Mikroskopische Aufnahme von Fonsecaea pedrosoi.
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Fonsecaea pedrosoi

Die Schimmelpilzart Fonsecaea pedrosoi zählt zur Formfamilie der Schwärzepilze (Dematiaceae) und ist der häufigste Erreger der Chromomykose. Zu Infektionen durch Fonsecaea pedrosoi kommt es hauptsächlich in tropischen und subtropischen Ländern. Betroffen sind dort vor allem Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Überblick

Gelangen die Sporen dieses Schimmelpilzes über kleine Hautverletzungen in den Körper, können sie in seltenen Fällen zu einer Erkrankung führen: der sogenannten Chromomykose (auch: Chromoblastomykose). Anfangs zeigen sich bei dieser Hauterkrankung einzelne, mit Schwellung und Rötung einhergehende Hautknötchen, die häufig mit Juckreiz verbunden sind. Der Erreger Fonsecaea pedrosoi kann durch Kratzen auf die umliegenden Hautbereiche verbreitet werden. Nach einigen Wochen bis Jahren entstehen körnige, geschwür- und warzenartige Hautveränderungen. Diese Veränderungen entwickeln sich vor allem an den Beinen, können aber auch an den Armen auftreten.

Therapie

Bei einer Chromomykose lässt sich in frühen Krankheitsstadien der betroffene Hautbereich operativ entfernen. Ist die Haut in späteren Stadien bereits großflächig geschädigt, ist eine Behandlung mit Antipilzmitteln möglich, die mehrere Monate fortgeführt wird. Als Wirkstoff kommt hierbei Itraconazol infrage, unter Umständen auch kombiniert mit dem Wirkstoff Flucytosin.

Da Fonsecaea pedrosoi empfindlich auf Wärme reagiert, kann eventuell eine Behandlung der betroffenen Stellen mit Wärme (Infrarotlicht, 40 bis 43 Grad Celsius) versucht werden.

Vorbeugen

Bislang sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen man einer Infektion durch Fonsecaea pedrosoi direkt vorbeugen kann.