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Cholesterin

Veröffentlicht von Stefan Schweiger

Ist der Cholesterinspiegel dauerhaft erhöht, kann es zu Ablagerungen in den Arterien kommen. Was ist der Unterschied zwischen HDL und LDL? Lesen Sie, wie sich die Grenzwerte je nach Herz-Kreislauf-Risiko unterscheiden und wie Sie den Cholesterinspiegel ohne Medikamente senken können.

Was ist Cholesterin?

Mehr als vier Millionen Menschen sterben in Europa jedes Jahr an Herz-Kreislauf-Erkrankungen: unter anderem an ArterienverkalkungHerzinfarkt oder Schlaganfall. Entscheidende Risikofaktoren hierfür sind zu hoche Blutdruck- und Blutfettwerte – wenn der Cholesterinspiegel also erhöht ist. Würden die Menschen Verhaltensweisen abstellen, die die Gesundheit gefährden, also zum Beispiel schlechte Ernährung oder zu wenig Bewegung, ließen sich 80 Prozent der Herz-Kreislauferkrankungen vermeiden, schätzt die Europäische Gesellschaft für Kardiologie.

Die Cholesterinwerte geben Auskunft über die Menge an Cholesterin im Blut. Entgegen seines schlechten Rufes ist Cholesterin eine lebenswichtige Substanz für den Körper. Hat ein Mensch jedoch zu hohe Cholesterinwerte, kann dies gesundheitliche Folgen haben. 

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein Alkohol aus der Gruppe der Fette (Lipide), der als Baustein für die Zellmembranen benötigt wird. Außerdem stellt der Körper daraus Gallensäuren, Vitamin D und Steroidhormone (wie die Sexualhormone Östrogen und Testosteron) her.

Fette und fettähnliche Substanzen sind wasserunlöslich (hydrophob). Deshalb müssen sie sich mit wasserlöslichen Eiweißen zu sogenannten Lipoproteinen verbinden, um im wässrigen Blut transportiert werden zu können. Je nach Fett- beziehungsweise Eiweißanteil unterscheidet man verschiedene Lipoproteine, die auch unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Dazu gehören unter anderem:

HDL-Cholesterin gilt als "gutes" Cholesterin. LDL-Cholesterin gilt als "schlechtes" oder "böses" Cholesterin.

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann seine Ursache in einer erblich bedingten Störung des Fettstoffwechsels haben (familiäre Hypercholesterinämie). Wesentlich häufiger ist aber die nicht-familiäre Hypercholesterinämie, bei der mehrere genetische Faktoren zusammen kommen, die die Werte nach oben treiben.

Normwerte

Den einen entscheidenden Wert gibt es nicht. Auch der Gesamtcholesterinwert ist nur einer von mehreren Werten, die in die Beurteilung mit einfließen.

Wünschenswerte Cholesterinwerte für Menschen ohne Herz-Kreislauf-Risiken

niedriges bis mittleres Risiko
Gesamtcholesterin < 200 mg/dl
LDL < 115 mg/dl
HDL Frauen: > 48 mg/dl
Männer: > 40 mg/dl
Triglyceride < 150 mg/dl

Der Wert des Gesamtcholesterins berechnet sich nach dieser Formel:

LDL-Cholesterin = Gesamtcholesterin  HDL-Cholesterin  (Triglyzeridwert : 5)

Besonders gefährlich ist es, wenn das "schlechte" LDL-Cholesterin erhöht ist und gleichzeitig die Werte des "guten" HDL-Cholesterins zu niedrig sind. Das überschüssige Cholesterin kann unter anderem in die Muskelschicht der Gefäßwände eingebaut werden und Arterienverkalkung verursachen. Diese Arteriosklerose begünstigt Durchblutungsstörungen in verschiedenen Geweben und Organen und kann so letztlich zu Schlaganfall, Herzinfarkt & Co. führen.

Für Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, an einem Herz-Kreislauf-Leiden zu erkranken, ist von zentraler Bedeutung, den LDL-Wert zu senken.

