Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Februar 2017)

Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis) lässt sich gezielt mit einem Allergietest nachweisen: Mithilfe des Allergietests kann der Arzt den genauen Allergieauslöser (das Allergen) ermitteln. In der Regel kommt dazu der sogenannte Pricktest zum Einsatz:

  • Dabei bekommt man verschiedene Pollenextrakte auf den Unterarm oder Rücken getropft.
  • Anschließend wird die Haut unter dem Tropfen mithilfe einer feinen Nadel leicht angepikst (engl. to prick = (ein)stechen, piksen).
  • Bei einem Allergiker röten sich die getesteten Stellen nach 15 bis 20 Minuten, schwellen leicht an und jucken meist auch.

Um das Ergebnis des Pricktests und somit die Diagnose der Pollenallergie zu bestätigen, ist eine Blutuntersuchung geeignet: Bei Menschen mit Heuschnupfen befinden sich Antikörper gegen die jeweiligen Allergene im Blut, die man im Labor mit dem sogenannten Enzym-Allergo-Sorbent-Test (Abk. EAST) nachweisen kann.

In speziellen Fällen kann auch ein Provokationstest mit dem entsprechenden Allergen angebracht sein, um Heuschnupfen sicher festzustellen. Dazu erhält man über einen Zerstäuber Pollen in die Nase. Da es hierbei zu einer starken allergischen Reaktion kommen kann, darf dieser Test nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Anschließend sollte man mindestens eine halbe Stunde weiter ärztlich überwacht werden.

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Mit dem sogenannten Pricktest lässt sich der Verdacht auf eine Pollenallergie schnell bestätigen.

Wo kann man sich auf Heuschnupfen testen lassen?

Auf Heuschnupfen können Sie sich bei jedem praktischen Arzt oder in einer Facharztpraxis testen lassen – zum Beispiel bei einem Hautarzt (Dermatologen), HNO-Arzt oder Lungenfacharzt (Pneumologen).
Manche Ärzte haben sich auch speziell für die Behandlung von Allergien qualifiziert – das ist erkennbar an der Zusatzbezeichnung Allergologie (z.B. auf dem Praxisschild).


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