Nacken- und Kiefermuskeln sind Stressmuskeln

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Januar 2010)

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Das Problem kennen viele: Am Ende des Arbeitstages zeigt der Körper einem, dass es langsam reicht – und macht sich mit Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich bemerkbar. Möglicherweise kommen noch Kopfschmerzen dazu.

Schulter- und Nackenmuskeln sind eine Art "Alarmsignal", was Stress angeht. Anspannung macht sich hier rasch durch Verspannungen bemerkbar. Und oft reagieren auch die Kiefermuskeln mit Verspannungen. Nicht umsonst sagt man umgangssprachlich in Bezug auf Probleme oder stressige Zeiten beispielsweise gerne etwas wie "die Zähne zusammenbeißen" oder "der Chef sitzt mir im Nacken".

Was dabei genau für den einzelnen Stress bedeutet, kann ganz unterschiedlich sein. Oft entsteht der Stress am Arbeitsplatz, sei es nun durch zu viele Aufgaben, anstehende Termine, zu hohe Erfolgsansprüche oder auch die Angst vor Arbeitslosigkeit. Stress kann jedoch auch im Privatleben entstehen, etwa durch Konflikte mit dem Partner oder der Familie. Häufig entsteht Stress auch durch den Anspruch, allen Anforderungen sowohl im Privat- als auch im Berufsleben gerecht werden zu müssen. Manche empfinden das Eingeständnis, dass einem die Dinge auch einfach mal zu viel werden können, als Zeichen von Schwäche – auch wenn es doch eigentlich das Gegenteil ist.

Eine Frau fasst sich mit einer Hand in den Nacken. © Jupiterimages/iStockphoto

Alarmsignal: Schulter- und Nackenmuskeln reagieren schnell auf Stress.

Stress kann sich in der Folge körperlich auswirken und sich zum Beispiel durch Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich, aber auch im Kiefer bemerkbar machen. Mögliche Beschwerden sind dann unter Umständen:

Als Folge von Stress knirschen zudem viele mit den Zähnen oder pressen die Zähne aufeinander. Die Betroffenen selber merken das oft lange nicht oder sogar gar nicht. Manchen fällt vielleicht auf, dass sich das Gesicht morgens verspannt anfühlt, bringen das aber nicht sofort mit Zähneknirschen in Verbindung. Häufig ist es der Lebenspartner, der das Zähneknirschen als Erstes bemerkt – oder der Zahnarzt.

Das nächtliche Zähneknirschen ist ein Versuch des Körpers, den tagsüber unverarbeiteten Stress zu bewältigen, ihn förmlich wegzuknirschen. Passiert das nur kurzfristig, ist das nicht weiter bedenklich. Auf Dauer kann Zähneknirschen jedoch die Zahnsubstanz angreifen und auch das Kiefergelenk in seiner Funktion schmerzhaft beeinträchtigen.

Stressbelastung im Kiefer
Normalerweise haben die Zähne über den Tag insgesamt nur circa 30 Minuten Kontakt. Bei Betroffenen, die mit den Zähnen knirschen, beträgt die Kontaktdauer etwa zwei Stunden – und das kombiniert mit einer erheblich größeren Kraft. Das lässt erahnen, wie stark die Spannung in der Kiefermuskulatur sein muss.

Haben Sie im Allgemeinen Angst davor, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich vor anderen peinlich beziehungsweise beschämend zu verhalten?