Cholesterin: LDL-Zielwerte für Menschen mit Herz-Kreislauf-Risiken

hohes Risiko sehr hohes Risiko
LDL < 100 mg/dl < 70 mg/dl
Ziel: Senkung um ...% mind. 50%
(bei Ausgangswert zwischen 100 und 200 mg/dl)
mind. 50%
(bei Ausgangswert zwischen 70 und 135 mg/dl)

Um die Blutfette noch besser beurteilen zu können, bestimmt man das Verhältnis von LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin (sog. LDL/HDL-Quotient). Ein Beispiel: Bei einem LDL-Wert von 140 und einem HDL-Wert von 40 beträgt der Quotient 140/40 = 3,5. Optimal für Personen mit mittlerem Risiko ist ein Wert, der kleiner ist als 3. Dieser Wert ergibt sich beispielsweise, wenn das LDL-Cholesterin bei 120 liegt und das HDL bei 60: 120/60 = 2.

Diese Faktoren erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

Die Kriterien, die gemeinsam mit den Blutfettwerten in der Summe Ihr individuelles Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ergeben, sollten Sie bei Verdacht mit Ihrem Arzt besprechen. Den Cholesterinwert zu bestimmt, ist Bestandteil des sogenannten Gesundheits-Check-ups. Diese Vorsorgeuntersuchung kann man in Deutschland ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Personen, in deren Familien Angehörige hohe Cholesterinwerte haben (sog. positive Familienanamnese), sollten schon vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig ihre Werte bestimmen lassen.

HDL-Cholesterin

Als HDL-Cholesterin bezeichnet man eine Verbindung aus dem Lipid Cholesterin und einem sogenannten Trägereiweiß. HDL-Cholesterin gilt als das "gute" Cholesterin. Das in Wasser und Blut schlecht lösliche Cholesterin verbindet sich mit dem Trägereiweiß, damit es besser im Blut transportiert werden kann.

Die Verbindung aus einem solchen Trägereiweiß (auch Apolipoprotein genannt) und der Lipideinheit – hier dem Cholesterin – nennt sich Lipoprotein. HDL-Cholesterin besteht etwa zur Hälfte aus dem Trägereiweiß und zur anderen Hälfte aus Cholesterin. Neben dem HDL-Cholesterin kommt dem LDL-Cholesterin große Bedeutung zu.

Strukturformel für Cholesterol

HDL-Cholesterin beseitigt Cholesterin aus dem Blut. Es hat die besondere Eigenschaft, bereits in der Gefäßwand abgelagertes Cholesterin (LDL-Cholesterin) aufzunehmen und zur Leber zu transportieren. Dort wird es zu Gallensäuren umgebaut und kann mit dem Gallensaft in den Darm ausgeschieden werden.

Es gilt: Je höher HDL-Konzentration im Blut, desto besser.

Folgende Faktoren können die Konzentration von HDL-Cholesterin erhöhen:

LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin besteht zu etwa einem Viertel aus dem Trägereiweiß, dem sogenannten Apolipoprotein, und zu drei Vierteln aus Cholesterin. Es gelangt von der Leber mit dem Blut zu den Zellen, wird dort mithilfe spezieller Rezeptoren eingeschleust und weiterverarbeitet.

Welche Gefahr geht von LDL-Cholesterin aus?

Befindet sich zu viel LDL im Blut oder sind zu wenige Rezeptoren vorhanden, können sich in den Gefäßwänden Ablagerungen bilden. Sie entstehen dadurch, dass körpereigene Fresszellen (Makrophagen) überschüssiges LDL-Cholesterin aus dem Blut aufnehmen. Die Fresszellen wandern in die Gefäßwände, und mit der Zeit bilden sich über eine Reihe komplexer Prozesse umschriebene Gefäßverengungen (sogenannte Plaques).

Besonders häufig entstehen solche Ablagerungen an den Gefäßen, die das Herz mit Blut versorgen: den Herzkranzgefäßen. Diese Erkrankung wird koronare Herzkrankheit (KHK) genannt. Durch Plaques kann es zu einem vollständigen Verschluss des betroffenen Gefäßes kommen, was die Blutversorgung gefährdet.

Reißt eine Plaque ein, lagern sich sehr schnell Blutplättchen (Thrombozyten) an. Sie bilden einen Blutpfropf, Thrombus genannt, der das Gefäß dann vollständig verschließt. Folge eines Gefäßverschlusses an den Kranzarterien kann ein Herzinfarkt sein. Sind Gefäße am Hals oder im Kopf verschlossen, kann ein Schlaganfall resultieren.

