Nickelallergie: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (28. April 2015)

Einer Nickelallergie können Sie kaum vorbeugen: Um die Sensibilisierung sicher zu verhindern, ist es notwendig, den Kontakt mit Nickel weitgehend zu vermeiden – und zwar von frühester Kindheit an. Dies ist jedoch schwierig, da Nickel weitverbreitet und in vielen alltäglichen Bedarfsgegenständen enthalten ist.

Wer einer Nickelallergie vorbeugen möchte, sollte jedoch unbedingt auf Piercings verzichten. Dies gilt in besonderem Maß für Kinder und Jugendliche: Beim Piercen besteht ein besonders hohes Risiko, eine Überempfindlichkeit auf Nickel zu entwickeln. Gerade bei jungen Menschen steigt durch das Tragen von Piercings die Wahrscheinlichkeit, später eine Nickelallergie zu haben, welche die Lebensqualität stark einschränken kann.

Gleiches gilt für Tätowierungen: Viele Tätowiermittel enthalten Nickel – wer sich ein Tattoo stechen lässt, riskiert also ebenfalls eine Nickelallergie – zumal der Allergieauslöser dabei direkt in die Haut gelangt. Da Tattoos in Deutschland immer noch in Mode sind, ist damit zu rechnen, dass in Zukunft immer mehr Menschen eine Nickelallergie entwickeln. Vorbeugen kann man dieser Entwicklung, indem man die Hersteller von Tätowiermitteln dazu bringt, den Nickelgehalt so weit wie möglich zu begrenzen. Bis dahin lautet der dringende Rat, auf Tattoos zu verzichten.

Baby mit Ohrringen © iStock

Manche Eltern lassen ihrem Kind schon als Baby oder Kleinkind Ohrlöcher stechen. Doch gerade für Kinder bedeutet wiederholter Kontakt mit Nickel ein hohes Risiko, eine Nickelallergie zu entwickeln! Darum ist es ratsam, bei Kindern auf solchen Körperschmuck zu verzichten.

Wenn Sie schon überempfindlich auf Nickel reagieren, können Sie den Symptomen einer Nickelallergie vorbeugen, indem Sie beispielsweise:

  • Kontakt mit nickelhaltigen Materialien so weit wie möglich vermeiden,
  • Berufe vermeiden, in denen ein häufiger Kontakt mit Nickel unumgänglich ist (wie z.B. Friseur, Juwelier, Uhrmacher, Kassierer, Zahnarzthelfer, Bauberufe), und
  • individuelle Schutzmaßnahmen ergreifen – zum Beispiel Schutzhandschuhe tragen, Hautschutzschaum oder Hautschutzsalben anwenden.

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