Panik: Von Angst übermannt

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (05. Oktober 2015)

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Bei einer Panik wollen die meisten Menschen nur eins: die Flucht ergreifen. Manchmal werden andere Personen regelrecht von einer Panik angesteckt – eine Massenpanik kann die Folge sein. Darüber hinaus kann Panik auch zur Krankheit werden, etwa im Rahmen einer Panikstörung.

Panik ist eine extreme Stressreaktion auf eine vermeintliche oder reale Bedrohung. Biologisch gesehen geht es jetzt nur noch um das nackte Überleben: Bei einer Panik steht der eigene Selbsterhaltungstrieb im Mittelpunkt, höhere menschliche Verhaltensweisen geraten hingegen in den Hintergrund. Panik tritt plötzlich auf und ist mit einem sehr starken Angstgefühl verbunden.

Angst ist zunächst einmal eine völlig normale und biologisch sinnvolle Reaktion auf eine bedrohlich erscheinende Situation. Bei Gefahr sorgt Angst beispielsweise dafür, dass wir die Flucht ergreifen, etwa bei der Begegnung mit einem wilden Tier. Atmung und Puls werden schneller und der Körper wird aufs Weglaufen vorbereitet. In diesem Fall schützt uns die Angst vor einer riskanten Situation.

Steigert sich Angst jedoch zu Panik, verliert die Person die Kontrolle und kann nicht mehr rational denken und handeln. Wer akute Panik verspürt, hat häufig Todesangst. Er befürchtet, die Kontrolle zu verlieren, etwa über das eigene Leben oder den Verstand.

Die Folge einer Panik können "kopflose", unkontrollierte Verhaltensweisen sein: Die betroffene Person schreit etwa, jammert oder schlägt um sich. Andere Menschen wiederum verfallen in eine Art Starre und Bewegungslosigkeit. Sie sind unfähig, zu handeln.

Typische Symptome einer Panik sind zum Beispiel:

  • starker Bewegungsdrang, manchmal aber auch Apathie und das Gefühl, wie gelähmt zu sein
  • Unruhe
  • Herzklopfen, Herzrasen

Panik kann sowohl nur bei einer Person als auch in Gruppen vorkommen – bei Letzterem spricht man von einer Massenpanik.

Eine Person, die wegläuft. © Jupiterimages/Hemera

Menschen mit Panik haben meist instinktiv den Drang zu flüchten.