Wichtiger Ansatzpunkt, um das LDL-Cholesterin zu senken, ist körperliche Aktivität: Wer sich regelmäßig bewegt, erhöht das günstige HDL-Cholesterin und senkt das LDL-Cholesterin. Manche Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel können ihren Wert senken, indem sie ihre Ernährung umstellen.

Kinder und Jugendliche

Wenn in der Familie hohe Cholesterinwerte weit verbreitet sind, könnte eine familiäre Hypercholesterinämie vorliegen. Dann ist es empfehlenswert, den Cholesterinwert bereits im Kindesalter zu bestimmen.

Wenn Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und dazu zählt ein erhöhter Cholesterinspiegel – frühzeitig entdeckt werden, lässt sich gezielt vorbeugen. Eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise in der Familie beugt dem Auftreten dieser Erkrankungen vor. In eher seltenen Fällen müssen auch Kinder oder Jugendliche zusätzlich schon Medikamente nehmen, um den hohen Cholesterinspiegel zu senken.

Medikamente

Cholesterinsenker werden bei Fettstoffwechselstörungen eingesetzt und sollen die überhöhten Cholesterin- und Triglycerid-Konzentrationen im Blut senken – entweder ...

Zu den Cholesterinsenkern zählen die Wirkstoffgruppen der Statine und Fibrate, aber auch der Einzelwirkstoff Ezetimib.

Um Cholesterin zu produzieren, benötigt der Körper ein bestimmtes Enzym, die HMG-CoA-Reduktase. Dieses Enzym wird von Statinen gehemmt. Werden Statine eingenommen, kann der Körper selbst weniger Cholesterin herstellen. Da es jedoch gebraucht wird, nehmen die Körperzellen vermehrt Fetteiweiße geringer Dichte, also LDL-Cholesterin, aus dem Blut auf. LDL wird so aus dem Blutkreislauf entfernt.

Fibrate senken den Cholesterinspiegel ebenfalls, wenn auch weniger effektiv als Statine. Die Substanzen verringern vor allem die Triglyceride, indem sie deren Produktion in der Leber einschränken. Hinsichtlich der LDL-Eiweiße verhindern Fibrate nicht deren Aufbau, sondern fördern ihren Abbau.

Liegt eine angeborene Störung des Fettstoffwechsels vor oder lässt sich der Cholesterinspiegel trotz konsequenter Ernährungsumstellung und einem gesunden Lebenswandel auch nach einigen Monaten nicht entsprechend senken, können cholesterinsenkende Medikamente helfen.

Cholesterinsenker sind aber kein bequemer Ersatz dafür, die Ernährung umzustellen! Vielmehr gilt: Parallel zur Einnahme von Medikamenten sollten Sie vor allem darauf achten, nicht zu viele tierische Fette zu sich zu nehmen.

Cholesterin natürlich senken

Medikamente können Nebenwirkungen haben – so auch Cholesterinsenker. Umso besser, dass sich der Cholesterinwert nachhaltig auch ohne Medikamente senken lässt. Hier zu ist aber immer die Initiative des Patienten gefordert:

Gewicht reduzieren

Übergewicht gilt für eine Vielzahl von Erkrankungen als Risikofaktor, zum Beispiel für Diabetes Typ 2, Arteriosklerose, Rücken- und Gelenkbeschwerden sowie verschiedene Krebsarten. Wer abimmt, kann die Konzentration des schützenden HDL-Cholesterins im Blut erhöhen beziehungsweise sein LDL-Cholesterin senken.

Sport treiben

Auch durch Sport können Sie ein zu hohes Cholesterin senken: Sich regelmäßig zu bewegen erhöht die Menge an HDL-Cholesterin im Blut. Am günstigsten sind Sportarten, die die Ausdauer trainieren. Solche, die kurzfristige Hochleistungen bewirken, eignen sich weniger gut.

Empfehlenswert sind:

Cholesterinarme Ernährung

Nur tierische Lebensmittel enthalten Cholesterin – und das in sehr unterschiedlicher Menge. Besonders cholesterinreich sind:

In den westlichen Industrieländer nehmen Menschen durchschnittlich pro Tag zwischen 300 und 500 Milligramm Cholesterin mit der Nahrung auf: zu viel! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin täglich zu sich zu nehmen. Der Körper stellt täglich etwa die doppelte Menge (600 Milligramm) her. Der Wert schwankt jedoch individuell stark.

