Nickelallergie: Ursachen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (28. April 2015)

Einer Nickelallergie liegen erbliche Ursachen zugrunde: Menschen mit entsprechender Veranlagung sind besonders empfindlich und entwickeln eher eine Überempfindlichkeit gegenüber Nickel als andere.

Diese sogenannte Sensibilisierung ist bei entsprechender Veranlagung schwer zu verhindern, denn: Nickel ist in so vielen Gegenständen des alltäglichen Bedarfs enthalten, dass ein wiederholter Nickelkontakt kaum zu vermeiden ist. Dass nickelhaltige Lebensmittel zu einer Nickelallergie führen können, gilt allerdings eher als unwahrscheinlich.

Bei schon bestehender Nickelallergie kann Nickel in Lebensmitteln aber eine allergische Reaktion verursachen. Gleiches gilt für Tabak sowie für Kochutensilien aus Edelstahl, die ebenfalls Nickel enthalten können.

Bauchnabelpiercing © iStock

Nickel kann in vielen alltäglichen Gegenständen enthalten sein: zum Beispiel in Schmuck (wie Ohrringe oder Piercings), Gürtelschnallen oder Jeansknöpfen. Ein wiederholter Nickelkontakt ist daher nur schwer zu vermeiden. Bei entsprechender Veranlagung kann dies eine Nickelallergie verursachen.

Zu den Gegenständen und Substanzen, die Nickel enthalten und bei bestehender Nickelallergie allergische Symptome hervorrufen können, gehören:

  • Schmuck (z.B. Ohrringe, Piercings)
  • Tätowiermittel
  • Permanent-Make-up
  • Uhren
  • Gürtel (nickelhaltige Nieten oder Gürtelschnallen)
  • Brillengestelle und Zahnprothesen
  • Knöpfe (z.B. Metallknöpfe an Jeanshosen)
  • Schuhschnallen
  • Reißverschlüsse
  • Essbesteck
  • Kochgeschirr
  • Messer
  • Scheren
  • Münzgeld
  • Schlüssel
  • Türklinken
  • Musikinstrumente (Blasinstrumente, Saiten für Saiteninstrumente)
  • Metallspielzeug
  • medizinische Geräte
  • Haarpflege- und Waschmittel

Video: Allergie – wenn die Abwehr überreagiert

Des Weiteren können bei bestehender Nickelallergie zum Beispiel folgende Lebensmittel aufgrund ihres besonders hohen Nickelgehalts allergische Reaktionen auslösen:

  • Erdbeeren
  • Hülsenfrüchte (dazu gehören auch Sojabohnen und Erdnüsse)
  • Kakao (also auch Schokolade)
  • Nüsse
  • Hafer
  • Mais
  • blattreiche Gemüsesorten
  • Lebensmittel aus (beschädigten) Konservendosen

Das Immunsystem erkennt den allergieauslösenden Stoff (das Allergen: in diesem Fall Nickel) und reagiert auf eine Weise, die letztendlich zur Entstehung eines Kontaktekzems führt. Wie bei jeder Kontaktallergie (Kontaktdermatitis) sind bestimmte weiße Blutkörperchen (sog. T-Zellen) des Immunsystems verantwortlich für die allergische Reaktion auf Nickel. Während bei manchen Menschen mit Nickelallergie schon geringste Nickelkonzentrationen ausreichen, um Allergiesymptome zu verursachen, ist bei anderen die Toleranzgrenze höher.


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