Nickelallergie: Definition

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (28. April 2015)

Eine Nickelallergie ist eine allergische Reaktion auf Nickel. Die Allergie tritt nach dem Hautkontakt mit einem nickelhaltigen Gegenstand beziehungsweise einer nickelhaltigen Substanz auf. Daher zählt die Allergie gegen Nickel zu den sogenannten Kontaktallergien.

Bei einer Kontaktallergie (allergisches Kontaktekzem, Kontaktdermatitis) führt der direkte Kontakt der Haut mit einem bestimmten Stoff (im Fall der Nickelallergie: Nickel) zu einer Entzündungsreaktion. Typischerweise bleibt diese allergische Reaktion genau auf die Hautstellen begrenzt, die mit dem allergieauslösenden Stoff (= Allergen) direkt in Berührung kamen.

Da die Symptome der Allergie verzögert (d.h. frühestens 12 Stunden nach Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff) auftreten, gehört die Nickelallergie – ebenso wie jede andere Kontaktallergie – zu den Allergien vom Typ IV (Spättyp). Die Allergie vom Spättyp nimmt eine Sonderstellung unter den Allergien ein, da hier keine Antikörper, sondern bestimmte weiße Blutkörperchen (T-Zellen) für die allergische Reaktion verantwortlich sind.

Nickel ist ein silberweiß glänzendes Element (chemisches Zeichen Ni), das zu den ferromagnetischen Schwermetallen gehört. Es ist Teil vieler Metalllegierungen und findet sich demnach in vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Zudem ist Nickel in Tabak sowie in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Es ist wasserlöslich und setzt sich daher auch bei Schweißbildung frei, sodass die Nickelallergie häufig im Sommer auftritt.


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