Wie viele Eier sind in Ordnung?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Personen mit zu hohem Cholesterinspiegel, nicht mehr als zwei bis drei Eier pro Woche zu essen.

Der Körper versucht, die Cholesterinwerte möglichst konstant zu halten:

Fett spielt eine entscheidende Rolle!

Inwiefern das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin den Cholesterinwert tatsächlich beeinflusst, ist nicht abschließend geklärt. Es liegen zum Teil widersprüchliche Ergebnisse aus Studien vor. Als sicher gilt aber, dass eine fettreiche Ernährung den Cholesterinspiegel erhöht – vor allem, wenn eine erbliche Veranlagung besteht. Der Cholesterinwert hängt vor allem stark von der Menge an Fett ab, die man insgesamt zu sich nimmt. Vor allem die gesättigten Fettsäuren fallen ins Gewicht.

Zu viele gesättigte Fettsäuren und Cholesterin in der Nahrung lassen den Cholesterinspiegel im Blut steigen!

  1. Tierische Fette enthalten einen hohen Anteil an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren.
  2. Pflanzliche Fette sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  3. Einfach ungesättigte Fettsäuren finden sich sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln.

Als ideal gilt, wenn nahezu die Hälfte des Gesamtfettanteils als einfach ungesättigte Fettsäuren zugeführt werden und nur jeweils ein Viertel als gesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Als noch akzeptabel gilt – je nach weiteren Risikofaktoren –, wenn man je ein Drittel als gesättigte, ein Drittel als einfach ungesättigte und ein Drittel als mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nimmt.

Bei der erblichen familiären Hypercholesterinämie lässt sich der Cholesterinwert dagegen nicht sehr stark durch die Ernährung beeinflussen. Hier ist in der Regel der Einsatz von Medikamenten unerlässlich. Eine cholesterinarme Ernährung allein reicht dann nicht aus.

Fleisch und Fisch

Fleisch und Wurst

Meiden Sie fettes Fleisch vom Schwein (z.B. Bauch, Speck, Würstchen), Lamm oder Hammel. Innereien enthalten sehr viel Cholesterin, auch Leberwurst und Leberpastete sind cholesterinreich.

Bevorzugen Sie stattdessen mageres Fleisch von Kalb, Rind oder Wild. Bereiten Sie alle Gerichte fettarm zu.

Ersetzen Sie fette Wurstwaren wie Salami, Mortadella, Cervelatwurst, Teewurst, Leberkäse oder Schinkenspeck durch magere Wurstsorten, die weniger als 20 Prozent Fett enthalten (z.B. magerer Schinken, Kasseler oder Putenbrust).

Geflügel

Hähnchen, Hühner, Gänse, Puten, Rebhühner und Fasane haben einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und einen hohen Eiweißgehalt. Berücksichtigt werden muss allerdings der teilweise hohe Fettgehalt, wie zum Beispiel bei Gänsen oder Entenbrust. Lassen Sie die Haut über, wenn Sie Geflügel essen – sie enthält besonders viel Fett!

Fisch

Die meisten Fische sind eine gute fett- und cholesterinarem Alternative zu Fleisch, insbesondere gekocht oder gedünstet. Kaviar, Krusten- und Schalentiere (z.B. Flusskrebse, Krabben, Shrimps, Tiefseegarnelen) sowie Aal, Ölsardinen und Tintenfisch enthalten allerdings ziemlich viel Cholesterin.

Fette, Eier und Milch

Fette und Öle

Seien Sie sparsam mit Butter, Schmalz, Kokos- und Palmfett. Sie enthalten viele gesättigte Fettsäuren und zum Teil viel Cholesterin! Pflanzenmargarine enthält dagegen wenig Cholesterin.

Verwenden Sie als Alternative Pflanzenöle wie Oliven-, Maiskeim-, Sonnenblumen-, Distel-, Soja- oder Raps- und Leinöl.

