Kräutern handelt – die winzigen Teilchen sausen kilometerweit durch die Luft, nehmen die Schleimhäute in Beschlag und verursachen ähnliche Symptome wie eine Erkältung. Viele fühlen sich regelrecht krank, antriebslos und sind unkonzentriert.

Erkältung oder Allergie?

Weil sich die Symptome einer Allergie und einer Erkältung zum Verwechseln ähneln, birgt die Einnahme von Medikamenten in Eigenregie einige Risiken: „Schätzungen zufolge behandelt sich jeder dritte Patient auf eine Erkältung hin, obwohl er in Wirklichkeit eine Allergie hat“, so Prof. Dr. Ludger Klimek, Leiter des Allergiezentrums Wiesbaden.

Aber auch die Selbstmedikation mit Allergie-Medikamenten führt häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen, fanden Klimek und seine Kollegen in einer Studie heraus. Bei Betroffenen, die sich ohne ärztliche Beratung in der Apotheke mit Medikamenten versorgten, traten sechsmal häufiger Nebenwirkungen auf, als bei denen, die einen Arzt aufsuchten.

Diagnose Pollenallergie: Behandlung durch den Facharzt

Wer dauerhaft seine Beschwerden lindern möchte, geht statt in die Apotheke deshalb besser erst einmal zum Allergologen. Das sind speziell weitergebildete Ärzte wie Hals-Nasen-Ohrenärzte, Dermatologen oder Lungenfachärzte.

Der Arzt verschreibt Ihnen möglicherweise lokal wirkende Präparate, wie Augentropfen oder Nasenspray. Es gibt aber auch innerlich wirkende Tabletten und Tropfen (Antihistaminika oder Glukokortikoide), die sich im gesamten Organismus verteilen. Da diese Therapie vor allem die Symptome lindert, aber nicht die Ursachen behandelt, wird Ihnen der Arzt möglicherweise eine Spezifische Immuntherapie empfehlen.

Er macht zunächst einen "Pricktest", um herauszufinden, welche Pollen Ihnen besonders heftig zusetzen: Dabei werden Pollenextrakte auf bzw. unter die Haut gebracht, um die Reaktion zu testen. Ergänzend lässt der Arzt Ihr Blut auf spezifische IgE-Antikörper untersuchen. Eine Weiterentwicklung dieser Labormethode ist die wesentlich zielgenauere Mollekulare Allergiediagnostik: Sie ist in der Lage IgE-Antikörper gegen spezielle Allergenkomponenten zu bestimmen. Ein weiteres relativ aufweniges Verfahren ist der sogenannte Provokationstest, bei denen Allergene direkt inhaliert werden, um eine Reaktion zu testen.

Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Nachdem die wichtigsten Allergene erkannt sind, startet die Therapie, die auch als Hyposensibilisierung bekannt ist. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Subcutane Immuntherapie (SCIT): Ähnlich wie bei einer Impfung, wird Ihnen per Injektion das abgeschwächte Allergen in aufsteigender Dosis unter die Haut gespritzt, bis Ihre individuelle Höchstdosis erreicht ist. Danach erhalten Sie in regelmäßigen Zeitabständen weiterhin Injektionen mit dieser Dosis.
  2. Sublinguale Immuntherapie (SLIT): Sie nehmen die abgeschwächten Allergene täglich zu Hause ein – als Tropfen, Tabletten oder als Spray. Wie bei der SCIT, gewöhnt sich das Immunsystem über die täglich steigende Dosis an das Allergenpräparat.

Gesunder Darm für eine starke Immunabwehr

Dass Allergien eine übersensible Reaktion des Immunsystems sind, ist Wissenschaftlern schon lange bekannt. Auf für viele Menschen harmlose Stoffe, wie zum Beispiel Gräserpollen, reagiert das körpereigene Abwehrsystem überempfindlich. Die Folge sind eine triefende Nase, juckende Augen oder Atemnot – die typischen Symptome einer Pollenallergie.

Im Rahmen dieser Erkenntnis rückt der Darm immer stärker in den Mittelpunkt der Forschung: Er gehört zu einem wichtigen Teil unserer Abwehrkräfte. Etwa 70 Prozent der Immunzellen "wohnen" hier und machen ihren Job: Sie schützen den Körper vor gefährlichen Bakterien. Der Darm ist somit die Hochburg unseres Immunsystems. In der Darmflora arbeiten mehrere tausend unterschiedliche Bakterienarten zusammen.

Ihre Aufgabe ist es

Gerät der innere Schutzwall des Darms – die Darmflora – aus dem Gleichgewicht, arbeitet unser Immunsystem weniger zuverlässig. Störend können sich beispielsweise Medikamente wie Antibiotika, Kortison und Schmerzmittel auswirken, aber auch Infektionen, Umweltgifte oder Stress.

© iStock
In der Darmflora arbeiten mehrere tausend unterschiedliche Bakterienarten zusammen.

Fitmacher für Ihre Darmflora

Probiotika und Prebiotika : Starke Partner für das Immunsystem

Mit einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung sind Ihre Darmbakterien in der Regel gut versorgt. Unterstützen können Sie die Darmflora möglicherweise mit sogenannten Probiotika und Prebiotika:

Neue Studien zeigen, dass Probiotika einen positiven Effekt auf sogenannte atopische Erkrankungen haben, zu denen auch die Pollenallergie zählt.

Synbiotika: Das Beste aus zwei Welten

Um den Erfolg eines Probiotikums sicherzustellen, kommt es auf die Mischung an Keimen und Bakterienstämmen an. Präparate, die Probiotika und Prebiotika kombinieren, heißen Synbiotika. Zu den synbiotischen Nahrungsergänzungsmitteln zählt auch Pollagen®, ein Produkt der Firma Bencard Allergie (GmbH). Forscher haben das Präparat eigens für Pollenallergiker entwickelt.

Die regelmäßige Einnahme von Synbiotika trägt möglicherweise zu einer gesunden Darmflora bei. Eine ausgewogene Keimbesiedlung des Darms ist die Basis eines starken Immunsystems und kann die Abwehr von Allergenen und den Schutz vor Allergien unterstützen. Wissenschaftler weltweit sind gerade dabei dieses Thema zu erforschen. Wir können in Zukunft sicherlich noch viele spannende Ergebnisse erwarten.

Quellen:

Heuschnupfen richtig selbst behandeln. Online-Publikation des Zentrums für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden: www.allergiezentrum.org (Abrufdatum: 11.3.2019)

Online-Informationen des Deutschen Allergie und Asthmabunds e.V.: www.daab.de (Abrufdatum: 11.3.2019)

Online-Informationen des Allergieinformationsdienstes: https://www.allergieinformationsdienst.de (Abrufdatum: 11.3.2019)

Online-Informationen der ÄrzteZeitung: www.aerztezeitung.de (Abrufdatum: 11.3.2019)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom e.V.: www.dgmim.de (Abrufdatum: 11.3.2019)

Kramer, M. F.: Probiotics in the Treatment of Chronic Rhinoconjunctivitis and Chronic Rhinosinusitis. Journal of Allergy (Februar 2014)

Langen, U., et al.: Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland. Bundesgesundheitsblatt, Online-Publikation (Mai 2013)