Tierhaarallergie: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Dezember 2015)

Eine Tierhaarallergie oder Tierallergie ist eine Allergie gegen bestimmte tierische Eiweiße (Proteine), die sich in den Hautschuppen, im Speichel, Schweiß, Talg, Urin oder Kot der Tiere befinden. Die allgemeine Bezeichnung für solche allergieauslösenden Stoffe lautet Allergene. Die für Tierhaarallergien verantwortlichen Eiweiße können an Tierhaaren haften und sich mit diesen verbreiten. Die Tierhaare selbst lösen keine Allergien aus.

Grundsätzlich sind Allergien gegen alle Tiere möglich: Eine Tierhaarallergie kann sowohl gegen Haustiere als auch gegen Nutz- und Wildtiere bestehen. Dabei handelt es sich in der Regel um eine allergische Reaktion vom Typ I (sog. Soforttyp).

Ein Sonderfall einer allergischen Reaktion auf Tierallergene ist die sogenannte exogen-allergische Alveolitis: Anders als bei den anderen Fällen von Tierhaarallergie ruft der Kontakt zu den Allergenen hierbei nicht sofort, sondern mit einer Verzögerung von drei bis zwölf Stunden allergische Symptome hervor. Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion der Lungenbläschen (Alveolen) vom Typ III (Immunkomplextyp) und Typ IV (sog. Spättyp). Die exogen-allergische Alveolitis tritt häufig als Berufskrankheit auf. Auch Taubenzüchter sind oft betroffen. Weitere Bezeichnungen für die exogen-allergische Alveolitis sind:

  • Vogelhalterlunge
  • Farmerlunge
  • Befeuchterfieber
Ein Junge hält ein Kaninchen im Arm. © Banana Stock/Yesterdays Play

Allergien sind gegen alle Tiere möglich.

Häufigkeit

Die Tierhaarallergie rangiert in Sachen Häufigkeit direkt hinter der Pollenallergie und der Hausstaubmilbenallergie. Etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung reagieren auf bestimmte Tiere allergisch – dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer.


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