Eier

Das Eigelb eines einzigen Hühnereis enthält bereits die Menge an Cholesterin, die täglich maximal aufgenommen werden sollte (250 bis 300 mg). Achten Sie auch auf Cholesterin, das sich in mit Eiern hergestellten Lebensmitteln befindet, wie zum Beispiel Nudelgerichten oder Kuchen.

Milch und Milchprodukte

Fettreiche Milchprodukte enthalten relativ viel Cholesterin. Meiden Sie daher Vollmilch, Vollmilchprodukte und vor allem Sahne, saure Sahne und Crème fraîche.

Greifen Sie stattdessen lieber zu fettarmer Milch beziehungsweise Milchprodukte (mit weniger als 1,5 Prozent Fettgehalt), Buttermilch, Magerquark, Hüttenkäse oder Sauermilchkäse (Harzer).

Obst und Gemüse

Gemüse, möglichst als Rohkost zubereitet, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und frisches Obst stehen ganz oben auf der Liste der empfohlenen Nahrungsmittel. Sie sind pflanzlich und enthalten daher gar kein Cholesterin. Zudem sind sie reich an wichtigen Nährstoffen wie etwa Vitaminen.

Vorsicht: Oliven enthalten relativ viel Fett, ebenso Avocados und Sojabohnen (nicht zu verwechseln mit Mungobohnen!).

Getreide und Getreideprodukte

Wegen ihres hohen Ballaststoffanteils empfehlen sich Getreideprodukte wie Vollkornbrot, ungeschälter Reis und Vollkornnudeln (ohne Ei) für eine gesunde Ernährung.

Lebensmittel, die reich an Ballaststoffen sind, enthalten meist nur wenig Fett. Die Energiedichte der Nahrung ist eher niedrig. Dies bedeutet, dass man weniger Kalorien zu sich nimmt als bei energiedichten Lebensmitteln. Wer sich ballaststoffreich ernährt, bleibt zudem länger satt.

Kuchen, Süßwaren und Nachspeisen

Kuchen und Süßwaren enthalten oft viele versteckte Fette, so zum Bespiel Schokolade, Schokoriegel, Chips und Torten. Kuchen, Gebäck und Nachspeisen, die mit viel Butter und Eigelb zubereitet werden, sollten Sie meiden.

Empfehlenswert ist Gebäck aus Hefeteig und Quarkölteig. Beispiele für Süßigkeiten, die wenig Fett enthalten, sind Gummibärchen oder Salzstangen.

Getränke

Getränke enthalten nur dann Cholesterin, wenn sie mit tierischen Produkten zubereitet werden, also etwa mit Milch, Sahne oder Ei. Allgemein gilt auch für Getränke: Je fettärmer, desto besser!

Ein paar Tipps für den Alltag:

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Linktipps:

www.lipid-liga.de
Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF e.V. ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Fragestellungen auf dem Gebiet des Fettstoffwechsels und der Atherosklerose.

Buchtipps:
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Quellen:

Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie von Fettstoffwechselstörungen in der Ärztlichen Praxis. Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.: www.lipid-liga.de (Abrufdatum: 11.5.2018)

Cholesterin. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 11.1.2018)

Herold, G.: Herold Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2018

Landmesser, U. et. al.: Kommentar zu den neuen Leitlinien (2016) der European Society of Cardiology und European Atherosclerosis Society zur Diagnostik und Therapie der Dyslipidämien. Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie: www.dkg.org (4.7.2017)

Catapano, AL et. al.: 2016 ESC/EAS Guidelines for the Management of Dyslipidaemias. European Heart Journal (Oktober 2016)

Pocket-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Dyslipidämien. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (Stand: 2016)

Biesalski, H., Bischoff, S., Puchstein, C.: Ernährungsmedizin. Thieme, Stuttgart 2010

Cholesterinwerte im Griff. Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (17. Juni 2010)

Heseker, H., Heseker, B.: Die Nährwerttabelle. Neuer Umschau Buchverlag, Neustadt an der Weinstraße 2010

Kasper, H., Burghardt, W.: Ernährungsmedizin und Diätetik. Urban & Fischer, München 2009

Suter, P.M.: Checkliste Ernährung. Thieme, Stuttgart 2008

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: http://www.dge.de (Stand: Juni 2006)

Schauder, P., Ollenschläger G.: Ernährungsmedizin. Elsevier, München 2006

Aktualisiert am: 11. Mai 2018