Lästlinge

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Juni 2014)

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Lästlinge sind eigentlich harmlose oder sogar nützliche Tierchen. Viele Menschen empfinden sie allerdings – vor allem bei massivem Auftreten – als lästig und widerlich.

Als Lästlinge gelten verschiedene Vertreter der Gruppe der sogenannten Gliederfüßer (Arthropoden): vor allem Insekten wie beispielsweise Ameisen, Silberfischchen, Springschwänze und Ohrwürmer (Ohrenkneifer), aber auch andere Gliederfüßer wie Asseln und Spinnen.

Von den Lästlingen abzugrenzen sind Gliederfüßer, die Krankheitserreger übertragen und so ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen oder Schäden an Materialien und Vorräten anrichten können. Gelegentlich können jedoch auch Lästlinge als Gesundheits- oder Vorratsschädlinge eine gewisse Bedeutung erlangen.

So können Ameisen in der Wohnung Lebensmittelvorräte befallen und diese für den Menschen unbrauchbar machen. Und eine zirpende Grille kann eine so erhebliche Ruhestörung darstellen, dass sie das menschliche Wohlbefinden beeinträchtigt. Auch Bienen und Wespen sind eigentlich Nützlinge und bei vereinzeltem Durchflug kein Problem; wenn sie besonders zudringlich sind, wirken sie auch als Lästlinge. Im Einzelfall können sie jedoch durch den giftigen Stich und damit verbundene mögliche allergische Reaktionen (bei einer Insektengiftallergie) eine gesundheitliche Bedrohung darstellen.

Darum ist es ratsam, Lästlinge und anderes Ungeziefer möglichst von Ihrer häusliche Umgebung fern oder zumindest ihre Zahl unter Kontrolle zu halten. Eine "chemische Keule" zur Ungeziefer- oder Schädlingsbekämpfung ist dabei nicht nötig – vorbeugend (und meist auch bei Befall) reichen einfache und gesundheitlich unbedenkliche Maßnahmen. Dass sich Lästlinge im Haus breit machen, können Sie verhindern, indem Sie beispielsweise folgende Tipps beachten:

  • Achten Sie beim Einkauf von Lebensmitteln auf unbeschädigte Verpackungen. Kaufen Sie nur so viel, wie Sie in absehbarer Zeit verbrauchen können.
  • Lagern Sie Ihre Lebensmittel zu Hause in fest verschlossenen Vorratsbehältern und kontrollieren Sie sie regelmäßig: Spinnfäden und Verklumpungen können Anzeichen für einen Befall sein.
  • Bringen Sie Fliegengitter an den Fenstern (und an Öffnungen von Lüftungsschächten) an, um Schädlinge und Lästlinge fernzuhalten.
  • Lüften Sie regelmäßig und gründlich: Das hilft gegen Schimmel, Milben, Silberfischchen, Asseln und Schaben im Haus.
  • Sorgen Sie für Sauberkeit: Staubwischen, staubsaugen und putzen Sie regelmäßig. Vergessen Sie dabei den Keller und Dachböden nicht.
  • Überprüfen Sie ab und zu schwer zugängliche Stellen hinter Schränken und in Ecken. Dichten Sie mögliche Ritzen und Spalten ab.
  • Vermeiden Sie eine übermäßige Nachtbeleuchtung, da Licht viele Insekten anlockt.
  • Entfernen Sie nach der Brutzeit Vogelnester am und im Haus und lassen Sie keine Mäuse in einem Gebäude nisten.